Ursachen für Müdigkeit

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Die Ursachen für Müdigkeit können vielfältig sein, von leichten vorübergehenden Zuständen bis zu schweren Erkrankungen.

Die Beschwerden können in zwei Typen eingeteilt werden:

  • Körperliche Müdigkeit wird als Mangel an Energie oder Kraft definiert und von Muskelschwäche gekennzeichnet.
  • Geistige Ermüdung wird auch Schläfrigkeit genannt.
    Wer unter Schläfrigkeit leidet, fühlt sich unausgeschlafen und kann sich nicht auf seine täglichen Aktivitäten konzentrieren.

 

Ursachen starker körperlicher Müdigkeit am Morgen

Einige der häufigsten Gründe morgendlicher Abgeschlagenheit sind:

  1. Ungenügender Schlaf (weniger als 8 Stunden, auch wenn das für manche Menschen ausreichend sein kann)
  2. Schlaflosigkeit
  3. Schlafstörung wie Schlafapnoe
  4. Depression
  5. Anämie (zum Beispiel Eisenmangelanämie)
  6. Schilddrüsenerkrankung (Hyperthyreose oder Hypothyreose)
  7. Allergie, die allergische Rhinitis oder Asthma verursacht
  8. Anhaltende Schmerzen
  9. Fibromyalgie

Ursachen ständiger Müdigkeit

  1. Alkohol oder Drogen wie Kokain
  2. Mangelernährung
  3. Nebenniereninsuffizienz und Morbus Addison
  4. Schwerwiegende Lebererkrankung
  5. Anorexie
  6. Nierenkrankheiten
  7. Rheumatoide Arthritis
  8. Diabetes
  9. Autoimmunerkrankung (zum Beispiel systemischer Lupus erythematodes)
  10. Dekompensierte Herzinsuffizienz
  11. Krebs
  12. Niedriger Blutdruck
  13. Infektion, zum Beispiel:
    • Mononukleose
    • AIDS
    • Tuberkulose
  14. Medikamente:
    • gegen Allergien
    • Calciumantagonisten bei arterieller Hypertonie
    • Schlaftabletten
    • Kortikosteroide
    • Diuretika

Ist ein Mensch am Morgen immer müde und bleibt dies auch während des Tages, könnte er an einer Depression erkrankt sein.

Fühlt sich der Betreffende am Morgen ausgeruht, tagsüber jedoch müde, ist es möglich, dass er an einer Hypothyreose (Unterfunktion der Schilddrüse) leidet.


Müdigkeit bei Kindern

 

Ursachen
Ist das Kind, nachdem es ausreichend geruht hat, sehr müde, kann es ernsthafte gesundheitliche Probleme haben.

Anämie: Anämische Kinder sind oft aufgrund des Eisenmangels im Blut müde.
Da Anämie die Verringerung der Sauerstoffmenge verursacht, die das Gehirn erreicht, ist das Kind müde.

Fehlende körperliche Bewegung: Ein Kind kann aufgrund fehlender körperlicher Bewegung erschöpft sein.

Falsche Ernährung: Ist das Kind schlecht ernährt, kann es unter Energiemangel leiden.
Kinder essen oft ungesunde Speisen wie:

  • Pommes Frites,
  • Hamburger,
  • Süßigkeiten.

Eine unangemessene Ernährung kann auch zu Übergewicht führen.

Stress: Auch Kinder können aus verschiedenen Gründen gestresst und depressiv sein.


Ursachen der Müdigkeit bei Männern

Außer den oben genannten Ursachen kann der Mann einen niedrigen Testosteronspiegel haben.
Testosteron ist ein wichtiges Hormon für die Entwicklung der männlichen Geschlechtsorgane.
Einen niedrigen Testosteronspiegel findet man bei Männern mittleren Alters, die müde und träge geworden sind.
Andere Faktoren, die das Testosteron beeinflussen, sind:

  1. Schlechte Ernährung
  2. Mangelnde Körperbewegung
  3. Langes Wachbleiben

Ursachen der Müdigkeit bei Frauen

Zu den Hauptursachen für Müdigkeit bei Frauen gehören:

  • zyklusbedingte hormonelle Veränderungen,
  • Menopause,
  • Schwangerschaft,
  • niedriger Blutdruck.

