Rote Haut oder Rötung

Rote Haut (oder Rötung) kann unangenehm sein, doch es gibt verschiedene Möglichkeiten, etwas dagegen zu tun.
Eine der besten ist, sich an einen Dermatologen zu wenden, der helfen kann, die Ursache der Hautrötung zu finden.

 

Ursachen für rote Haut oder Rötung

Betrachten wir zuerst einmal die häufigsten Ursachen:

1. Klimawechsel. Die Hautrötung kann sowohl im Winter wie im Sommer auftreten. Im Winter sind die Ursachen:

  • Kälte
  • Temperaturschwankungen (Kälte-Wärme)

Wenn die Außentemperatur sinkt und die Heizung in geschlossenen Räumen stark aufgedreht ist, kann man eine Veränderung der Haut aufgrund der geringen Luftfeuchtigkeit beobachten.
Während der Winterzeit leiden vor allem Menschen mit trockener Haut, weil diese empfindlicher ist.

Im Sommer kann sich die Haut aus verschiedenen Gründen röten, dazu gehören:

  • Sonnenbrand,
  • Sonnenallergie,
  • starkes Schwitzen (Miliaria, auch Schweißbläschen oder Hitzepickel genannt).

2. Allergie. Verschiedene Substanzen in Parfums, Konservierungsmitteln usw. können allergische Reaktionen der Haut hervorrufen.
Nahrungsmittelallergien können sich manifestieren als:

  • Hautrötung,
  • Entzündung,
  • Brennen auf der Haut.

Besteht der Verdacht einer Allergie, sollte für einen Epikutantest der Dermatologe aufgesucht werden, um die zu vermeidenden Inhaltsstoffe und reizenden Substanzen zu bestimmen.

3. Rosacea. Die Symptome von Akne rosacea sind:

  • rote Flecke im Gesicht,
  • Brennen,
  • erweiterte Blutgefäße im Gesicht,
  • Bildung von Pusteln, vor allem auf der Nase,
  • Vergrößerung der Talgdrüsen (die als gelbliche Erhebungen erscheinen).


Andere weniger häufige Ursachen:

  1. Schwangerschaft: in der Regel hat eine schwangere Frau eine viel trockenere Haut und tendiert zur Hautrötung aufgrund des hormonellen Ungleichgewichts.
  2. Mykosen, besonders zwischen den Fußzehen und im Intimbereich, können verursachen:
    • Juckreiz auf der Haut ,
    • Irritationen.
  3. Melanom: ein Hauttumor, kann eine Rötung der Haut um das Muttermal verursachen.
  4. Rasieren und Wachsbehandlung: Rasierer und Depilation reizen die Haut und können Rötung und kleine Pickel verursachen. Dieser Hautausschlag ist vorübergehend und vergeht innerhalb von 24 Stunden.
  5. Insektenstiche, vor allem von Mücken, Wespen und Bienen, können eine rote und geschwollene Haut verursachen.
  6. Strahlentherapie: die Haut kann sich in dem betreffenden Bereich röten.
  7. Hitzewallungen, eine häufige Reaktion bei Frauen in der Menopause

 

Was ist bei Rötung zu tun?

1. Stärkung der Hautbarriere.
Wenn es häufig zu Rötungen und Reizungen kommt, kann man gegen die Entzündung angehen, indem man die natürlichen Abwehrkräfte der Haut stärkt.
Anwendung topischer Inhaltsstoffe wie:

  • Ceramide,
  • Phytosterole,
  • Glycerin
  • Stearinsäure,
  • Hyaluronsäure.

