Symptome der Allergie

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Die Allergie ist eine Krankheit, bei der das Immunsystem auf ein äußeres Agens, Allergen genannt, übermäßig reagiert, das für andere Menschen nicht schädlich ist, zum Beispiel Blütenstaub, Bienengift oder Haustierhaare.

Das Immunsystem produziert Substanzen, die als Antikörper bezeichnet werden.
Manche dieser Antikörper schützen gegen unerwünschte Eindringlinge, die eine Infektion oder eine Krankheit verursachen können.

Symptome der Allergie
Symptome der Allergie

 

Bei einer Allergie erzeugt das Immunsystem Antikörper (IgE), die ein bestimmtes Allergen als schädigendes Agens erkennen, auch wenn dies nicht zutrifft.
Kommt es zum Kontakt mit dem Allergen, kann die Reaktion des Immunsystems eine Entzündung folgender Bereiche sein:

  • Haut
  • Nasennebenhöhlen
  • Luftwege
  • Verdauungssystem


Die Schwere der Allergie variiert stark und kann von leichtgradiger Reizung bis zur Anaphylaxie reichen, die ein potentiell tödlicher Notfall ist.

Allergien sind sehr häufig. Laut „Allergy UK“ leidet eine von vier Personen im Vereinigten Königreich einmal in ihrem Leben an einer Allergie.
Die Anzahl erhöht sich jedes Jahr und über die Hälfte der betroffenen Personen sind Kinder.
Der Grund für diese Zunahme ist nicht bekannt. Manche Experten nehmen an, dass ein Zusammenhang zur Umweltverschmutzung besteht.
Eine andere Theorie ist, dass die Allergien durch die Umwelt verursacht werden, in der wir leben, dass diese zu sauber und keimfrei ist und sich somit die Anzahl der Keime verringert, die das Immunsystem herausfordern.
Dies bewirkt dann eine übermäßige Reaktion, wenn es zum Kontakt mit harmlosen Substanzen kommt.

Arten der Allergie

Allergien können durch Lebensmittel, saisonal, durch Tiere oder anderer Art hervorgerufen werden.

Lebensmittelallergien und Intoleranzen auf Lebensmittel
Allergien oder Intoleranzen auf Lebensmittel betreffen fast alle Menschen irgendwann.
Oft haben Personen eine unangenehme Reaktion auf etwas, das sie verzehren.
Die häufigsten Allergien entstehen auf Lebensmittel wie diese:

  • Milch
  • Gluten
  • Weizen
  • Erdnüsse
  • Fisch
  • Krustentiere

 

Saisonale Allergien


Frühjahrsallergien
Der Frühling ist die Jahreszeit, an die man bei saisonaler Allergie als erstes denkt. Sobald die Bäume zu blühen beginnen und sich der Pollen in der Luft verbreitet, beginnt derjenige, der unter einer Allergie leidet, mit einer laufenden Nase und mit Niesen.
Der Regen „reinigt“ die Luft von diesen Substanzen und schafft Erleichterung für alle, die an einer Wiesenblumen- und Pollenallergie leiden, zum Beispiel kann sie in den Bergen durch Birkenpollen verursacht sein.

Sommerallergien
Obwohl einem das Frühjahr sofort in den Sinn kommt, wenn man an Allergien denkt, bleiben viele Faktoren, die eine allergische Reaktion im Mai und Juni hervorrufen, auch im Sommer bestehen.

Winterallergien
Pollen von Zypresse und Haselstrauch sind die wichtigsten Allergene der „winterlichen“ Allergien. Man trifft sie in den Monaten Januar, Februar und März an.

 

Allergie,Hund
Allergie auf Hunde
© Alena Yakusheva – Fotolia.com

Allergien auf Tiere
Am meisten verbreitet sind Allergien auf Hunde und Katzen.
Wer unter dieser Störung leidet, sollte keines dieser Tiere halten, denn sie verlieren überall ihre Haare und somit kommt es leicht zu einer allergischen Reaktion.

Allergie auf Shampoo und Kosmetika
Shampoo und Seifen mit einem zu sauren oder auch zu alkalischen pH-Wert können zu Brennen, Rötung und Beschwerden führen.

Paraphenylendiamin ist ein Allergen, das in den meisten Haarfärbemitteln enthalten ist und eine Kontaktdermatitis verursachen kann.

