Heuschnupfen

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Die allergische Rhinitis (oder Heuschnupfen) ist eine jahreszeitliche Erkrankung, die ähnliche Anzeichen und Symptome verursacht, wie ein Schnupfen: eine laufende Nase, Augenjucken, Kopfschmerzen, Niesen, Atembeschwerden und Entzündungen der Schleimhaut in den Nasennebenhöhlen.

Im Gegensatz zum Schnupfen wird der Heuschnupfen nicht durch ein Virus verursacht.
Die allergische Rhinitis wird durch eine Reaktion auf verschiedene Allergene verursacht, die sich im Innern von Räumen oder im Freien befinden, wie Pollen, Hausstaubmilben oder Haustierhaare.

Heuschnupfen kann unglücklich machen, die Leistung bei der Arbeit und in der Schule beeinflussen und auch die Freizeitaktivitäten beeinträchtigen.
Man muss die lästigen Symptome nicht ertragen, sondern sollte lernen, die Auslöser zu vermeiden und die richtige Behandlung zu finden, die die Symptome lindert oder beseitigt.
Der Name Heuschnupfen wird allgemein zur Bezeichnung der allergischen Rhinitis gebraucht, doch das ist nicht korrekt, weil diese Erkrankung nichts mit Heu zu tun hat, sondern mit anderen Allergenen.

Was sind die Ursachen der Frühlingsallergie?

Die Allergien des Frühlings werden durch die Pollen von Bäumen verursacht, die je nach Klima und Lage jederzeit zwischen Januar/Februar bis April die Bäume bestäuben können.
Bekannte Bäume, die schwerwiegende Allergien verursachen, sind: Eiche, Olive, Ulme, Birke, Esche, Pappel, Ahorn, Zypresse, Walnuss usw.
In einigen Gebieten der Welt gibt es Unkraut, das im Frühjahr seine Pollen aussendet.

Symptome

Die Anzeichen und Symptome des Heuschnupfens beginnen in der Regel unmittelbar nach dem Kontakt mit einer spezifischen Substanz, die die Allergie verursacht (Allergen). Sie umfassen:

  • Laufende und verstopfte Nase
  • Jucken in den Augen
  • Tränende Augen
  • Niesen
  • Husten
  • Juckreiz in Nase, Gaumen und Rachen
  • Gesichtsschmerzen
  • Entzündung der Nasennebenhöhlen (Sinusitis)
  • Schwellung und Blaufärbung der Haut unterhalb der Augen (allergische Augenringe)
  • Geschmacks- und Geruchsverlust
  • Wird eine übermäßige Verschleimung nicht beseitigt, entwickelt sich eine Sinusitis.

Die Symptome verschlimmern sich im Liegen, nachts kann es also beschwerlich sein zu schlafen.

Die Jahreszeit kann ein Faktor sein, der den Heuschnupfen auslöst.
Die Rhinitis kann in einem bestimmten Zeitraum des Jahres beginnen oder sich verschlimmern, ausgelöst durch den Pollen der Bäume, Gräser und Unkräuter, die zu verschiedenen Zeiten blühen.
Wer auch im Innern von Gebäuden auf die Allergene, wie Hausstaubmilben. Kakerlaken, Schimmel oder Haustierhaare, empfindlich reagiert, kann die Symptome das ganze Jahr hindurch verspüren.
Viele Menschen haben das ganze Jahr lang allergische Symptome, die sich während bestimmter Jahreszeiten noch verschlimmern.

Was ist der Unterschied zwischen allergischer Rhinitis und Erkältung?

Die Anzeichen und Symptome können verschieden sein. Um also die Diagnose zu erstellen, muss man bestimmte Charakteristika im Auge behalten.

Heuschnupfen

  • Laufende Nase mit dünnem, wässrigem Schleim
  • Kein Fieber
  • Kopfschmerzen

Die Symptome treten unmittelbar nach Kontakt mit den Allergenen auf und halten an, solange der Kontakt mit den Allergenen bestehen bleibt.

Erkältung

  • Laufende Nase mit wässrigem oder gelblichem Schleim
  • Allgemeine Körperschmerzen
  • Leichtes Fieber
  • Verstopfte Nase
  • Entzündung der Halslymphknoten
  • Die Symptome erscheinen 1-3 Tage nach Kontakt mit dem Schnupfenvirus
  • Die Dauer sind 3-7 Tage

Die auslösenden Faktoren für Heuschnupfen sind:

  • Pollen der Bäume, häufig im Frühling
  • Wiesenpollen, häufiger im späten Frühjahr und Sommer
  • Pollen von Ambrosia, häufiger im Herbst
  • Pilzsporen und Schimmel, kann in den warmen Monaten schlimmer werden.