2. Pflegeprodukte für die Haut sorgsam wählen.
Zu den Nahrungsergänzungsmitteln und Pharmaka gegen rote Haut gibt es:
· Niacinamide
· Licochalcone A
· Schwefel
· Sulfacetamid
· Salicylsäure

Doch wenn es sich um Rötung handelt, müssen störend empfundene Produkte vermieden werden:

  • Benzoylperoxid – das ist eine wirksame Substanz gegen Akne, kann aber Nebenwirkungen hervorrufen, wie:
    • Hautrötung,
    • Brennen,
    • Juckreiz.
  • Alpha-Hydroxy-Säure (AHA), wie auch Milchsäure und Glykolsäure, können zu aggressiv für eine gerötete und sehr empfindliche Haut sein.
  • Minzeprodukte, Pfefferminzöl, Zimtöl und Menthol sind häufige Ursachen für Rötung und Reizung bei empfindlicher Haut.
  • Vitamin C kann bei lokaler Anwendung Rötung verursachen. Dieses hervorragende Antioxidans sollte nur oral angewendet werden.
  • Creme mit Hydrokortison oder anderen Steroiden: diese Produkte können Nebenwirkungen hervorrufen, wie die allergische Kontraktdermatitis, die verursacht:
    • Hautausschläge,
    • Juckreiz,
    • Brennen.
  • Vermeiden von Schleifprodukten: grobe Peeling-Produkte zur Hautreinigung sind für empfindliche Haut zu aggressiv und verschlimmern den Entzündungsverlauf.

Im Fall von Rosacea ist es wichtig, alles zu vermeiden, was die Rötung verschlimmern kann. Darunter fallen:

  • Rauchen,
  • Koffein,
  • heiße und scharfe Speisen.

3. Professionelle Behandlung wählen: Schönheitsbehandlungen für die Haut können sensible Haut zusätzlich reizen, vor allem bei denjenigen, die an Rosacea leiden, beispielsweise:

  • Gesichtsreinigung,
  • Mikrodermabrasion,
  • heißes Wachs,
  • Sauna,
  • türkisches Bad.

Bestimmte dermatologische Verfahren können sehr effektiv bei der Behandlung von chronisch geröteter Haut sein.
Vaskuläre Behandlungen (Sklerotherapie, Verödung) können rasch das Problem geplatzter Äderchen lösen.

Hausmittel bei roter Haut oder Rötung

Rote Haut oder rote Flecke auf der Haut können auch aufgrund von Entzündungen bei trockener, von Allergenen gereizter Haut und bei Akne entstehen.

Rote Haut kann behandelt werden mit:

  • Honig
  • Gurke
  • Beutel von Schwarztee oder Kamille (fermentiert)
  • Aloe vera

Gurke
Gurkenscheiben können direkt auf die roten Flecke aufgelegt werden, um:

  • zu kühlen,
  • zu beruhigen,
  • die Rötung abzuschwächen.

Man kann auch eine einfache Maske herstellen, indem eine Gurke und eine Tasse Hafermehl oder Joghurtgemixt werden.

Aloe vera
Ein anderes natürliches Mittel gegen rote Haut ist eine Maske aus Aloe vera.
Joghurt mit dem Aloe-Gel mischen mischen, um eine zähe Paste herzustellen.
Das Gemisch für 20 Minuten auf die Haut auftragen und dann mit lauwarmem Wasser abspülen.

Honig
Honig hat natürliche entzündungshemmende Eigenschaften. Man kann es daher mit einer Honigmaske auf der Haut versuchen.
Zuerst die Haut mit warmem Wasser abspülen, dann Honig auf die geröteten Stellen auftragen und für etwa 10 Minuten einwirken lassen, dann wieder entfernen.
Wenn die Haut durch extreme Trockenheit gerötet ist, kann man es auch mit einer Maske aus dem Fruchtfleisch einer Avocado versuchen, um sie feucht zu halten.
Man sollte keinen Honig auf gerötete Haut auftragen, wenn die Ursache ein Sonnenbrand oder eine Verbrennung ist.

Hafermehl
Hafermehl ist ein anderes natürliches und entzündungshemmendes Mittel.
Ein Bad mit Hafermehlzusatz ist nicht nur feuchtigkeitsspendend bei trockener Haut, sondern kann auch Entzündungen, die gerötete Haut verursachen, verringern.