Andere Allergien
Heuschnupfen ist eine Immunstörung, die durch eine allergische Reaktion auf Blütenstaub und andere Substanzen charakterisiert ist. Sie ist auch als allergische Rhinitis bekannt und es gibt zwei Arten:

  • Saisonal, sie tritt nur während der Jahreszeit auf, in der einige Pflanzen ihre Pollen aussenden.
  • Ständig, sie tritt das ganze Jahr über auf.

Allergische Konjunktivitis (gerötete Augen)
Die allergische Konjunktivitis wird durch Bakterien, Viren oder Geschlechtskrankheiten verursacht und kann leicht von Mensch zu Mensch übertragen werden, ist jedoch kein großes Gesundheitsrisiko, wenn sie rechtzeitig diagnostiziert wird. Sie ist keine ansteckende Erkrankung.


Urtikaria
Urtikaria verursacht Rötung auf der Haut, wie bei einem Sonnenbrand, Schwellungen, intensiven Juckreiz und das Gefühl von Brennen, wenn die gereizte Haut berührt wird.

Allergien nach Insektenstichen
Stiche von Bienen, Wespen, Hornissen oder roten Ameisen sind diejenigen, die am häufigsten eine Allergie auslösen können. Jedoch sind die meisten Menschen nicht auf Insektenstiche allergisch und könnten eine normale Reaktion für pathologisch halten.

Pollenallergie
Für die meisten Menschen signalisiert der Wechsel der Jahreszeiten den Beginn von langen Tagen und kühlen Abenden. Doch für eine von zehn Personen, die an einer Pollenallergie leidet, kann der Wechsel der Jahreszeiten wegen allergischer Reaktionen zu Unmut führen.

Hautreaktionen durch die Sonne
Die meisten Menschen holen sich nach längerer Exposition von ultravioletter Strahlung einen Sonnenbrand. Doch wenige genetisch prädisponierte Personen entwickeln eine übertriebene Hautreaktion auf Sonnenlicht.

Aspirinallergie
Salicylate sind chemische Substanzen, die natürlicherweise in Pflanzen vorkommen und ein wichtiger Bestandteil von Aspirin und anderen Schmerzmitteln sind.
Sie sind auch oft in Obst und Gemüse sowie in Schönheitsprodukten zu finden.

Allergien auf Kosmetika
Manche Kosmetika können Hautreizungen oder allergische Reaktionen verursachen. Einige der in Kosmetika benutzten Inhaltsstoffe, wie Duft- und Konservierungsstoffe, können als Allergene fungieren, also Substanzen, die eine allergische Reaktion auslösen.

Nickelallergie
Die Nickelallergie ist eine Hautreaktion, die sich nach Kontakt mit Nickel oder Objekten, die dieses Metall enthalten, entwickelt.
Leider ist diese Substanz in vielen Dingen enthalten, in Geldstücken, Schmuck, Reißverschlüssen und vielen Lebensmitteln, wie beispielsweise Schokolade.
Mit Hilfe einer Impfung können heutzutage viele Menschen dieses Problem lösen. Die Behandlung dauert etwa 2 Jahre und besteht in der Einnahme von Tabletten, die eine winzige Menge Nickel enthalten.
Nach und nach kann man dann auch wieder Lebensmittel zu sich nehmen, die dieses Metall aufweisen.

 

Ursachen der Allergie

Die Allergie beginnt, wenn das Immunsystem eine harmlose Substanz für einen gefährlichen Eindringling hält. Das Immunsystem bildet daraufhin Antikörper, die stets auf der Suche nach diesen Allergenen sind.
Wenn man dann in Zukunft erneut diesen Allergenen ausgesetzt ist, können die Antikörper sehr viele chemische Substanzen des Immunsystems, wie Histamin, freisetzen, die die allergischen Symptome verursachen.

Orales Allergiesyndrom
Das orale Allergiesyndrom ist eine Störung, bei der das Immunsystem eines Menschen mit Pollenallergie in Früchten (zum Beispiel einem Apfel oder einer Banane) dieselben Allergene wiedererkennt, die im Pollen enthalten sind und eine allergische Reaktion hervorruft.
Symptome dieser Allergie sind: Juckreiz oder Brennen auf der Zunge und am Gaumen sowie Schwellung der Mundschleimhaut und der Lippen.

