Symptome einer Prellung

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Die Symptome einer  Prellung oder Kontusion entstehen durch äußere Gewalteinwirkung auf eine bestimmte Stelle des Körpers.
Eine Prellung kann schwere Schäden mit sich bringen; hier einige Beispiele:

  • Ein Hirntrauma kann eine Schädelfraktur oder Hirnblutung verursachen, was eine Schädigung der Neuronen im Gehirn bewirken kann; die Folgen können gravierend oder sogar tödlich sein.

  • Symptome einer Prellung
    Symptome einer Prellung

    Eine Gesichtsprellung kann zu Blutung (Nasenbluten) und Knochenfraktur führen.

  • Mögliche Folgen einer Prellung des Augapfels: innere Blutung, Ablösung der Netzhaut, Läsion der Regenbogenhaut, grüner Star (Glaukom), grauer Star (Katarakt), Linsenluxation.
  • Bei einem Thoraxtrauma kann bei einer Verletzung der Lunge durch nach innen spießende Rippe ein Pneumothorax entstehen, aber auch die anderen Organe, die im Brustkorb enthalten sind, können Verletzungen erleiden, beispielsweise die Leber.
  • Eine Prellung des Brustbeins kann eine Blutung im Brustkorb oder eine schwere Organverletzung an Herz, Lunge und Aorta hervorrufen.
  • Eine Schulter- oder Armprellung kann einen Bluterguss verursachen, in seltenen Fällen entsteht eine Schulterluxation.
  • Eine Prellung des Oberschenkelknochens und vor allem des Knies kann sehr schmerzhaft sein, weil es ein Knochenödem hervorrufen kann, das nur sehr langsam heilt.
  • Ein verstauchter Knöchel wird zuweilen durch ein Trauma während eines sportlichen Wettkampfs verursacht, in diesem Fall ist der Bluterguss weiter ausgedehnt, aber die Folgen sind dieselben.
  • Eine Fingerprellung (z.B. während eines Volleyballspiels) kann die Subluxation oder Läsion der Beugersehne hervorrufen, in diesem kann der Schaden mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung festgestellt werden.

Der auslösende Faktor einer Prellung wird als stumpf bezeichnet, weil er im Gegensatz zu einem spitzen Gegenstand nicht ins Innere eindringen kann. Es kommt nur selten zu Schnittwunden der oberen Hautfläche: Derma und Epiderma; in manchen Fällen entstehen Hautabschürfungen, also kleinere Hautverletzungen (z.B. aufgeschrammtes Knie beim Fallen auf Asphalt). Durch den Schlag bzw. Aufprall werden kleine Blutgefäße verletzt und eine Kongestion verursacht, wodurch sich der klassische Bluterguss bildet, der in seiner lila-blau-grünlich schimmernden Farbe auch von außen zu sehen ist. Die Bildung von blauen Flecken infolge von leichten Traumata an den Beinen ist bei vielen Frauen verbreitet.
Häufig von Prellungen betroffen sind Sportler, die beim Spiel direktem Körper- bzw. Ballkontakt ausgesetzt sind (Fußball, Rugby, Volleyball, Basketball, Football, Handball, Wasserball usw.) oder die beim Ausüben von Kampfsport  (Judo, Aikido, Karate u.ä.) auf die Matte aufprallen­­­­, wobei die Haut meist unverletzt bleibt.
Viele Fußballspieler haben Blutergüsse unter den Zehennägeln, die durch Prellungen verursacht wurden, die beim Schießen oder durch direkten Körperkontakt mit anderen Spielern entstanden sind. Der Nagel bricht oder löst sich ganz, was einen äußerlich gut sichtbaren Bluterguss verursacht.
Unfälle zu Hause und bei der Arbeit kommen häufig vor und verursachen vorwiegend Prellungen an den oberen Gliedmaßen.

Bei einer tieferen Verletzung werden die weniger oberflächlichen Blut- und Lymphgefäße beschädigt, wodurch ein intramuskuläres Hämatom entsteht, das von außen nicht sichtbar ist; nach einer Woche kann ein Fleck etwas unterhalb der betroffenen Stelle sichtbar werden, weil die Schwerkraft das Blut nach unten laufen lässt.
Bei einer Prellung macht sich außerdem eine Schwellung bemerkbar, die sich als entzündliche Reaktion des menschlichen Körpers bildet.
Der Bluterguss wird mit der Zeit absorbiert, wird heller und nimmt eine gelbliche Farbe an.

Welche unterschiedlichen Formen der Prellung können auftreten?