 

Natürliche Heilmittel bei Sonnenbrand

Aloe vera und Essig
Ist die Haut aufgrund eines Sonnenbrandes gerötet, kann eine Mischung aus Aloe vera, weißem Essig und Apfelessig nützen.
Zu den alten Hausmitteln gibt es folgende weitere Möglichkeiten, um eine sonnenverbrannte Haut zu beruhigen:

  • Kartoffel (rohe Scheiben)
  • Lavendelöl
  • Gekühlter Tee (Kamille ist besonders beruhigend)
  • Gurkenscheiben

Kokosöl
Ein hervorragendes Mittel ist Kokosöl, das die von Sonne gerötete Haut durch seine antioxidativen und antibakteriellen Eigenschaften beruhigen kann.
Reines Kokosöl ist das beste Mittel bei Sonnenbrand.
Auch wenn der genaue Wirkmechanismus unbekannt ist, wird es oft in der ayurvedischen Medizin eingesetzt.

Es wird angenommen, dass Kokosöl vom Bindegewebe der Hautzellen absorbiert wird und vor Schäden durch UV-Strahlung schützt.
Es darf jedoch nicht als Sonnenschutzmittel verwendet werden.

 

Rote Haut bei Neugeborenen

Die Haut eines Neugeborenen ist jeder Art von Hausausschlag ausgesetzt. Glücklicherweise sind die meisten Hautreizungen harmlos und vergehen wieder von selbst.

Häufige Hautausschläge bei Neugeborenen

Neugeborenenakne
Rote Pickel oder die „Neugeborenenakne“ sind durch das Einwirken mütterlicher Hormone verursacht, als sich das Kind noch im Uterus befand.
Eine Therapie ist nicht erforderlich, denn sie vergehen im Laufe der Zeit.
Die Neugeborenenakne kann über Wochen und sogar Monate auf der Haut des Babys bestehen.

Toxisches neonatales Erythem
Das toxische Erythem ist ein anderer häufiger Hautausschlag bei Säuglingen.
Die roten und leicht erhabenen Flecke mit schlecht definierten Rändern können im Zentrum einen kleinen weißen oder gelblichen Punkt haben.
Die Ursache ist unbekannt, es handelt sich jedoch nicht um eine Erkrankung.
Das toxische Erythem heilt ohne Behandlung nach einigen Tagen oder Wochen.

Seborrhoische Dermatitis oder Milchschorf
Trockene und schuppende Haut auf dem Kopf kann man bei fast allen gesunden Kleinkindern beobachten.
Die darunter befindliche Haut ist:

  • völlig normal,
  • weich
  • und feucht.

Tritt nach der zweiten Lebenswoche auf und vergeht in der Regel nach drei Monaten.

Milien
Die weißen Pünktchen auf Nasenflügeln und Gesicht (Milien) werden durch blockierte Talgdrüsen verursacht. Sobald sich die Talgdrüsen der Kinder in wenigen Tagen oder Wochen erweitern und öffnen, verschwinden die weißen Pünktchen wieder.

Angiom des Neugeborenen
Das Angiom des Neugeborenen (auch „Storchenbiss“ an Nacken) ist eine einfache Verdickung der Blutgefäße, das von selbst nach wenigen Wochen oder Monaten wieder vergeht.

 

Anatomie der HautRote Haut nach Schorfbildung

  • Die Haut ist ein elastischer Körperteil. Ein Schnitt in der Haut beginnt unverzüglich zu heilen, indem ein Blutkoagel (Blutgerinnsel) gebildet wird, um weiteren starken Blutverlust zu vermeiden.
  • Ein Blutkoagel entsteht, wenn die Blutplättchen verschiedene Eiweißstoffe abgeben.
    Diese Eiweißstoffe bilden ein „Netz“, das die Blutzellen aus dem Körperinneren auffängt.
    Während dieser Phase verengen sich die Blutgefäße, um den Blutfluss zu verringern und die Gerinnung zu erleichtern.

Wenige Stunden danach
Wenige Stunden nach der ursprünglichen Verletzung beginnen sich die Hautzellen zu teilen, um die Lücken, die durch die Verletzung entstanden sind, zu schließen und eine Kruste zu bilden.
Bei tieferen Einschnitten kann dieser Prozess durch eine Naht unterstützt werden, welche die Haut während des Gerinnungsprozesses zusammenhält.