Die häufigsten Allergene sind:

  • Fliegende Allergene wie Pollen, Tierhaare, Staubmilben und Schimmel.
  • Manche Lebensmittel, vor allem Erdnüsse, Walnüsse, Weizen, Soja, Fisch, Krustentiere, Eier und Milch.
  • Insektenstiche, besonders von Bienen und Wespen.
  • Medikamente, besonders Penicillin oder Antibiotika auf Penicillinbasis (zum Beispiel Augmentan)
  • Latex oder andere Stoffe, die bei Berührung allergische Reaktionen auf der Haut auslösen können.
  • Schokolade enthält konzentriertes Nickel, kann also deshalb eine allergische Reaktion auslösen.

Eine Allergie gegen Reis ist in Europa praktisch unbekannt, aber in den asiatischen Ländern gibt es Menschen, die an dieser Störung leiden, weil sie dieses Lebensmittel bei jeder Mahlzeit zu sich nehmen.

 

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Symptome der Allergie

Die Symptome der Allergie hängen von der Allergieart ab, und können vor allem die Atemwege, die Nebenhöhlen und Nasengänge, die Haut oder das Verdauungssystem betreffen.
Allergische Reaktionen können von leicht bis schwerwiegend variieren. In manchen Fällen einer schweren Allergie kann es zur Auslösung einer lebensbedrohlichen Reaktion kommen, die Anaphylaxie genannt wird.
Leichte Reaktionen können Hautpickel hervorrufen.

Heuschnupfen, auch allergische Rhinitis genannt, kann Symptome verursachen, die denen einer Erkältung ähneln:

  • Verstopfung der Nase
  • Laufende Nase
  • Halsschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit, Schläfrigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten
  • Juckreiz, Augenschwellung und tränende Augen (Konjunktivitis)

Die atopische Dermatitis ist eine allergische Reaktion der Haut, auch Ekzem genannt, und kann folgende Symptome verursachen:

  • Hautjucken
  • Hautrötung
  • Hautschuppung

Bei einer Lebensmittelallergie können auftreten:

  • Stechen im Mund
  • Schwellung von Lippen, Zunge, Gesicht und Rachen
  • Nesselsucht (Urtikaria)
  • Anaphylaxie

Ein Insektenstich kann eine Allergie verursachen, mögliche Folgen sind:

  • Starke Schwellung (Ödem) im Stichbereich
  • Juckreiz oder Urtikaria am ganzen Körper
  • Husten, Brustenge, Atembeschwerden oder Atemnot
  • Anaphylaxie

Eine Allergie auf Pharmaka kann verursachen:

  • Urtikaria
  • Hautjucken
  • Hautausschlag
  • Gesichtsschwellung
  • Atembeschwerden

Anaphylaxie
Einige Allergiearten, wie die auf Lebensmittel und Insektenstiche, können eine schwerwiegende Reaktion hervorrufen, die als Anaphylaxie bezeichnet wird.
Die anaphylaktische Reaktion ist ein medizinischer Notfall, der potentiell tödlich enden und einen Schock verursachen kann.
Anzeichen und Symptome einer Anaphylaxie sind:

  • Bewusstseinsverlust
  • Schwindel
  • Hochgradige Atemnot
  • Schwacher und schneller arterieller Puls
  • Hautausschläge
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Schwellungen der Luftwege, die die Atmung blockieren können

Komplikationen

Mit einer Allergie erhöht sich das Risiko anderer Erkrankungen, darunter:

Anaphylaxie. Bei einer schweren Allergie erhöht sich das Risiko dieser induzierten Reaktion.
Die Anaphylaxie ist häufig verbunden mit einer Allergie auf Lebensmittel, Penicillin und Insektengift.

Eine andere Allergie. Wer an einer Allergie leidet, hat ein größeres Risiko, allergisch auf andere Dinge zu reagieren.

 

Asthma
Asthma
Alila/bigstockphoto.com

 

Asthma. Asthma ist eine Reaktion, bei der das Immunsystem die Luftwege und die Atmung angreift. Wer unter einer Allergie leidet, hat eine größere Wahrscheinlich, daran zu erkranken.
In vielen Fällen wird Asthma durch den Kontakt mit einem Allergen aus der Umwelt ausgelöst (durch Allergie induziert).

