Knochenschmerz

Knochenschmerz hat viele Ursachen: von einer einfachen Fraktur bis hin zu schwerwiegenden Krankheiten, wie Infektion des Knochens (Osteomyelitis), Hypothyreose (die Schilddrüse arbeitet zu wenig) und Knochentumor.

 

Schmerzen am Oberschenkelknochen

Ursachen
Einige der häufigsten Ursachen für Schmerzen am Oberschenkelknochen sind:

Knochenschmerz
Knochenschmerz
  1. Bruch des Hüftknochens
  2. Osteoporose nur bei einer Fraktur
  3. Bursitis an der Hüfte
  4. Arthrose an der Hüfte (zwischen Oberschenkelknochen und Becken)
  5. Rheumatismen wie rheumatoide Arthritis
  6. Aseptische Nekrose
  7. Osteomyelitis
  8. Toxische Synovitis
  9. Tendinitis
  10. Diskushernie am Rücken (zwischen den Lendenwirbeln)
  11. Infektionen
  12. Deformation oder Verzerrung
  13. Knochenverkalkungen oder andere Anomalien der Hüfte
  14. Angeborene Hüftdysplasie
  15. Hüftschmerzen während der Schwangerschaft

Die meisten Frauen verspüren während der Schwangerschaft Hüft- und Schambeinschmerzen, vor allem im letzten Schwangerschaftsdrittel.


Diese Nebenerscheinung ist in der Schwangerschaft sehr häufig und äußerst lästig.
In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft setzt der Körper ein Hormon mit dem Namen Relaxin frei.
Dieses Hormon entspannt und lockert die Gelenke und die Beckenmuskeln und bereitet so den Körper der Frau auf den Geburtsvorgang vor.
Die Muskeln und Bänder reagieren unterschiedlich auf das Vorhandensein von Relaxin und können dabei schmerzen.
Auch die Veränderung der Körperhaltung während der Schwangerschaft kann Hüftschmerzen verursachen.
Man kann im Schlaf ein Kissen zwischen die Beine und unter den Bauch legen: auf diese Weise kann der Hüftschmerz gelindert werden.
Auch während der Stillzeit können Schmerzen an den Gelenken auftreten, da das vom Körper produzierte Hormon Oxytocin zu einer größeren Flexibilität der Gelenke führt und diese somit weniger stabil sind.
Flankenschmerzen sind ein häufiges Symptom bei vielen Läufern. Es gibt mehrere Faktoren, die beim Laufen Schmerzen verursachen können:

  1. Art des Untergrunds
  2. Länge der Schritte
  3. Art des Schuhwerks

Knochenschmerzen in der Hüftregion treten oft aufgrund von Verletzungen auf.
Eine Entzündung der Gelenke kann bei längerem Sitzen oder bei sportlichen Aktivitäten Schmerzen verursachen.

 

Schmerzen in den Armknochen

Schmerzen in den Armknochen beeinträchtigen den Alltag einer Person.
Einige Ursachen für Schmerzen in den Armknochen

Knochenbruch
Der Bruch eines Knochens verursacht stechende Schmerzen.
Der Knochen kann auch nach Jahren noch schmerzen, wenn sich das Wetter ändert (zwei Tage bevor es regnet oder schneit).


Knochentumor
Es gibt zwei Arten von Knochentumoren: gutartige und bösartige.
Knochentumoren befallen vor allem die Enden der langen Knochen an Armen und Beinen. Die häufigsten sind:

  • Osteosarkom
  • Chondrosarkom
  • Andere Tumore aus der Familie der Ewing-Sarkome

Der chronische Schmerz am Oberarmknochen ist eines der häufigsten Symptome bei Knochenkrebs.

Tendinitis
Wenn sich die Sehnen entzünden, kommt es zu einer lästigen und schmerzhaften Erkrankung: der Sehnenscheidenentzündung (Tendinitis).
Meist entzündet sich die Sehne an dem Punkt, an dem sie am Knochen ansetzt.
Muskel- und Sehnenschmerzen verspürt man bei Bewegung und beim Dehnen, während der Knochen auch schmerzt, wenn man sich nicht bewegt.
Ein natürliches Heilmittel ist unter anderem Ruhe.

Verletzungen des Plexus brachialis
Die Verletzung des Plexus brachialis bei Verkehrsunfällen ist die häufigste Ursache für Nervenschmerzen im Arm, die mit Knochenschmerzen verwechselt werden können.