Wenige Wochen später
Nach ein oder zwei Wochen fällt der Schorf ab und hinterlässt eine neue, frische Haut. Die Haut unter dem Schorf ist rot und bildet eine Hautvertiefung.
Die Haut bildet sich schnell aus, denn sie hat regenerierende Kollagenfasern.
Die zur Heilung notwendige Zeit nach dem Schorfabgang ist von Person zu Person verschieden.
Faktoren, die die Dauer geröteter Haut beeinflussen, sind:

  1. Anzahl der Blutblättchen im Körper;
  2. Medikamenteneinnahme von Coumadin, einem Blutgerinnungshemmer;
  3. bestimmte Krankheiten wie Diabetes;
  4. der Wundbereich, zum Beispiel dauert es an weniger durchbluteten Stellen länger, etwa außen am Gesäß (wo man den Knochen spürt) oder am Schienbein.

Gewöhnlich heilt eine Wunde komplett in 2-3 Wochen, doch ist es möglich, dass die Hautröte nach Abfall des Schorfes erst nach mehr als einem Jahr völlig vergeht.

 

Warum wird die Haut nach einer Tätowierung nicht wie vorher?

Professionelle Tätowierungen entstehen durch ein Durchstechen der Haut, um die Tintentröpfchen in die Haut zu injizieren.
Die Epidermis ist durch die Zellregenration ständig in Bewegung.
Dadurch, dass Tinte in die gesamte Haut eingebracht wurde und nicht nur in die Epidermis, bleibt das Motiv bestehen und permanent in seiner Form erhalten.

 

Rote und trockene Haut

Rote und trockene Haut sieht man häufig im Gesicht wo die Haut dünner und der Sonne sowie anderen reizenden Substanzen ausgesetzt ist, vor allem:

  • um den Nasenbereich,
  • am Kinn,
  • an den Wangen.

Trockene Gesichtshaut wird leicht rissig, rau und schuppend.

Ursachen von trockener Gesichtshaut
Unter den Ursachen, die das natürliche Fett in der Haut verringern, sind:

  • exzessiver Gebrauch von Wasser und Seife,
  • kalte Temperaturen,
  • Kontakt mit aggressiven chemischen Substanzen,
  • verschiedene dermatologische Krankheiten, wie Ekzem und Kontaktdermatitis,
  • häufiges Waschen mit Seife entfernt natürliche Fette aus der Haut und macht sie trocken und rau.

Heilmittel bei trockener und geröteter Haut
Der beste Weg, trockene Haut zu behandeln, ist die Feststellung der Ursache.

  • Die Verwendung von zu heißem Wasser beim Duschen trocknet die Haut aus. Es ist also besser, häufiges Duschen zu vermeiden und lauwarmes Wasser zum Waschen zu verwenden.
  • Eine Feuchtigkeitscreme zur Bekämpfung trockener und schuppender Haut auftragen.
    Feuchtigkeitscremes, die Inhaltsstoffe wie Ceramide, Sheabutter, Jojobaöl und Niacinamid enthalten, sind die beste Lösung.

 

Diät und Ernährung bei Rötung

Laut Hygienismus (gesunde und natürliche Lebensweise) wird die Rötung durch die Ansammlung von Toxinen im Blut verursacht.
Der Körper kann Abfallstoffe der Verdauung ausscheiden über:

  • Urin,
  • Stuhl (Durchfall führt zu einer schnelleren Abgabe der Abfallmaterials),
  • Atemwege (durch Husten und Schleim),
  • Mund (durch Erbrechen)
  • Haut (durch die Bildung von Pickeln, Psoriasis usw.).

Manche Menschen sammeln die Toxine auf Höhe der Haut, in der Folge kann eine Rötung entstehen.
Um diesen Hautanzeichen vorzubeugen, empfehlen Hygieniker den Verzehr von pflanzlichen, vorzugsweise ungekochten Nahrungsmitteln:

  • saftiges Obst und Schalenfrüchte,
  • Gemüse,
  • gekeimte Getreide, denn bei der Keimung werden die Phytate (die die Nährstoffaufnahme verhindern) beseitigt.
  • Hülsenfrüchte – sie müssen einen ganzen Tag in Wasser eingeweicht werden,
  • gekochte Kartoffeln.