Ursachen von müden Augen

Häufigste Ursachen:

  1. Wenig Schlaf
  2. Beschwerden wie Konjunktivitis
  3. Zu langes Sitzen vor Computer oder Fernseher
  4. Lesen bei schlechtem Licht
  5. Schlechte Ernährung und Dehydratation

Zu den Augenbeschwerden gehören:

  1. Gefühl von Brennen
  2. Anhaltende Schmerzen
  3. Gerötete Augen
  4. Vorübergehender Sehverlust
  5. Fotophobie (Lichtempfindlichkeit)
  6. Kopfschmerzen

Heilmittel für müde Augen
Einige Substanzen wie Vitamin A, C und E sind zur Gesunderhaltung der Augen fundamental wichtig.
Man sollte eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse einhalten, die viele Vitamine enthalten.

 

Ursachen für Müdigkeit
Ursachen für Müdigkeit

Ursachen exzessiver Müdigkeit

Psychische Probleme: Eine der häufigsten Ursachen für Schwäche und Abgeschlagenheit sind Depression und Angstzustände wegen:

  • Verlust eines geliebten Menschen,
  • Scheidung
  • Problemen bei der Arbeit.

Befindet sich eine Personen ununterbrochen und auf unkontrollierte Weise in einem Angstzustand, leidet sie an einer generalisierten Angststörung.
Das kann zu körperlicher und mentaler Müdigkeit führen.

Berufliche Gründe: Zu den Ursachen für übermäßige Müdigkeit gehört beruflicher Stress, hervorgerufen durch:

  • den Gedanke, den beruflichen Aufgaben nicht gewachsen zu sein,
  • Probleme mit Vorgesetzten und Kollegen,
  • fehlende berufliche Befriedigung,
  • Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren.

Anämie: Die roten Blutkörperchen transportieren Sauerstoff in alle Körperzellen. Anämie ist eine Erkrankung, bei der die Patienten zu wenig rote Blutkörperchen haben (niedriger Hämatokrit).

Diabetes: Zucker ist der Brennstoff der Zellen. Menschen mit Diabetes Typ 2 haben einen hohen Zuckerspiegel im Blut, weil ihr Körper nicht in der Lage ist, diese Substanz zur nötigen Energienutzung anzuwenden.
Menschen mit Diabetes Typ 2 können unter ausgeprägter Müdigkeit leiden.


Hypothyreose: Die Schilddrüse sondert Hormone ab, die den Stoffwechsel regulieren. Einige Krankheiten, wie die Hashimoto-Thyreoiditis, führen zur Hypothyreose, also zu einem Mangel an Schilddrüsenhormonen.
Zu den Folgen gehört eine beständige Müdigkeit.

Schlafstörungen: Schlafstörungen wie Schlafapnoe und Schlaflosigkeit können das Gefühl ständiger Müdigkeit hervorrufen.

Zöliakie (Glutenunverträglichkeit)
Müdigkeit gehört zu den Symptomen der Zöliakie, zusammen mit:

  • Durchfall,
  • Anämie,
  • Gewichtsverlust.

Andere Gründe, die zu ständiger Müdigkeit führen:

  1. Degenerative Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis
  2. Atemstörungen, zum Beispiel:
    • Asthma
    • exzessives Rauchen
  3. Alkohol und Drogen, zum Beispiel Kokain und Morphin
  4. Nebenwirkungen von Medikamenten, zum Beispiel von:
    • Antihistaminika
    • Diuretika
    • Calciumantagonisten gegen Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
  5. Bewegungsmangel
  6. Hormonelles Ungleichgewicht, vor allem bei Frauen nach der Menopause, während der Schwangerschaft, nach einer Geburt oder in der Stillperiode
  7. Chronische Krankheiten wie:
    • Krebs
    • Herzerkrankungen
    • Fibromyalgie
  8. Schlechte Ernährung, Mangel an wichtigen Nährstoffen
  9. Schlechte Essgewohnheiten wie:
    • spätes und üppiges Abendessen
    • Auslassen von Frühstück oder Mittagessen
    • übermäßiger Koffeingenuss
  10. Stressiger Lebensstil

Symptome allgemeiner Müdigkeit

  1. Desinteressiertes und unruhiges Verhalten
  2. Konzentrationsverlust beim Lernen
  3. Schläfrigkeit und Tagesmüdigkeit
  4. Kopfschmerzen
  5. Anzeichen von Depression
  6. Unlust, sich im Freien aufzuhalten

Anzeichen chronischer Müdigkeit
Bisher gab es nur bei Erwachsenen die Diagnose einer chronischen Müdigkeit, doch wurde kürzlich herausgefunden, dass auch Kinder und Jugendliche unter diesem Gesundheitsproblem leiden.
In diesem Zustand ist der Betreffende sehr müde und hat keinerlei Lust zur Durchführung einer Tätigkeit.
Das chronische Müdigkeitssyndrom wird diagnostiziert, nachdem mindestens sechs Monate seit Auftreten der Symptome vergangen sind und auch Ausruhen keine Besserung bringt.