Morbus Paget
Bei dieser Erkrankung steigt der Calciumspiegel über den Normalwert und verursacht Knochenschwellung und -schmerzen.
Die meistbetroffenen Knochen sind:

  1. Beckenknochen,
  2. Schädelknochen,
  3. Oberschenkelknochen,
  4. Schienbein,
  5. Oberarmknochen.


Andere Erkrankungen
Schwache Schulterknochen verursachen vor allem im Arm Schmerzen.
Andere Krankheiten, die Schmerzen an den oberen Gliedmaßen verursachen können, sind:

  • rheumatoide Arthritis,
  • Rhizarthrose oder Arthrose der Hand (betrifft das Gelenk zwischen dem großen Vieleckbein und dem ersten Mittelhandknochen),
  • multiple Sklerose,
  • saisonale Grippe (verursachen diffuse Schmerzen in Knochen, Gelenken und Muskeln),
  • Post-Zoster-Neuralgie.

In den meisten Fällen sind Schulterschmerzen Muskel- oder Sehnenschmerzen.
Manche Leute glauben, dass eine Klimaanlage, Kälte oder Feuchtigkeit Knochenschmerzen verursachen können.
In Wahrheit handelt es sich jedoch um eine Muskelverspannung, insbesondere des Trapezius.

 

Schmerzen in den Beinknochen

Es gibt verschiedene Erkrankungen und Störungen, die Knochenschmerzen verursachen können:

  • Calciummangel oder Vitamin-D-Mangel schwächen den Bewegungsapparat.
  • Verletzungen und Knochenbrüche sind die häufigsten Ursachen für Knochenschmerzen.
  • Eine Osteomyelitis (Knocheninfektion) manifestiert sich durch Symptome wie Schwellung, Rötung des infizierten Bereichs und Fieber.
  • Muskelermüdung wird oft mit Knochenschmerzen verwechselt.
  • Die Sichelzellanämie ist eine Erbkrankheit und verursacht starke Knochenschmerzen.
  • Osteoporose (d.h. die Abnahme der Knochendichte) verursacht einen Mineralstoffmangel und tritt oft bei älteren Frauen auf.
  • Auch ein Primärkrebs, der sich im Knochen entwickelt, verursacht Schmerzen.
  • Ein im Knochen verbreiteter Tumor ist eine unkontrollierte Zellwucherung und kann sowohl ein Primärtumor, als auch eine Knochenmetastase sein.
  • Arthrose und Gicht verursachen Entzündungen und schwere Gelenkschmerzen, vor allem in den Knien.
  • Hormonschwankungen während des Eisprungs und in der Menopause.
  • Kniegelenksarthrose verspürt man vor allem nach dem Aufwachen und nach Belastung.
  • Gutartige Tumoren (Osteoid-Osteom) an Oberschenkelknochen und Schienbein verursachen auch nachts starke chronische Schmerzen.
  • Eine Bursitis der Hüfte (Entzündung des Gelenkschleimbeutels) schmerzt in den unteren Extremitäten.

Die Beinschmerzen können in Ruhe, im Schlaf oder bei der Arbeit auftreten.
Eine schnelle und angemessene Behandlung hilft, die Schmerzen in den Beinen in kurzer Zeit zu lindern.
Ständige „Beinschmerzen“ beeinträchtigen sowohl den Alltag von jungen Sportlern, als auch von älteren Menschen.

 

Krücken,SchmerzenUrsachen für Schmerzen im Brustbein

Das Brustbein ist der Mittelknochen der Brust, an dem die Rippen zusammentreffen.
Das Brustbein schützt die inneren Organe des Körpers, wie Herz und Lungen, vor Verletzungen.

Was verursacht Schmerzen im Brustbein?
Auch wenn Schmerzen im Brustbein unter den Symptomen in Verbindung mit Brustschmerzen aufgelistet sind, unterscheidet sich doch der wahrgenommene Schmerz von Lungen- oder Herzschmerzen (Herzinfarkt und Angina pectoris).

Costochondritis
Eine Entzündung der Rippenknorpel, die das Brustbein mit den Rippen verbinden, ist eine der häufigsten Ursachen für Brustbeinschmerzen.
Die Schmerzen verstärken sich beim Husten oder tiefen Einatmen.
Der Schmerz kann leicht mit einem ähnlichen Schmerz bei Lungen- oder Herzproblemen verwechselt werden.

Sodbrennen
Dieses Gefühl ist irritierend und wird vor allem im unteren Bereich des Brustbeins verspürt.
Der Schmerz ist brennend und strahlt oft bis zum Hals und in den Rachen aus.
Gastroösophagealer Reflux (Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre) verursacht häufig Sodbrennen.


