Cluster-Kopfschmerz

Cluster-Kopfschmerz ist eine primäre Kopfschmerzerkrankung, die durch heftige einseitige Schmerzattacken zwischen Stirn und Nacken gekennzeichnet ist.

Was sind die Ursachen des Cluster-Kopfschmerzes?

Die Ursache ist ungeklärt. Es können einige Hirnareale sein, die aus unbekanntem Grund mit einer Fehlfunktion beginnen.

 

Der Hypothalamus ist ein Gebiet, das sich an der Hirnbasis befindet und für die biologische Uhr im Körper verantwortlich ist, und kann eine Quelle der Kopfschmerzen darstellen.
Magnetresonanztomographien zeigen bei Patienten während Cluster-Kopfschmerzattacken eine abnorme Aktivität im Hypothalamus.

Charakteristiken des Cluster-Kopfschmerzes:

  • Es besteht eine familiäre Disposition bei der Entwicklung dieser Krankheit, die nahelegt, dass eine genetische Komponente vorliegen könnte.
  • Er kann durch eine Veränderung des Schlaf-Wach-Rhythmus ausgelöst werden.
  • Er kann durch Medikamente ausgelöst werden (zum Beispiel durch Nitroglyzerin bei Herzkrankheiten).
  • Wenn ein Mensch häufig unter Kopfschmerzen leidet, können Zigarettenrauch, Alkohol und manche Nahrungsmittel (zum Beispiel Schokolade) mögliche Ursachen für den Kopfschmerz sein.

 

Symptome 

Der Cluster-Kopfschmerz kann Wochen oder Monate dauern und mit schmerzfreien Perioden über Monate oder Jahre abwechseln.
Während der Periode des Auftretens ist der Schmerz pulsierend und erscheint einmal oder zweimal am Tag, doch manche Patienten können ihn auch mehr als zweimal am Tag erleiden.
Jede Schmerzepisode dauert zwischen 30 bis 90 Minuten.
Die Attacken neigen dazu, immer etwa zur selben Tageszeit aufzutreten und oft wecken sie den Patienten nachts aus einem tiefen Schlaf.
Der Schmerz ist durchdringend: gewöhnlich betrifft er nur ein Auge und seine Umgebung, er kann aber auch über das gesamte Gesicht, über den Kopf und bis in die Halswirbelsäule ausstrahlen.
Das betroffene Auge kann sich röten, anschwellen und tränen.
Die Nase an der betreffenden Seite kann tropfen oder verstopfen.
Im Gegensatz zu Migränepatienten neigen Personen mit Cluster-Kopfschmerzen zu einem Bewegungsdrang.
Sie laufen oftmals hin und her, schlagen mit dem Kopf gegen die Wand und können in eine verzweifelte Lage getrieben werden.
Cluster-Kopfschmerz kommt bei Männern viel häufiger vor als bei Frauen.

 

Diagnose

Zur Diagnoseerhebung ist eine genaue Anamnese des Patienten erforderlich. Gewöhnlich sind die Beschreibung des Schmerzes und seine Häufigkeit ausreichend.
Befindet sich ein Patient mitten in einer Attacke, ist er aufgrund der Schmerzen in einer kritischen Situation und kann, wie oben beschrieben, Augenbeschwerden und eine tropfende Nase haben.
Wird der Patient von einem Arzt untersucht, wenn keine Schmerzen vorliegen, ist der körperliche Untersuchungsbefund normal und die Diagnose hängt von der Anamnese ab.

 

Behandlung

Cluster-Kopfschmerz kann sehr schwierig zu behandeln sein. Man muss versuchsweise behandeln, um ein wirksames Therapiekonzept zu finden. Da sich die Kopfschmerzen täglich wiederholen, gibt es für die Therapie zwei Anforderungen: der Schmerz der ersten Episode muss beherrscht und der nachfolgende Kopfschmerz sollte verhindert werden.

Die anfänglichen Behandlungsmöglichkeiten bestehen aus:

  • Inhalation hoher Sauerstoffkonzentrationen (obwohl dies nicht funktioniert, wenn der Kopfschmerz gut konsolidiert ist).
  • Injektion von Triptanen, zum Beispiel Sumatriptan (Imigran), Zolmitriptan (Zomig) und Rizatriptan (Maxalt), die üblicherweise auch bei Migräne angewendet werden.
  • Infiltration mit Lidocain, einem Lokalanästhetikum, direkt in die Nasenlöcher.
  • Man kann Koffein verabreichen.

Die Verhinderung einer nächsten Cluster-Kopfschmerzattacke kann erfolgen durch:

  • Kalziumantagonisten (zum Beispiel Verapamil, Diltiazem, Nifedipin, Nicardipin),
  • Prednison (Decortin),
  • Antidepressiva,
  • Lithium (Lithiumcarbonat),
  • Fenobarbital, Valproinsäure und Topiramat (häufig zur Behandlung von Epilepsie verwendet).

 

Prävention des Cluster-Kopfschmerzes

Die Episoden des Cluster-Kopfschmerzes können über Jahre auseinanderliegen und man kann keine neue Episode voraussehen, das kann kein täglich eingenommenes Medikament garantieren.
Eine Änderung der Lebensweise kann dazu beitragen, die Gefahr eines erneuten Auftretens des Cluster-Kopfschmerzes auf ein Minimum zu reduzieren.
Das Rauchen aufzuhören und den Alkoholgenuss zu minimieren kann zu einer Verminderung künftiger Episoden führen.