Sonnenbrand

Sonnenbrand ist eine Erkrankung, die ein Erythem und Schwellungen auf der Haut wegen übermäßiger Sonneneinstrahlung, insbesondere ultravioletter Strahlen (UV), verursacht.
Die Verbrennung kann sich auch als Folge des Kontakts zu anderen UV-Lichtquellen, wie Solarium oder Bräunungslampen, zeigen.

Auf Zellniveau verursacht die Verbrennung mikroskopische Veränderungen in der Haut.

Langwierige Auswirkungen wiederholter Sonnenbrände sind Faltenbildung und ein erhöhtes Krebsrisiko der Haut, insbesondere das Melanom (der gefährlichste Typ von Hautkrebs).

Fährt man in den Urlaub, muss man besonderes Augenmerk auf Gesicht und Kopfhaut von Kleinkindern und Erwachsenen mit schütterem Haar legen, da schnell ein Sonnenbrand oder eine leichte Verbrennung entstehen kann.
Der Kopf ist der den Sonnenstrahlen am meisten ausgesetzte Körperteil und ist weniger geschützt. Es ist also leicht möglich, einen Sonnenbrand schon während eines normalen Spaziergangs zu bekommen.
Die Haut um den Nasenbereich ist sehr zart und kann sich schnell häuten. Daher ist es empfehlenswert, eine Sonnenschutzcreme zu benutzen, auch wenn man sich nicht am Strand aufhält.
Während der Schwangerschaft bekommt man leicht einen Sonnenbrand auf dem Bauch, da dort die Haut empfindlicher ist, auch wenn sie gut mit Sonnencreme geschützt wird.

Nach einem Meeresurlaub können sich weiße Flecke auf der Haut zeigen.
Dieser Verlust der Hautfarbe kann eine normale Pigmentverminderung nach Sonnenbräunung oder durch einen Pilz verursacht sein, der Pityrosporum orbiculare heißt und eine Infektion verursacht, die Pityriasis versicolor genannt wird.

Die Lippen können ebenso wie der restliche Körper verbrennen, denn sie haben eine sehr zarte Haut und enthalten wenig Melanin.
Ein weiterer Unterschied zur Haut ist der Mangel an Talgdrüsen, die sie befeuchten. So haben sie eine größere Wahrscheinlichkeit auszutrocknen und rissig zu werden.

 


Auf Blasen achten

Bilden sich Blasen, dann ist die Verbrennung bereits schwerwiegend.
Bereiten sie Beschwerden und befinden sich in einem kleinen Bereich, kann man sie entleeren.
Die Blasenhaut sollte nicht entfernen werden. Es schmerzt dann weniger und das Risiko einer Infektion ist geringer, wenn keine Luft mit den empfindlichen Nervenenden in Kontakt kommt.
Vor der Blasenentleerung eine Nadel sterilisieren, indem sie über eine Flamme gehalten wird.
Dann die Blase an der Seite einstechen und vorsichtig oben drauf drücken, um die Flüssigkeit auszudrücken.
Dieses dreimal in den ersten 24 Stunden vornehmen.

 

Was sind Anzeichen und Symptome eines Sonnenbrandes?

Die ersten Anzeichen für einen Sonnenbrand können erst nach ein paar Stunden festgestellt werden.
Die volle Wirkung auf der Haut kann auch erst nach etwa 24 Stunden auftreten.

Unter den möglichen Symptomen sind:
1. rote Haut, die schmerzt und überhitzt ist;
2. Blasen, die sich nach einigen Stunden oder Tagen bilden;
3. Fieber;
4. Schüttelfrost;
5. Übelkeit;
6. Hautausschlag,;
7. Juckreiz auf der Haut;
8. Gesichtsschwellung oder Schwellungen an den sonnenverbrannten Stellen (das ist ein Symptom für Entzündung);
9. Sonnenbrand an den Beinen (kommt öfter bei Surfern vor) kann ein Hinken oder Schwierigkeiten beim Beugen der Knie verursachen;
10. Schälen der Haut an den verbrannten Stellen einige Tage nach dem Sonnenbrand.

In der Zeit, in der sich die Haut rötet und zu schmerzen beginnt, ist der Schaden angerichtet.
Die Schmerzen verschlimmern sich während 6 bis 48 Stunden nach Sonnenexposition.
Im Falle einer schwerwiegenden Verbrennung können sich Bläschen und Blasen auf der Haut bilden.


Vorsicht bei Pharmaka
Einige Pharmaka erhöhen die Sonnenempfindlichkeit und verursachen eine Dermatitis, die dem Sonnenbrand ähnelt.
Antibiotika, Tranquilizer und Antipilzmittel können Hautausschläge verursachen.
Dieselbe Reaktion kann durch die Antibabypille, Diuretika, Diabetesmedikamente und manche Sonnencremes verursacht werden.
Immer den Arzt bezüglich potentieller Nebenwirkungen von Arzneimitteln, die eingenommen werden, befragen.

 

Was tun bei Verbrennungen?

Die Behandlung des Sonnenbrandes ist darauf ausgerichtet, an zwei Seiten anzugreifen:
1. Entzündung und Rötung der Haut verringern,
2. Schmerz lindern.

