Urtikaria oder Nesselsucht – Behandlung und Diät

Therapie der Urtikaria

Pharmaka
Zu den Pharmaka, die nach den empfohlenen Richtlinien zur Behandlung der Urtikaria verwendet werden, gehören:

  • Kortikosteroide (zum Beispiel Betnesol oder Urbason),
  • Cremes, die Diphenhydramin und Pramoxin enthalten.


Die beste Behandlung bei dieser Erkrankung ist es, die auslösenden Faktoren zu kennen und zu vermeiden.

Wie bereits erwähnt, heilt die Urtikaria wahrscheinlich von allein. Wenn sie aber häufig auftritt, muss ein Arzt aufgesucht werden, der:

  • einige Untersuchungen veranlasst, um die Ursache der Erkrankung festzustellen,
  • eine Behandlung anordnet.

Die Behandlung umfasst:

  • Antihistaminika zur Minderung des Hautausschlags,
  • Weglassen von Nahrungsmitteln, die Urtikaria auslösen.

Wichtig ist, ein Tagebuch über die Dinge zu führen, die das Kind an dem Tag, an dem sich die Störungen zeigten, getan und gegessen hat.
Nach und nach kann man die wirklichen Ursachen eingrenzen und entsprechend darauf reagieren.

 

Natürliche Heilmittel bei Urtikaria

Handelt es sich um eine idiopathische Urtikaria, können natürliche Antihistaminika gegen Urtikaria verabreicht werden.
Unter diesen sind die lokalen Anwendungen von:

  • Aloe vera,
  • Galmei-Pulver,
  • Ribes nigrum,
  • Echinacea,
  • Öl mit Vitamin E.

Eine gesunde Ernährung mit Nährstoffen, die die Effektivität des Immunsystems verbessern, ist von wesentlicher Bedeutung.
Die wichtigste Substanz in der Nahrung ist das Vitamin C.


Salicylate
Salicylate sind natürliche Verbindungen, ähnlich dem Aspirin, die in verschiedenen pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen.
Man kann versuchen, diese Lebensmittel zu reduzieren, doch man kann sie nicht ganz vermeiden.
Nahrungsmittel, die Salicylate enthalten, sind:

  • Tomaten
  • Zucchini
  • Erdnüsse
  • Erdbeeren
  • Gewürze
  • Orangen
  • Himbeeren
  • Tee

Einige einfache Hausmittel, zum Beispiel eine lauwarme Dusche, können den Juckreiz und das brennende Gefühl mildern, die diese Krankheit verursacht.
Auch Cremes und Lotionen mit Menthol oder Campher können die Beschwerden lindern.

 

Diät und Ernährung bei Urtikaria

Häufig kennen die Ärzte die Ursachen von chronischen Erkrankungen wie Urtikaria nicht, aber die meisten Menschen, die zu einer natürlichen Ernährung übergehen (eventuell unterstützt durch Fastenkuren), können ihren Zustand verbessern oder vollständig genesen, ohne Medikamente.

Die Diäten mit den besten Ergebnissen sind:

1. Blutgruppendiät – eine Ernährungsform die von der Blutgruppe der jeweiligen Person abhängig ist.
Dr. D´Adamo ist ein Naturheiler, der diese Diät entwickelt hat, nachdem ihm die Reaktion einiger seiner Patienten auf bestimmter Nahrungsmittel aufgefallen war. Nach dieser Theorie entwickeln Angehörigen einer Blutgruppe nach dem Genuss einiger Nahrungsmittel Symptome und Krankheiten, während andere Personen mit derselben Art der Ernährung keine Probleme hatten.
Es herrscht die allgemeine Auffassung, dass die Ernährung nur die Verdauungsorgane beeinflusst, in Wirklichkeit jedoch kann sie in jedem Organ des Körpers Symptome hervorrufen.
Beispielsweise kann eine Person mit der Blutgruppe 0 praktisch jede Art von Fleisch essen, weil der Säuregehalt in ihrem Magen erhöht, sollte aber folgende Lebensmittel einschränken oder ganz darauf verzichten:

  • Obst,
  • Milch,
  • Tee,
  • Knoblauch.

Angehörige der Blutgruppe A haben einen niedrigen Säuregehalt im Magen und dürfen somit Getreide essen; nach dem Verzehr von rotem Fleisch dagegen können Gesundheitsprobleme auftreten.


2. Vegane Diät mit einem hohen Rohkostanteil – empfohlen vom Hygienismus.
Der Hygienismus vertritt eine sehr naturverbundene Lebensweise und Ernährung.
Tiere:

  1. leben an der frischen Luft,
  2. kochen das Essen nicht,
  3. tragen keine Kleidung,
  4. sich täglich körperlich aktiv.

Dieser Lebensstil steht in krassem Gegensatz zu dem eines Menschen, der in der Stadt lebt; die Folgen sind Stress und Krankheiten.
Die vegane Rohkost-Diät umfasst:

  • rohes Gemüse (vor allem grünes Blattgemüse und Kohl),
  • frisches Obst,
  • Schalenfrüchte (Haselnüsse, Mandeln, Pistazien, Walnüsse usw.),
  • gekeimte Getreide und Samen,
  • Kartoffeln,
  • Hülsenfrüchte (mindestens 15-17 Stunden in Wasser einweichen).

Diese Nahrungsmittel verhindern Fermentation und Fäulnis im Darm, die Bildung von Toxinen ist also erheblich reduziert.
Die Abfallstoffe der Verdauung werden durch das Blut zu allen Organen transportiert, auch zur Haut.

Um die Ansammlung von Toxinen zu vermeiden, muss man:

  • natürlich Essen,
  • Sport treiben und schwitzen, weil der Körper die Abfallstoff über den Schweiß ausscheidet,
  • weite Kleidung aus Naturfasern tragen, weil auch die Haut atmen muss.


3. Steinzeitdiät (Paleo-Ernährung) – basiert auf Nahrungsmitteln, die die Natur bietet; zu vermeiden sind also:

  • verarbeitete Lebensmittel,
  • konservierte Lebensmittel,
  • angebaute Lebensmittel: Getreide und Hülsenfrüchte,
  • Milch und Milchprodukte.

Diese Ernährungsform sieht vor, nur dann zu essen, wenn man Hunger hat, ohne feste Uhrzeiten.

Die Steinzeitdiät umfasst:

  • Nahrungsmittel pflanzlichen (Obst, Gemüse, Samen usw.) und tierischen Ursprungs (Eier, Fleisch und Fisch),
  • Kartoffeln,
  • gesunde Öle (wie Olivenöl).

 

Wie lange dauert sie? Wie ist die Prognose für Patienten mit Urtikaria?

Gewöhnlich bessert sich die Urtikaria mit der Zeit.

Trotzdem ist es nicht möglich vorauszusehen, wie lange ein solches Problem bestehen bleibt.
In vielen Fällen ist es möglich, die Krankheit durch das Vermeiden von sie provozierenden Substanzen und durch die Einnahme von Antihistaminika zu kontrollieren.