Symptome des Morbus Parkinson und Ursachen

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Morbus Parkinson ist eine fortschreitende Erkrankung des Nervensystems, die durch Tremor, Instabilität, Bewegungsverlangsamung und Steifigkeit gekennzeichnet ist.


Die „Substantia nigra“ (schwarze Substanz) ist ein kleines Areal im Gehirn, das von dieser Erkrankung betroffen ist.
Dieses Hirnareal empfängt über die Nerven des Rückenmarks Signale, um die Muskeln des Körpers zu steuern.

Die Botschaften werden durch die Neurotransmitter der Hirn-, Nerven- und Muskelzellen übertragen.

Dopamin ist der wichtigste Neurotransmitter, der in den Hirnzellen der Substantia nigra bereitgestellt wird.
Mit der Parkinsonkrankheit wird eine bestimmte Anzahl von Zellen in der Substantia nigra geschädigt und stirbt ab.
Die genaue Ursache dieser Erkrankung ist unbekannt. Im Laufe der Zeit wird eine zunehmende Zahl an Zellen geschädigt und stirbt ab.
Mit dem Fortschreiten der Zellschädigung wird die Dopaminmenge, die erzeugt wird, verringert.
Diese Kombination verursacht veränderte Nervensignale mit einer bedeutsamen Verlangsamung der motorischen Funktionen.

Verlauf und Fortschreiten des Morbus Parkinson

Das Fortschreiten der Parkinsonkrankheit ist bei den Patienten unterschiedlich.
Parkinson ist chronisch und langsam fortschreitend, denn die Symptome bleiben bestehen und verschlimmern sich im Laufe der Jahre.
Parkinson ist keine tödliche Erkrankung.

Die Art und Weise des Fortschreitens ist bei jedem anders:
– Die motorischen Symptome variieren von Patient zu Patient.
– Der Verlauf der Erkrankung ist nicht genau bestimmt.
– Die motorischen Probleme variieren je nach Aktivitäten während des Tages.
– Manche Menschen mit Parkinson leben über viele Jahre mit leichten Symptomen, während andere schnell Bewegungsschwierigkeiten entwickeln.
– Die nicht-motorischen Symptome sind sehr individuell und treten in allen Krankheitsphasen auf. Einige Menschen mit Parkinson erklären, dass Symptome wie Depression oder Müdigkeit das tägliche Leben mehr beeinflussen als die motorischen Probleme.


Ursachen von Morbus Parkinson

Die Ursachen von Morbus Parkinson sind bis heute trotz jahrzehntelanger Forschung unbekannt.
Viele Experten meinen, dass die Krankheit durch eine Kombination genetischer und umweltbedingter Faktoren verursacht wird, die von Person zu Person variieren.
Wissenschaftler haben den Alterungsprozess als einen wichtigen Risikofaktor erkannt, tatsächlich sind 2-4 % der Patienten älter als 60 Jahre.
Zwischen 15 und 25% der Parkinsonerkrankten haben einen Verwandten mit dieser Krankheit.
Forscher haben mehrere genetische Mutationen entdeckt, die direkt diese Krankheit verursachen können, doch das betrifft nur eine kleine Anzahl von Familien.
Einige dieser Mutationen betreffen Gene, die in der zellulären Funktion des Dopamins eine wichtige Rolle spielen.
Die epidemiologische Forschung hat verschiedene Faktoren identifiziert, die mit Morbus Parkinson zusammenhängen könnten.
Einige Studien haben gezeigt, dass ein langer beruflicher Kontakt mit bestimmten Chemikalien mit einem höheren Parkinsonrisiko verbunden ist.
Trotz dieser Studien wird die Exposition gegenüber einem einzelnen Umweltgift nicht als Ursache von Parkinson angenommen.
Allerdings wurden bei den Studien von Labormodellen bezüglich Parkinson Umweltfaktoren genutzt, an denen Wissenschaftler weiterhin nach Hinweisen suchen, um eine Antwort auf die Entstehung dieser Erkrankung zu geben.

Faktoren, die das Risiko für Parkinson verringern

Gemäß einer aktuellen Studie können Menschen, die regelmäßig Lebensmittel wie Waldbeeren, Äpfel, Gemüse, Tee und Rotwein zu sich nehmen, das Risiko für Parkinson drastisch verringern.


Der Grund dafür ist, dass diese Lebensmittel Flavonoide enthalten, die laut einer Studie eine schützende Wirkung haben.
Die Studie zeigt auch, dass die regelmäßige Aufnahme von Flavonoiden das Risiko anderer Krankheiten wie Bluthochdruck, Herzkrankheiten, Demenz und manche Krebsarten senken kann.

