Symptome bei Kahnbeinfraktur

Die Symptome bei Kahnbeinfraktur werden durch den Bruch eines Handgelenkknochens, der zwischen Speiche (lat. Radius, ein Unterarmknochen) und Daumen liegt, hervorgerufen.
Das Kahnbein, auch Skaphoid genannt, ist ein kurzer Knochen und hat eine unregelmäßige Form, ähnlicher einer Bohne.

Die genaue Position des Knochens kann man bei abgespreizten Fingern erkennen: zwischen Daumenbasis und Unterarm treten zwei Faserstränge hervor, in deren Mitte sich das Speichengrübchen (Schnupftabakgrube) befindet; in diesem Bereich liegt das Kahnbein.

 

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Passive Mobilisation und Stärkung des Kahnbeins nach der Fraktur.

Der innere Teil des Knochens hat eine abgerundete Form; er artikuliert über den Kahnbeinhöcker (Tuberkel) mit dem großen Vieleckbein.
Das Kahnbein ist der Handwurzelknochen, der am häufigsten Frakturen erleidet, weil er bei einem Sturz als erster am Boden aufprallt und an einer Stelle liegt, wo viele äußere Kräfte zusammenlaufen.
Etwa 90% der Knochenverletzungen des Handgelenks betreffen das Kahnbein, das eine grundlegende Rolle für die Stabilität und Dynamik der Hand  spielt; die anderen 7 Handwurzelknochen werden dagegen nur selten beschädigt.
Betroffen sind hauptsächlich junge Leute, die körperliche und sportliche Tätigkeiten ausüben.
Bei jedem Trauma und jedem Sturz, der eine Verstauchung des Handgelenks verursacht, muss eine Verletzung des Kahnbeins vermutet werden.
Sportler können sich das Kahnbein bei einem Sturz mit dem Motorrad, Fahrrad, beim Rollschuhlaufen, Fußball, Basketball, Handball usw. brechen; häufig wird dabei auch das Handgelenk verrenkt.
Die Gefahr einer Skaphoidfraktur liegt darin, dass sie eine Pseudoarthrose entwickeln kann, wenn sie nicht angemessen behandelt wird. Die Auswirkungen können lange anhalten, dazu gehören Schmerzen, Instabilität, Kraft- und Beweglichkeitsverlust, sowie eine veränderte Dynamik der Hand.
Zu den gefährlichsten Verletzungen gehören verschobene Brüche mit Verrenkung (Luxation) des Knochens.
Ein Kahnbeinbruch ist deshalb kompliziert, weil dieser Knochen fast überall von Knorpel umgeben ist; das Knorpelgewebe ist schlecht durchblutet und somit sind zur Bildung des Knochenkallus nur wenige Nährstoffe verfügbar.
Das Trauma kann auch die Nerven, Arterien und Bänder verletzen, besonders die Bandverbindung zwischen Kahnbein und Mondbein, das SL-Band.

 

 

Wie bricht das Kahnbein?

KahnbeinfrakturEin Kahnbeinbruch entsteht durch direkte Gewalteinwirkung, beispielsweise durch einen Sturz auf die nach hinten überstreckte Hand, also die Position, die die Hand beim Fangen eines Gegenstandes einnimmt.

Dieser Frakturtyp nimmt in der Orthopädie eine wichtige Rolle ein, weil die Bruchheilung Schwierigkeiten bereitet. In der Vergangenheit wurde bei fast der Hälfte der Patienten kein ausreichender Knochenkallus gebildet, um die Läsion zu heilen.

Bei einem Trauma wird das Kahnbein komprimiert und proximal (körpernah) durch die Speiche stabilisiert; der distale (körperferne) Teil, also der Kahnbeinhöcker, muss dagegen den Stoß aufnehmen, ohne Halt bei anderen Knochen zu finden.

Es bildet sich ein fester Hebelpunkt zwischen zwei parallelen Kräften, die auf die Knochenenden einwirken.

Der zerbrechlichste Bereich ist der Kahnbeinhals, d.h. der Übergang, der den Knochenkörper mit dem Höcker verbindet; an dieser Stelle treten die meisten Skaphoidfrakturen auf.

Der Kahnbeintuberkel ist der distale Teil des Knochens und wird gut durchblutet; hier kommt ein Bruch relativ selten vor, aber wegen der besseren Blutversorgung wird der Knochenkallus hier leichter gebildet als an der proximalen Seite.

 

 

Was sind die Symptome bei einem Kahnbeinbruch?
Zu den Symptomen der Skaphoidfraktur gehören starke Schmerzen, Schwellung am Handgelenk in der Vertiefung zwischen Speiche und Daumen.
Die Bewegung von Handgelenk und Daumen bereiten Schmerzen.
Die Alltagstätigkeiten sind stark eingeschränkt, weil viele Bewegungsabläufe der Hand Schwierigkeiten bereiten: das Ballen einer Faust, das Drehen der Hand (z.B. beim Ergreifen eines Tür- oder Fenstergriffs, das Einschenken eines Glas Wassers), das Anheben von Gegenständen usw.

 

Wie erfolgt die Diagnose eines Kahnbeinbruchs?

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Kahnbeinbruch.