Behandlung

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Allergene in frischer Frühlingsluft

Die beste Behandlung der allergischen Rhinitis ist, die Substanzen zu meiden, die die Reaktion verursachen.

Doch leider ist es nicht immer möglich, sich von der Ursache fern zu halten und man braucht möglicherweise andere Behandlungen, neben der Entwicklung von Strategien, um eine Exposition zu vermeiden.

Wichtig ist, den Kontakt zu den Allergenen verringern; dazu einige Ratschläge:

  • An trockenen und windigen Tagen im Haus bleiben. Der beste Zeitpunkt, aus dem Haus zu gehen, ist nach dem Regen, der die Luft von Pollen reinigen hilft.
  • Rasenmähen, Jäten oder andere Gartenarbeiten, die die Allergene aufwirbeln können, an andere delegieren oder vermeiden.
  • Kleidung wechseln, die draußen getragen wurde.
  • Man kann außerdem duschen, um die Pollen von Haut und Haaren zu entfernen.
  • Gewaschene Wäsche nicht im Freien aufhängen, da die Pollen an Bettlaken und Handtüchern haften bleiben können.
  • Eine Staubmaske tragen, wenn Arbeiten im Freien durchgeführt werden.

Zusätzliche Maßnahmen ergreifen, wenn die Pollenkonzentration erhöht ist.
Die Anzeichen und Symptome der saisonalen Allergie können aufflammen, wenn die Luft viel Pollen enthält.


Diese Vorsichtsmaßnahmen können helfen, den Kontakt zu verringern:
– Radiosender, lokales Fernsehen, lokale Zeitungen oder Internet bezüglich der Pollenprognosen verfolgen, um über den aktuellen Pollenflug informiert zu sein.
– Steht starker Pollenflug bevor, sollte man die Einnahme von antiallergisch wirksamen Medikamenten schon vor Eintreten der Symptome beginnen.
– Fenster und Türen nachts oder in anderen Momenten schließen, wenn erhöhter Pollenflug besteht.
– Aktivitäten im Freien in den ersten Morgenstunden vermeiden, wenn die Konzentration am höchsten ist.

Luft in Innenräumen rein halten
Es gibt kein Wundermittel, das alle Antigene aus dem Haus beseitigt, aber diese Tipps können helfen:

  • Klimaanlagen im Haus und im Auto verwenden.
  • Wird die Heizung oder die Klimaanlage im Haus angeschaltet, sollten hochwirksame Filter verwendet und die regelmäßigen Reinigungsprogramme befolgt werden.
  • Luft im Innern mit Raumentfeuchtern trocken halten.
  • Im Schlafzimmer einen tragbaren Hochleistungsfilter verwenden.
  • Fußböden oft mit einem Staubsauger reinigen, der einen Schwebstofffilter (HEPA) enthält.

 

Medikamente bei saisonaler Allergie

Es gibt gegen die allergische Rhinitis keine Impfung. Allerdings gibt es Medikamente, die zur Behandlung der Symptome helfen.

Nasale Kortisonpräparate
Diese mit Vorsicht zu nehmenden Nasen-Sprays helfen, Nasenentzündung, Juckreiz in der Nase und laufende Nase, die durch eine allergische Rhinitis hervorgerufen sind, zu vermeiden und zu behandeln.
Für viele Menschen sind das die wirksamsten Medikamente gegen Heuschnupfen, oftmals sind es auch die ersten verschriebenen Medikamente.
Beispiele sind: Fluticason (Flutide®, Avamys®, usw., Flunisolid (Syntaris® usw.), Betamethason (Betnesol), Budesonid (Pulmicort ®, Entocort®, Miflonide ® usw.) und Triamcinolon (Volon®).
Einige Kortikosteroide können als Aerosol inhaliert werden.
Nasale Kortikosteroide sind für die meisten Menschen eine sichere langfristige Behandlung.
Nebenwirkungen sind ein unangenehmer Geruch und Geschmack und eine Reizung der Nase. Nebenwirkungen auf Steroide in einem Spray sind selten.