Arzneimittel
Um den Verbrennungsschmerz zu lindern, kann der Arzt Analgetika (Aspirin) oder Entzündungshemmer (zum Beispiel Ibuprofen) verschreiben.

Im Folgenden sind einige Hausmittel aufgelistet

Wasser
Das Erste, was zu tun ist, ist die Kühlung der Haut mit frischem Wasser über 20 Minuten.
Ein kühles Flanell auf die betreffende Stelle legen, um die Haut abzukühlen.
Diese alten Hausmittel sind sowohl im Falle von Sonnenbrand nützlich als auch im Falle von Verbrennungen mit kochendem Wasser.
Viel trinken ist zur Erfrischung hilfreich und ersetzt das durch Schwitzen verloren gegangene Wasser.
Es beugt auch einer Dehydrierung vor.
Vermieden werden muss das Trinken von Alkohol, weil er die Dehydration begünstigt.

Ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt bleiben
Reichlich Wasser und andere Flüssigkeiten trinken, um nicht dehydratisiert zu sein.
Sonneneinstrahlung vermeiden.

Wird eines der folgenden Anzeichen bei Sonnenbrand beobachtet, sollte ein Arzt gerufen werden:

  1. Fieber von mindestens 39 Grad;
  2. Schüttelfrost;
  3. starke Schmerzen;
  4. Blasen vom Sonnenbrand, die mindestens 20% des Körpers bedecken;
  5. Zeichen von Dehydration: trockene Haut, Durst, verminderter Harndrang, Schwindel, Müdigkeit.

Flüssigkeitszufuhr
Nach einem Wochenende in der Sonne ist Wasser unerlässlich, vor allem nach einer Verbrennung.
Flüssigkeiten sind notwendig, um den Körper nach Aufenthalt in der Sonne zu rehydrieren. Man kann reichlich koffeinfreien Eistee mit Pfefferminze trinken, um Antioxidantien aufzunehmen.

 

Womit den Sonnenbrand bedecken? Naturheilmittel

Aloe vera
Dicksaft oder Gel der Aloe vera können Schmerzen und Rötung bei Sonnenbrand lindern.
Aloe vera bewirkt eine Verengung der Blutgefäße. Die dicken Blätter der Aloe-Pflanze einfach einritzen und das Gel direkt auf die Verbrennung auftragen.
5- bis 6-mal am Tag über mehrere Tage wiederholen.
Besitzt man keine Aloepflanze im Haus, kann man das Aloe Gel in der Apotheke kaufen, im Kühlschrank kühlen und dann auf die Haut auftragen.

Diese Lebensmittel auf leichte Verbrennungen auftragen.
Einige Zutaten aus der Küche können bei großen Sonnenbränden helfen.

Hafermehl. Trockenes Hafermehl in Gaze oder Leinwand einschlagen.
In eine Wanne mit kaltem Wasser eintauchen. Das Tuch entfernen und das Hafermehl auf die Haut auftragen.
Alle 2-4 Stunden anwenden.

Fettarme Milch. 1 Tasse fettarme Milch mit 4 Tassen Wasser vermischen, dann ein paar Eiswürfel hinzugeben.
15-20 Minuten auf die Stellen mit dem Sonnenbrand auftragen; alle 2-4 Stunden wiederholen.

Maisstärke. Eine ausreichende Menge Wasser zur Herstellung eines Maisbreis nehmen.
Diesen direkt auf die sonnenverbrannten Hautstellen auftragen.

Kopfsalat. Die Blätter des Kopfsalates in Wasser kochen.
Abgießen und die Flüssigkeit für mehrere Stunden in den Kühlschrank stellen. Wattebällchen in der Flüssigkeit tränken, etwas ausdrücken und die gereizten Hautstellen sanft bestreichen.

Joghurt. Auf alle sonnenverbrannten Bereiche Joghurt auftragen. Danach unter einer kalter Dusche abspülen, die trockene Haut leicht massieren.

Teebeutel. Wenn die Augenlider verbrannt sind, in kaltem Wasser eingeweichte Teebeutel auflegen um Schwellung und Schmerz zu lindern.
Tee enthält Gerbsäure, die den Verbrennungsschmerz zu lindern scheint.

 

Sonnenbrand,Brandwunde,VerbrennungCreme bei Sonnenbrand

Umschläge sind wohltuend und bringen vorübergehend Erleichterung, doch können sie die Haut austrocknen, wenn nicht sofort danach ein feuchtigkeitsspendendes Produkt aufgetragen wird.
Die Haut abtrocknen und dann ein paar Tropfen Öl auftragen.
Eine Minute einwirken lassen, danach eine Creme oder eine Lotion (zum Beispiel Hautschutz von Eucerin) auftragen.