Ein Kind mit einem chronischem Erschöpfungssyndrom (CFS) weist folgende Symptome auf:

  1. Müdigkeit nach dem Schlafen
  2. Konzentrationsschwierigkeiten bei täglichen Aktivitäten
  3. Kopfschmerzen
  4. Halsschmerzen und Fieber
  5. Appetitverlust
  6. Muskelschwäche und Krämpfe, vor allem in den Beinen
  7. Gelenkschmerzen
  8. Geschwollene Augen
  9. Geschwollene und schmerzhafte Lymphknoten an Hals und Achseln

Zeichen außergewöhnlicher Müdigkeit
Außergewöhnliche Müdigkeit
kann der Beginn des chronischen Erschöpfungssyndroms sein.
Der Betreffende kann auch nach ausreichendem Schlaf unter starker Müdigkeit leiden.
Zu den Symptomen gehören:

  1. Launenhaftigkeit
  2. Vergesslichkeit (Gedächtnisstörungen)
  3. Schwäche
  4. Ohnmacht
  5. Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
  6. Übelkeit
  7. Erbrechen (das kann unter Chemotherapie auftreten)
  8. Atemnot
  9. Brustschmerzen
  10. Fieber
  11. Häufiger Husten
  12. Gerötete Augen
  13. Schläfrigkeit

Diät und Ernährung bei Müdigkeit

In der Regel empfehlen die Ärzte anregende Substanzen, wie Ginseng und Koffein, aber sie erklären nur selten, welche Wirkung Nahrungsmittel auf die Vitalität eines Individuums haben.

Die Blutgruppendiät vertritt die Auffassung, dass die Müdigkeit hervorgerufen wird durch:

  1. Ernährung mit einem Übermaß an Kohlenhydraten und Zucker. Die Folge ist ein Anstieg des Blutzuckerspiegels. Daraufhin sondert die Bauchspeicheldrüse viel Insulin ab, um die Glukose in die Zellen zu bringen. Die große Insulinmenge führt zu Hypoglykämie (Unterzuckerung), die wiederum die Ursache für die Müdigkeit ist.
    Das Insulin begünstigt auch den Eintritt von Kalium in die Zellen, die Folge ist ein Mangel dieses Minerals im Blut.
    Zu den Symptomen gehören:

    • Schwäche
    • Muskelkrämpfe
    • Müdigkeit
  2. Ungünstige Lebensmittelkombinationen. Man sollte beispielsweise kein Obst nach einer kohlenhydrathaltigen Mahlzeit essen, weil das die Fermentation in Magen und Darm begünstigen würde.
    Zu vermeiden ist die Kombination von kohlenhydratreichen Lebensmitteln (wie Getreide oder Kartoffeln) mit proteinhaltigen Lebensmitteln (Fleisch, Eier, Fisch usw.), denn:- die Verdauung der Proteine benötigte eine sehr säurehaltige Umgebung;
    – Kohlenhydrate und Stärke werden gut bei geringem Säuregehalt verdaut.

    Isst jemand proteinreiche Nahrung zusammen mit Lebensmitteln, die reich an Stärke oder Kohlenhydraten sind, wird die Verdauung verzögert, weil der Organismus diese Nahrungsmittel nicht gleichzeitig verdauen kann.

  3. Aufgrund der Blutgruppe schädliche Nahrungsmittel. Es gibt Lebensmittel, die Symptome hervorrufen können, wie Müdigkeit; Mais beispielsweise kann die Vitalität einer Person mit Blutgruppe 0 vermindern.

Nach der Blutgruppendiät ist die korrekte Ernährungsweise:

  • reich an Proteinen, weil sie das Skelett des Körpers darstellen;
  • arm an Kohlenhydraten, die sich durch „gute“ Fette ersetzen lassen, wie beispielsweise Olivenöl, Nüsse, Lachs und Eier.