Orale Kortikosteroide
Kortisonmedikamente in Form von Tabletten, wie Prednison, werden angewendet, um Symptome bei einer schweren Allergie zu lindern.
Da eine langandauernde Einnahme von Kortikosteroiden schwerwiegende Nebenwirkungen wie grauer Star (Katarakt), Osteoporose und Muskelschwäche hervorrufen kann, werden sie nur für einen kurzfristigen Zeitraum verschrieben.

Antihistaminika
Diese Erzeugnisse liegen gewöhnlich in Tablettenform vor. Es gibt jedoch Antihistaminika als Nasenspray oder Augentropfen.
Antihistaminika können bei laufender Nase, Niesen und Juckreiz für eine Linderung sorgen, haben jedoch weniger Wirkung auf die Verstopfung.
Sie agieren, indem sie das Histamin blockieren, eine chemische Substanz, die die Symptome verursacht und bei einer allergischen Reaktion vom Immunsystem freigesetzt wird.
Die alten freiverkäuflichen Antihistaminika wie Diphenhydramin funktionieren wie die neueren, doch einige können schläfrig machen.
Es ist hingegen eher selten, dass die neueren Antihistaminika Müdigkeit hervorrufen. Beispiele für rezeptfreie Pharmaka sind Loratadin (Loraderm), Fexofenadin (Telfast®) und Cetirizin (Reactine®, Zyrtec®).
Antihistamin-Nasenspray unter medizinischer Verordnung, wie Olopatadin, kann die Nasensymptome lindern.
Antihistamin-Augentropfen helfen gegen den Juckreiz in den Augen und saisonal allergische Reizungen.

Abschwellende Medikamente
Diese Medikamente sind in flüssiger Form rezeptfrei und als Tabletten und als Nasensprays verschreibungspflichtig. Freiverkäufliche orale abschwellende Medikamente enthalten Pseudoephedrin (zum Beispiel BoxaGrippal, Rhinopront).
Die Nasensprays enthalten Oxymetazolinhydrochlorit (Wick sinex, Nasivin usw.) und Oxymetazolin (Afrin).
Orale abschwellende Mittel können eine ganze Reihe von Nebenwirkungen hervorrufen, darunter Blutdruckerhöhung, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit und Kopfschmerzen.
Abschwellende Nasensprays sollten nicht länger als zwei oder drei aufeinanderfolgende Tage benutzt werden, denn eine fortgesetzte Anwendung kann zu einer Verschlechterung der Symptome führen (ständige wiederkehrende Verstopfung).

Cromoglicinsäure
Dieses Medikament ist als freiverkäufliches Nasenspray erhältlich und sollte mehrmals täglich angewendet werden. Es ist auch als Augentropfen nach ärztlichem Rezept erhältlich.
Es hilft bei der Linderung der Symptome der allergischen Rhinitis, indem es die Histaminfreisetzung verhindert.
Cromoglicinsäure hat keine schwerwiegenden Nebenwirkungen und ist wirksamer, wenn es bereits vor dem Beginn der Symptome eingesprüht wird.

Leukotrien-Rezeptor-Antagonist
SINGULAIR® (Montelukast) ist eine Tablette zum Einnehmen unter ärztlicher Anordnung und dient der Blockade der Aktivität der Leukotriene, das sind chemische Substanzen des Immunsystems, die die allergischen Symptome wie eine übermäßige Schleimproduktion verursachen.
Das Medikament ist speziell zur Behandlung von allergischem Asthma wirksam. Es wird häufig benutzt, wenn Nasensprays nicht vertragen werden oder im Falle von leichtem Asthma.
Es kann Kopfschmerzen verursachen.
In seltenen Fällen ist Montelukast mit psychischen Reaktionen wie Erregtheit, Aggressivität, Halluzinationen, Depression und Selbstmordgedanken verbunden. Bei einer ungewöhnlichen psychologischen Reaktion sollte man den Arzt konsultieren.

Ipratropiumbromid (Rhinovent)
Als verschreibungspflichtiges Nasenspray vorrätig, hilft zur Linderung einer laufenden Nase, indem es auf die schleimproduzierenden Nasendrüsen wirkt.
Es ist nicht gegen eine verstopfte Nase oder Niesen wirksam. Leichte Nebenwirkungen sind Nasentrockenheit, Nasenbluten und Halsschmerzen. Selten können schwerwiegendere Nebenwirkungen auftreten wie Verschwommensehen, Schwindel und Miktionsschwierigkeit. Das Medikament ist nicht für Personen mit grünem Star (Glaukom) oder für Männer mit einer Prostataentzündung geeignet.