Verletzungen des Sternoklavikulargelenks
Das Sternoklavikulargelenk (SC) ist eine anatomische Struktur, die Brustbein und Schlüsselbein verbindet.
Ein Trauma an diesem Gelenk verursacht je nach Ausmaß leichte bis starke Schmerzen.
Genau genommen kann eine vordere oder hintere Diastase (Separation) des SC-Gelenks unerträgliche Schmerzen am Brustbein verursachen.

Pleuritis
Die Entzündung der dünnen Membran, die die Lungen und die inneren Brustwände umschließt, wird Pleuritis genannt. Pneumonie, Tuberkulose und andere Lungenkrankheiten können eine Pleuritis verursachen.

Trauma des Schlüsselbeins
Schlüsselbeinbrüche kommen relativ häufig vor. Sie können bei der Geburt auftreten oder die Folge eines Sturzes oder Unfalls sein.

Brustbeinfraktur
Eine weitere Ursache für Brustbeinschmerzen ist eine Fraktur aufgrund eines Traumas. Das Brustbein kann brechen, wenn ein harter Gegenstand mit einer entsprechenden Kraft direkt auf den Knochen trifft.

 

Ursachen von Schmerzen in den Fußknochen

Die Fußknochen können aufgrund von Frakturen schmerzen, vor allem die Ferse und der fünfte Mittelfußknochen.
Der vordere Teil des Fußes kann von zwei besonders schmerzhaften Knochenerkrankungen betroffen sein:

  • Hallux valgus ist eine Verformung des ersten Mittelfußknochens und kann aufgrund der Reibung der Großzehe gegen den Schuh eine Bursitis verursachen;
  • Eine Metatarsalgie ist eine Entzündung der Köpfe der Mittelfußknochen.

 

Schmerzen am Schädelknochen


Ein Schädeltrauma kann leichtgradig sein oder eine Fraktur verursachen.
Ein starker Schlag kann eine Gehirnblutung, neurologische Ausfälle, Kopfschmerzen und Symptome an Nase, Ohren und Augen verursachen.
Nicht-traumatische Nackenschmerzen werden meist von Verspannungen der Hinterhauptmuskeln verursacht.

 

Andere Ursachen für Knochenschmerzen

Brustbeinschmerzen sind auch ein Symptom nach einem offenen chirurgischen Eingriff am Herzen, da dabei das Brustbein von den benachbarten Muskeln getrennt wird. Weitere Ursachen für Brustbeinschmerzen sind nachfolgend aufgelistet:

  1. Überanstrengung der Muskeln im Brustbereich
  2. Übermäßige sportliche Aktivität
  3. Gebrochene Rippen
  4. Knochenkrebs
  5. Brustkrebs
  6. Osteomyelitis des Brustbeins (Entzündung durch eine Infektion des Knochens oder des Knochenmarks)

 

Die häufigsten Ursachen von Knochenschmerzen bei Kindern

Bei Kindern können Knochen- und Gelenkschmerzen von vielen Krankheiten verursacht sein:

  1. Lupus
  2. Lyme-Krankheit
  3. Osteomyelitis
  4. Leukämie
  5. Osteosarkom,
  6. Septische Arthritis
  7. Synovitis
  8. Juvenile rheumatoide Arthritis
  9. Knochenbruch

 

Osteoporose und Hyperparathyreoidismus

Wer an Hyperparathyreoidismus (Funktionsstörung der Nebenschilddrüsen) leidet, bei dem könnte der Calciumgehalt der Knochen sinken und somit deren Struktur subtiler werden.

Die Symptome umfassen Frakturen und das Schrumpfen der Körpergröße aufgrund des „Einbruchs“ von Wirbelkörpern.
Das geschieht, wenn übermäßiges PTH (Parathormon) produziert wird und die Resorption hoher Calciummengen aus dem Knochen erfolgt, wodurch die Knochen geschwächt werden.
Osteoporose tritt auf, wenn Untersuchungen hohe Calciumwerte im Blut ergeben und über längere Zeit im Knochen kein ausreichendes Calcium vorliegt. Meist betrifft sie Frauen in der Menopause.

Osteoporose verursacht keine Schmerzen, erhöht aber das Risiko von Knochenbrüchen.
Der Arzt überprüft Anzeichen von Osteoporose über eine Knochendichtemessung.
Bei dieser Untersuchung wird die Dichte des Calciums im Knochen gemessen.
Das Gerät verwendet besondere Röntgenvorrichtungen.