Junge und aktive Menschen, die ein Trauma erleiden und daumenseitig Schmerzen und eine Schwellung am Handgelenk aufweisen, sollten wegen Verdacht auf Kahnbeinverletzung gründlich untersucht werden.
Wenn ältere Menschen hinfallen, bricht das Kahnbein äußerst selten, in der Regel sind Elle und Speiche betroffen.
Die klinische Untersuchung sieht eine Axialkompression des Daumens zum Handgelenk vor; treten hierbei starke Schmerzen auf, ist der Test positiv zu bewerten.
Als Diagnosebestätigung wird eine Röntgenaufnahme angefertigt, auf der Knochenverletzungen gut sichtbar sind; in manchen Fällen kann auch eine CT-Untersuchung oder Magnetresonanztomographie notwendig sein.
Es ist wichtig zu wissen, dass bei den bildgebenden Diagnoseverfahren die Frakturlinie am Tag des Unfalls ggf. noch nicht erkennbar ist; daher ist es sinnvoll, zwei bis drei Tage abzuwarten.
Die Röntgenaufnahmen erfolgen in verschiedenen Ebenen:

  • Frontalebene mit zur Elle geneigtem oder neutral stehendem Handgelenk;
  • lateral;
  • Schrägaufnahme bei 45°.

Nicht alle Brüche lassen sich auf dem Röntgenbild erkennen, deshalb wird häufig eine CT-Untersuchung vorgenommen, die auch Mikrofrakturen anzeigt bzw. eine MRT, die zwar nicht das ideale Verfahren zur Beurteilung von Knochenverletzungen darstellt, aber beispielsweise ein kleines, frakturtypisches Ödem am Kahnbein abbildet.
In letzter Instanz kann schließlich eine Knochenszintigraphie durchgeführt werden, wenn der Arzt das als notwendig erachtet.

 

Wie wird eine Kahnbeinfraktur behandelt?
Die Behandlung von Kahnbeinfrakturen gehört zu den umstrittensten medizinischen Fragen.
Das Problem dieses Knochens liegt darin, dass er ohne angemessene Behandlung in 30 % der Fälle wegen unzureichender Kallusbildung eine verzögerte Konsolidierung und Algodystrophie verursacht; die Folgen sind Schmerzen und Instabilität.
In Extremfällen kann sich das Krankheitsbild bei im Proximalbereich verschobenen Brüchen mit Komplikationen in Richtung Nekrose und Zelltod entwickeln.
Handelt es sich um einen unverschobenen Bruch, wird sich der Orthopäde für eine konservative Behandlung entscheiden und Handgelenk und Hand eingipsen; diese Ruhigstellung dauert 6 bis 12 Wochen.
Viele Ärzte schließen auch Daumen und Ellbogen in den Gipsverband ein.
Für die Rückkehr zum normalen oder fast normalen Gesundheitszustand ist die Magnettherapie wichtig, die noch mit Gips begonnen werden kann; außerdem sind Rehabilitation und Bewegungstherapie sinnvoll.
Die Hälfte der Patienten mit verschobenem Kahnbeinbruch entwickelt eine Pseudoarthrose, auch bei korrekter und unverzüglicher Diagnose und Therapie; deshalb wird heute meist eine operative Behandlung vorgezogen.
Ein Bruch wird dann als verschoben definiert, wenn die Knochenstücke um mehr als 1 mm von der maximalen Übereinstimmung abweichen.
Eine Operation empfiehlt sich aus folgenden Gründen auch bei offenen oder durch Verrenkung (Luxation) begleitete Brüche:

  • kürze Ruhigstellungsphase;
  • schnellere Heilung und Rückkehr zu Beruf und Sport;
  • Verhütung negativer Auswirkungen, insbesondere Algodystrophie.

Eine Fraktur im proximalen Abschnitt des Kahnbeins wird chirurgisch versorgt, weil die Durchblutung in diesem Teil nicht ausreichend ist, um den Prozess zur Bildung des Knochenkallus in Gang zu setzen.
Da in der überwiegenden Mehrheit der Fälle bei Kahnbeinfraktur operiert wird, sollte man sich so bald wie möglich für den Eingriff entscheiden und nicht erst wochen- oder monatelang abwarten; auf diese Weise kann die Rückkehr zu den Alltagstätigkeiten schneller und mit weniger Schmerzen erfolgen.

 

Was geschieht bei der Operation?

Der chirurgische Eingriff besteht in der Osteosynthese, d.h. die beiden Knochenteile werden mit Hilfe einer winzigen Schraube (Herbert-Schraube) miteinander vereint; die Schraube dient der Stabilisierung des Bruchs und hält die Knochenfragmente zusammen.
In der Regel müssen Kirschner-Drähte zu Hilfe genommen werden, die die Bruchstücke zusammenhalten, wodurch eine korrekte Einrichtung des Bruchs erfolgen kann.
Die zur Fixierung verwendete Schraube muss in der Knochenmitte eingeführt werden; bei einer Positionierung am Knochenende könnte die vollständige Heilung des Patienten ausbleiben.
Der Krankenaufenthalt ist kurz, der Patient muss in der Regel nur eine Nacht im Krankenhaus verbringen.
Die Operation dauert etwa 20-30 Minuten und wird bei lokaler Betäubung durchgeführt, wobei das Betäubungsmittel in die Nähe der Nerven, die in der Achselhöhle verlaufen, eingespritzt wird (Plexusanästhesie).
Der Hautschnitt ist sehr klein, knapp 1 Zentimeter lang; nach dem Eingriff kann die Wunde mit nur 3 Stichen genäht werden.
In einigen Fällen, besonders bei Trümmerbrüchen (mit zahlreichen Bruchstücken), wird eine Knochenverpflanzung vorgenommen; die Implantate werden der Hüfte oder Speiche entnommen.
Eine gezielte Durchtrennung zu Korrektur des Kahnbeins (Korrekturosteotomie) erfolgt dann, wenn der Knochen unregelmäßig zusammenwächst und seine Form nicht mit den anderen Knochen und Handwurzelstrukturen harmoniert.