 

Andere Behandlungen bei allergischer Rhinitis

Spritzenbehandlung bei Allergie (spezifische Immuntherapie, kurz SIT). Wenn die Medikamente die Symptome der chronisch allergischen Rhinitis nicht lindern oder zu viele Nebenwirkungen verursachen, kann der Arzt eine Injektionstherapie gegen Allergie empfehlen (spezifische Immuntherapie oder Hyposensibilisierung).
In einem Zeitraum von drei bis fünf Jahren werden in regelmäßigen Abständen Injektionen mit kleinen Mengen des Allergens verabreicht.
Ziel ist es, den Körper an die Anwesenheit der Allergene zu gewöhnen, die die Symptome verursachen, um den Bedarf an Medikamenten zu verringern.
Die SIT kann im Besonderen bei Allergien gegen Katzenhaare, Hausstaubmilben oder Pollen von Bäumen, Wiesen oder Unkraut wirksam sein.
Bei Kindern kann eine Immuntherapie die Entstehung von Asthma verhindern.

Nasennebenhöhlenspülung
Eine Nasennebenhöhlenspülung mit einer sterilen physiologischen Lösung ist ein schneller, kostengünstiger und sehr wirksamer Weg, eine Nasenverstopfung zu lindern. Die Spülung entfernt den Schleim und die Allergene direkt aus der Nase.

Naturheilmittel

Ernährung
Um die Symptome einer Allergie zu verringern, sollte man eine Diät mit wenig Fett und reich an komplexen Kohlenhydraten einhalten.
Man sollte viel Wasser trinken, mindestens 2 Liter am Tag.
Folgende Lebensmittel sollten in die Ernährung einbezogen werden:

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Knoblauch
  • Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer, Cayennepfeffer, Meerrettich
  • Grünes Blattgemüse
  • Gelbes/oranges Gemüse
  • Brennnessel, Bambussprossen, Kohl, Rüben, Karotten, Süßkartoffeln

Folgende Lebensmittel sollten in der Ernährung vermieden werden:

  • Alkohol, Koffein und Molkereiprodukte
  • Bananen und Zitrusfrüchte
  • Schokolade
  • Farbstoffe (Tartrazin)
  • Erdnüsse
  • Rotes Fleisch
  • Zucker
  • Getreide

Pflanzliche Heilmittel (Phytotherapie)
Selten haben Drogerieprodukte signifikante Nebenwirkungen, wenn sie zweckmäßig und in der empfohlenen Dosis angewandt werden. Zudem können sie auch von Kindern genommen werden.
Gelegentlich führt ein nach Vorschrift eingenommenes Pflanzenprodukt zu Magenreizungen oder Kopfschmerzen.
Das lässt Rückschlüsse auf die Reinheit der Zubereitung oder die hinzugefügten Inhaltsstoffe wie Konservierungsmittel oder synthetische Aggregate zu.
Aus diesem Grund wird empfohlen, nur hochwertige Produkte zu verwenden. Wie bei anderen Medikamenten ist es nicht besser, eine erhöhte Menge der Mittel einzunehmen, denn eine Überdosis kann zum Tode oder zu einer schwerwiegenden Erkrankung führen.
Einige der angewendeten Pflanzenprodukte zur Symptombehandlung bei Allergie sind:

  • Chinesische Engelwurz (Angelica sinensis) wird als Antihistaminikum verwendet und ist entzündungshemmend.
  • Gemeine Augentrost (Euphrasia officinalis) vermindert Verstopfung und Sekretion. Er hilft gegen Juckrreiz der Augen, Niesen und übermäßige Schleimproduktion.
  • Ginkgo (Ginkgo biloba) enthält Bioflavonoide und wird als Antioxidans und Entzündungshemmer verwendet.
  • Mariendistel (Silybum marianum) lindert allergische, entzündliche und histaminische Reaktionen.
  • Rotklee (Trifolium pratense) stärkt die Widerstandsfähigkeit des Organismus gegen Allergien.
  • Brennnessel (Urtica dioica) wird als Antihistaminikum verwendet und ist entzündungshemmend.
  • Schafgarbe (Achillea millefolium) verringert Verstopfungen und Sekretionen.

Aus einem Drogerieprodukt oder einer Kräutermischung einen Tee zubereiten.
3-4 Tassen täglich davon trinken.
Liegen die Kräuter in Form einer Infusion vor, werden sie oft in Kombination verabreicht, 1-3 Tropfen 3- oder 4-mal am Tag.