 

Erste Symptome bei Morbus Parkinson

Die ersten Anzeichen der Krankheit sind:

  • Verstopfung,
  • Schläfrigkeit,
  • Schluckstörungen,
  • verminderter Geruchssinn.

Manche Personen können eine Krankheit haben, die Schlafverhaltensstörung in der REM-Phase heißt.
Parkinsonkranke mit dieser Störung treten und sprechen im Schlaf.

 

Symptome des Morbus Parkinson und Ursachen
Symptome des Morbus Parkinson und Ursachen

Symptome bei Morbus Parkinson

Die vom Morbus Parkinson betroffenen Hirn- und Nervenzellen haben eine koordinierende Funktion und sollten die Muskelbewegungen fließend zu gestalten.

Daher sind die drei Hauptsymptome, die sich bei Parkinson entwickeln:

Verlangsamte Bewegung (Bradykinesie). Gehen oder sich aus dem Sitzen erheben kann zur Anstrengung werden.
Dieses erste Symptom wird oft mit Altersstörungen verwechselt. Außerdem können während des Gehens Schwierigkeiten beim Loslaufen, Stehenbleiben und Drehen beobachtet werden.
Steifigkeit und Muskelverspannungen. Während des Gehens pendeln die Arme oft nicht mit.
Tremor. Dieses Symptom ist häufig, tritt jedoch nicht immer auf und betrifft gewöhnlich Finger und Arme, kann aber auch andere Körperteile betreffen.
Tremor tritt vor allem auf, wenn sich der Patient in Ruhe befindet und kann sich bei emotional reagierenden Menschen (Angst) verschlimmern. Er verringert sich, wenn die Extremität gebraucht wird.

Die Symptome neigen dazu, langsam schlimmer zu werden; die Geschwindigkeit, mit der sie sich verschlimmern, variiert von Mensch zu Mensch.
Es können Jahre vergehen, ehe die Symptome das tägliche Leben der Kranken beeinflussen.
In den ersten Phasen kann ein Körperteil mehr als der andere betroffen sein.

Andere Symptome können sich je nach den von der Krankheit betroffenen Zellen entwickeln.
Zu diesen Symptomen gehören:

  • Verminderung der Mimik;
  • Schwierigkeiten in der Feinmotorik, wie beim Schuhebinden oder Zuknöpfen der Hemden;
  • Schreibschwierigkeiten;
  • Schwierigkeiten, das Gleichgewicht zu halten und häufige Stürze;
  • die Sprache kann langsam und monoton werden;
  • Schluckstörungen;
  • Müdigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen.

Morbus Parkinson,Substantia nigra,Gehirn,BewegungIn den folgenden Krankheitsphasen können sich andere Symptome entwickeln, wie:

  • Harnblasenstörungen und Inkontinenz;
  • Halluzinationen (sehen oder hören von nicht Existierendem);
  • vermehrtes Schwitzen;
  • sexuelle Dysfunktion;
  • Geruchsstörungen;
  • Schlaflosigkeit;
  • Gewichtsverlust;
  • erhöhtes Schmerzempfinden;
  • Depression und Angst.

Komplikationen bei Morbus Parkinson

Morbus Parkinson hat häufig folgende Konsequenzen:

  • Es könnten kognitive Probleme (Demenz) und Schwierigkeiten beim Denken auftreten, die sich meist in den fortgeschrittenen Phasen des Morbus Parkinson äußern. Solche kognitiven Probleme lassen sich mit Medikamenten nicht sehr gut behandeln.
  • Depressionen und emotionale Veränderungen. Viele Menschen mit Morbus Parkinson haben eine Depression. Die Behandlung der Depression erleichtert den Umgang mit den anderen Symptomen, die durch diese Krankheit verursacht sind. Man kann auch anderweitige emotionale Veränderungen haben wie Angst, Ängstlichkeit oder Motivationsverlust.
  • Schlafprobleme und Schlafstörungen. Menschen mit Morbus Parkinson leiden oftmals unter Schlaflosigkeit und wachen häufig während der Nacht auf. Sie können tagsüber Störungen wie plötzliche Schlafattacken haben. Medikamente können helfen, den Schlaf-Wach-Rhythmus zu stabilisieren.
  • Morbus Parkinson kann zu Problemen mit der Harnblase führen, einschließlich Inkontinenz und Harnverhalt.
  • Sexuelle Dysfunktion. Manche Menschen mit Morbus Parkinson können eine Abnahme der Libido oder Leistungsminderung beobachten.