  • Hautprellung: nur die oberflächlichen Körperregionen sind durch die Verletzung betroffen.
  • Muskelprellung: das Muskelgewebe ist betroffen, es bildet sich ein Bluterguss oder Ödem; war es eine große und heftige  Gewalteinwirkung, kann es zu einer Muskelläsion bzw. einem Muskelriss kommen (z.B. Tritt eines Pferdes).
  • Sehnenprellung: die Sehne ist eine faserartige, feste, widerstandsfähige Bindegewebsstruktur, eine Läsion oder Entzündung trifft die Sehnenscheide, die sie umgibt und verletzlicher ist; es entsteht eine Tendinitis.
  • Knochenprellung: trifft das Trauma direkt auf den Knochen, kann es zu einer Beschädigung und Entzündung der Knochenhaut (Periost) kommen. Diese Art der Prellung ist sehr schmerzhaft.

 

 


Was sind die Symptome einer Prellung?

Bei einer Prellung verspürt der Patient sofort einen starken Schmerz in der betroffenen Stelle.
Nach einigen Stunden bzw. Tagen macht sich ein Bluterguss bemerkbar und, je nach Ort der Verletzung, kann es bei Bewegung aufgrund von schmerzhaften  Stichen zu Kraftverlust oder Bewegungseinschränkungen kommen.

Der Fuß ist eine der am häufigsten betroffenen Stellen; viele Fußballspieler haben einen großen Zeh mit schwarzem oder vollständig abgelöstem Fußnagel.

 

Welche Komplikationen können bei einer Prellung auftreten?

Wenn Knochenverletzungen bestehen, treten die Symptome einer Fraktur auf, bei Schäden am Nervengewebe können sich Ameisenkribbeln und Parästhesie bemerkbar machen, beispielsweise verursacht eine Schädigung des Ellennervs (Nervus ulnaris) Schmerzen und Sensibilitätsverlust vom Ellbogen bis zum kleinen Finger und Ringfinger.

Wird der Bluterguss nicht absorbiert, kann er zu einem harten Bluterguss werden, der sich wesentlich schlechter wieder auflöst.
Nach vielen Monaten bzw. Jahren kann der Bluterguss verknöchern, d.h. er schließt sich an das Knochengewebe an und bildet ringsherum Knochenzellen.
Wurde bei der Prellung auch die Haut verletzt, kann eine Infektion entstehen.
Ist das Trauma sehr groß oder stoppt der Bluterguss die Nährstoffversorgung der Zellen, kann das Zell- oder Gewebstod (Nekrose) bedeuten.

 

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Was ist die richtige Therapie bei einer Prellung?

Die Behandlung in der akuten Phase besteht in Kühlung, Ruhigstellung bzw. Immobilisierung, sowie Druckverband zum Eindämmen der Blutung und Entzündung (PECH-Regel).
Muskel-, Knochen-, Sehnen und Gelenkprellungen müssten in wenigen Tagen von selbst heilen, der Schmerz rasch an Intensität verlieren und der Bluterguss absorbiert werden; hat es der Patient mit der Genesung jedoch besonders eilig oder tritt keine Besserung ein, ist die beste Behandlungsmethode die Tecar-Therapie®, die das Blut dräniert und eine entzündungshemmende, anregende und schmerzmildernde Wirkung hat.

Eine leichte Massage der schmerzenden Stelle kann wirksam sein, aber es sollten mindestens zwei Tage nach dem Traum verstreichen. Kälteanwendung bringt nur in  den ersten 24 Stunden Nutzen, danach ist sie eher nachteilig, da sie die Blutkongestion weiter steigern und den Heilungsprozessen des Körpers entgegenwirken würde. Am Tag nach der Verletzung muss die betroffene Stelle bewegt und mit Wärme versorgt werden, was den Metabolismus und die Selbstheilungsmechanismen der Zellen beschleunigt.
Ist der Bluterguss ausgesprochen voluminös, kann zu dessen Ausräumung ein chirurgischer Eingriff notwendig werden; diese Entscheidung wird der behandelnde Arzt treffen.
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Wie lang sind die Genesungszeiten? Die Heilungsprognose

Die Heilungszeiten sind von der Schwere des Schadens abhängig.

Ohne Behandlung heilt eine Muskelprellung innerhalb von 2-3 Wochen vollständig aus, wenn keine Komplikationen bestehen.
In manchen Fällen wird der Bluterguss hart oder organisiert sich, das heißt trocknet aus und es bleibt nur der feste Teil übrig.
Hier ist die Tecar-Therapie die beste Behandlungsform, die der Blutabsorption dient.
Organschäden müssen vom Arzt oder gegebenenfalls von einem Chirurgen behandelt werden.

 

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Dr. Massimo Defilippo Fisioterapista Tel 0522/260654 Defilippo.massimo@gmail.com
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