Atopische Dermatitis (Ekzem), Sinusitis, Ohren- oder Lungenentzündung sind am sehr viel wahrscheinlicher, wenn ein Heuschnupfen, eine Tierallergie oder eine Allergie gegen Schimmel besteht.

Mykotische Komplikationen der Nasennebenhöhlen oder Lungen. Das Risiko für diese Erkrankung erhöht sich bei Patienten, die auf Schimmel allergisch reagieren.

Untersuchung und Diagnose

Um festzustellen, ob man unter einer Allergie leidet, kann der Arzt:

  • Fragen zu den Anzeichen und Symptomen stellen,
  • eine körperliche Untersuchung durchführen,
  • die Führung eines ausführlichen Tagebuchs über die Symptome und die möglichen auslösenden Faktoren anordnen.

Bei einer Lebensmittelallergie kann der Arzt:

  • darum bitten, ein Tagebuch über alle verzehrten Speisen zu führen,
  • ein Lebensmittel aus der Ernährung streichen (Eliminationsdiät), um sie später wieder in den Speiseplan zu integrieren um festzustellen, ob dadurch eine Reaktion hervorgerufen wird.

Der Arzt kann auch noch folgende Untersuchungen empfehlen:

Perkutantest. Bei dieser Untersuchung erfolgt ein kleiner Einschnitt in die Haut und es wird eine kleine Menge von Proteinen aufgetragen, die sich im potentiellen Allergen befinden.
Bei einer Allergie müsste sich im Bereich der aufgetragenen Probe eine Reaktion zeigen. Der Allergologe ist dafür ausgestattet, den Test durchzuführen und zu interpretieren.

Blutuntersuchung. Eine Blutuntersuchung, die Radio-Allergo-Sorbent-Test (RAST) genannt wird, dient der Messung der Reaktion des Immunsystems auf ein bestimmtes Allergen, indem die Anzahl der im Blut vorhandenen Antikörper, IgE genannt, gemessen wird. Dann wird eine Blutprobe in ein medizinisches Labor geschickt, wo der Test auf die Sensibilität auf Allergene vorgenommen wird.

Therapie und Medikamente

Die Behandlungsmöglichkeiten bei einer Allergie beinhalten:

Kontakt mit dem Allergen vermeiden. Der Arzt empfiehlt die Art und Weise, wie man die Substanzen identifizieren und vermeiden kann, die die allergische Reaktion verursachen. Dies ist das wichtigste Vorgehen bei der Vermeidung von allergischen Reaktionen, um die Symptome zu reduzieren.
Es können bis zu 10 Tage erforderlich sein, um die Spuren eines Allergens im Körper zu entfernen.

Pharmaka. Medikamente können helfen, die Symptome der allergischen Reaktion zu lindern.
Die einzunehmenden Medikamente hängen vom Typ der Allergie ab, an der man leidet.
Es können rezeptfreie oder rezeptpflichtige Medikamente genommen werden.
Es gibt Arzneimittel, die oral, als Nasenspray oder in Form von Augentropfen eingenommen werden.
Einige Medikamente gegen Allergien sind:

  • Kortikosteroide, zum Beispiel Betamethason (Betnesol®),
  • Antihistaminika,
  • abschwellende Mittel usw.

Wenn gestillt wird, ist es möglich, dass das Kind die Allergie erbt. Es gibt einige Antihistaminika vom Typ Xusal, die während der Schwangerschaft oder Stillzeit eingenommen werden können, doch sollte dazu immer der Rat des Arztes eingeholt werden.

Immuntherapie. Bei schweren Allergien oder solchen, die auf eine Behandlung nicht ansprechen, kann der Arzt zu einer Infiltrations-Therapie (Immuntherapie) raten.
Diese Behandlung besteht aus einer Serie von Injektionen gereinigter Allergenextrakte, in der Regel über eine Dauer von wenigen Jahren.

Notfallbehandlung mit Epinephrin. Bei einer schweren Allergie, kann der Arzt eine Infiltration mit Epinephrin (EpiPen, Jext) vornehmen, um die Entzündung zu behandeln und den Notfall zu beenden.