  • Empfehlung: Feuchtigkeitscreme im Kühlschrank aufbewahren, um eine bessere Linderung zu erzielen.
  • Lindern mit Hydrokortison: Reizungen und Entzündungen mit lokal wirksamer Lotion, Öl oder Spray lindern, das 1% Hydrokortison enthält, zum Beispiel Hydrokortison Hexal 1,0%.
  • Umschläge mit Salzwasser oder warmem Tee kühlen besser, als ein kaltes Getränk.
  • Pfefferminzöl auf die sonnenverbrannte Haut auftragen, solange die Blasen bestehen.
    Aufgebrühten Pfefferminztee einem lauwarmen Wannenbad zusetzen, um damit den Sonnenbrand etwas zu lindern.
  • Reinen oder verdünnten Apfelessig auftragen, um den Sonnenbrand zu lindern.
  • Ätherisches Öl von Johanniskraut zur besseren Heilung auf die Verbrennung auftragen, wenn die Haut noch intakt ist.
    Das hat nicht nur eine entzündungshemmende, sondern auch eine antivirale und antibakterielle Wirkung.
  • Ein wirksames Mittel ist Olivenöl, das den Heilungsprozess stimuliert. Es sollte jedoch nicht direkt nach dem Entstehen des Sonnenbrands aufgetragen werden, um eine Verschlimmerung zu vermeiden.
  • Epsonsalz oder Backpulver in Wasser aufgelöst mit einem sauberen Stofftuch auf die betroffene Haut auftragen.
  • Die sonnenverbrannte Haut in Kamillen- oder Ringelblumen-Tee baden.

 

Kartoffeln

Kartoffeln reiben und auf die verbrannte Haut auflegen. Die Stärke erfrischt und lindert die Verbrennung.

Linderung von Brandschmerz. Die stärkereichen Verbindungen der Kartoffel helfen, den Schmerz des Sonnenbrandes zu lindern.

Behandlung bei Verbrennung: eine rohe Kartoffel in Scheiben aufschneiden und damit den am meisten schmerzenden Teil des Sonnenbrands bestreichen.
Für eine intensiveres Behandlung die rohe, kalte Kartoffel reiben und auf die Haut auflegen.

 

Ernährung und Diät

Der Verzehr der richtigen Nahrungsmittel hilft auch bei der Linderung von Sonnenbränden.

Um dem dehydrierenden Effekten einer Verbrennung entgegenzuwirken, ist reichliches Trinken von Wasser ein gutes Mittel.
Auch das Wasser, das in Früchten enthalten ist, kann dabei nützlich sein.
Zum Beispiel enthält eine große Scheibe einer Wassermelone vergleichsweise mehr als 1 Tasse Wasser. Sie ist auch eine gute Quelle für Lycopin, das vor Krebs schützt.
Leichte Speisen verzehren, denn eine ausgewogene Ernährung verhilft der Haut, sich zu regenerieren.

 

Sonnenbrände bei Kindern, was tun?

Wichtig ist, kein Öl auf einen frischen Sonnenbrand aufzutragen, weil das die Situation verschlimmert.
War das Kind bekleidet, während es einen Sonnenbrand bekam, und sind die Kleider trocken und an der Haut anliegend, darf man sie nicht entfernen.

 

Sonnenbrand,Brandwunde,VerbrennungWann vergeht der Sonnenbrand? Prognose

Die Heilungszeit eines Sonnenbrandes hängt von der Dauer, die man in der Sonne zugebracht hat, und vom Hauttyp des Patienten ab.
Leichte Verbrennungen dauern nur ein bis zwei Tage. Man kann aus dem Haus gehen, wenn die Kleidung den Körper ausreichend bedeckt.
Beachtliche Sonnenbrände (ohne Blasenbildung), die sich in tropischen Gebieten leicht ereignen, können auch 10 Tage lang andauern.

 

Dem Sonnenbrand vorbeugen

Hier einige Ratschläge, um die Haut sicher zu schützen, wenn man im Freien ist.

Sonnenstrahlen sind am stärksten zwischen 10 und 16 Uhr.
Wenn man während dieser Zeit nicht im Haus sein kann, sollte man sich wenigstens im Schatten aufhalten.

Die richtige Kleidung tragen.

Sobald man im Freien ist, Kleidung tragen, die vor Sonneneinwirkung schützt, zum Beispiel:
1. einen Hut mit einer Krempe tragen, die Gesicht, Kopf, Hals und Ohren schützt;
2. langärmeliges Hemd und lange Hose;
3. Sonnenbrille mit UV-Schutz, die die Augen schützt.

Sonnenschutzcreme benutzen. Mit wenigstens 1 g Sonnencreme mit hohem Lichtfaktor die Haut schützen, die der Sonne ausgesetzt ist.
Das bedeutet, sowohl Sonnenschutzmittel gegen UVB-Strahlen, als auch gegen UVA –Strahlen zu benutzen.

Der Sonnenschutzfaktor sollte wenigstens 30 betragen.
Folgende Tipps zur Anwendung von Sonnenschutzcreme befolgen:
1. Die Creme etwa 30 Minuten vor dem Ausgehen auftragen.
2. Auch an bewölkten Tagen die Sonnenschutzcreme benutzen, denn die UV Strahlen durchdringen die Wolkendecke.
3. Alle zwei Stunden – oder öfter, wenn man stark schwitzt oder schwimmen geht – die Creme auftragen.