Laut Hygienismus (gesunde Lebenswese) muss die Verdauung möglichst rasch erfolgen, um viel Vitalität und Energie zu haben.

Eine vegane Ernährung mit mindestens 50 % Rohkostanteil verhindert intestinale Fermentation und Fäulnis, somit hat der Patient sehr viel mehr Energie für die Ausübung der alltäglichen Aktivitäten.

Nach dieser Theorie essen Menschen, die an Müdigkeit leiden:

  • zu viel;
  • verarbeitete Lebensmittel;
  • tierische Proteine, die langsam verdaut werden und Müdigkeit hervorrufen (Fleisch, Fisch, Käse usw.);
  • raffinierte oder Vollkorngetreide;
  • ungünstige Lebensmittelkombinationen.

Alle Naturdiäten streichen Getreide (Nudeln, Brot, Reis, Süßspeisen usw.) und Milchprodukte vom Speiseplan.

Vollkorngetreide enthalten viele unlösliche Ballaststoffe, Polysaccharide (auch als Vielfachzucker bezeichnet), die die Darmtätigkeit begünstigen.
Unlösliche Ballaststoffe binden sich an die Mineralsalze, wie:

  • Eisen
  • Zink
  • Calcium

Die Ballaststoffe werden mit dem Stuhl ausgeschieden, aber nicht vom Darm verdaut.
Die Folge ist die verminderte Aufnahme und somit verminderte Assimilation der Mineralien.

Heilmittel bei Müdigkeit

Die Behandlung hängt von der Ursache ab und kann erfordern:

  • Medikamente
  • Vitaminergänzungsmittel
  • Ernährungsumstellung
  • Veränderung der Lebensweise

Schlaf: Man sollte zeitig schlafen gehen und früh aufstehen.
Es werden 7-8 Stunden Schlaf pro Nacht benötigt.

Ausgewogene Ernährung: Die Ärzte empfehlen, verarbeitete Lebensmittel oder solche mit zu viel Zucker zu vermeiden, denn diese enthalten keine Nährstoffe.

Regelmäßige Körperbewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität:

  • entfernt Toxine aus dem Blut,
  • erhöht die Sauerstoffbereitstellung in den Organen,
  • stimuliert den Verdauungsapparat,
  • ermöglicht ein hormonelles Gleichgewicht und einen tiefen Schlaf.

Es ist wichtig, bezüglich der körperlichen Aktivität ein Gleichgewicht zu finden, denn:

  • Bewegungsarmut behindert die Beseitigung der Toxine durch Schweiß und begünstigt das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose (Arterienverhärtung). Die Folge ist ein verminderter Zufluss von sauerstoff- und nährstoffreichem Blut zu den Organen und somit weniger Energie.
  • ein Übermaß an körperlicher und sportlicher Aktivität verursacht die Oxidation der in den Lebensmitteln enthaltenen Substanzen und somit eine erhöhte Produktion von Abfallstoffen.

Ausruhen ist von grundlegender Wichtigkeit, um Energie aufzutanken; wer ein bewegungsarmes Leben führt, sollte schrittweise mit körperlichen Aktivitäten beginnen.

Der Hygienismus hält es für wichtig auszuruhen, wenn man müde ist, ist aber der Ansicht, dass körperliches und geistiges Training wesentlich ist, um seine Energien zu steigern.
Regelmäßiges Training verbessert:

  • die Gewebequalität,
  • die Funktionsfähigkeit der Zellen.

Flüssigkeitszufuhr: Die Ärzte empfehlen, pro Tag mindestens zwei Liter Wasser zu trinken, denn Erschöpfung ist eine Folge von Dehydratation.
Die Gewebe und Zellen des Körpers benötigen Wasser zur korrekten Funktion.

Koffeingenuss einschränken: Kaffee kann einen Energieschub geben. Gleichzeitig wird aber der Körper dehydriert.
Ist die Wirkung vorüber, kann man ein Gefühl plötzlicher Müdigkeit feststellen.

Stress-Abbau: Gegen Stress kann man praktizieren:

  • Meditation
  • Yoga-Übungen

Es gibt viele Aktivitäten, die man zum Abbau von Stress durchführen kann:

  • Aktivitäten an der frischen Luft
  • Musik hören
  • Lesen
  • Spazierengehen
  • Gartenarbeit
  • Sport