Molluscum contagiosum oder Dellwarze

Molluscum contagiosum wird durch ein Virus aus der Familie der Pockenviren verursacht.
Es gibt 4 Virentypen, genannt MCV, von MCV-1 bis MCV-4.

MCV-2 ist dasjenige, das Erwachsene betrifft, doch kommt es am seltensten vor.
Die Übertragung kann auf verschiedene Weise erfolgen.

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Die Infektion ist bei Kindern häufig und tritt auf, nachdem sich ein Kind an der Haut verletzt hat. Häufig befällt Molluscum contagiosum Gesicht, Hals, Achseln, Arme und Hände, doch man kann es überall am Körper vorfinden, außer auf Hand- und Fußflächen.
Selten befällt es die Schleimhäute wie Mund, Zunge und den Genital- oder Schambereich.
Diese Erkrankung kann sich durch den Kontakt mit kontaminierten Gegenständen wie Spielsachen, Kleidungsstücken und Handtüchern verbreiten.
Das Virus verbreitet sich auch durch Geschlechtskontakt.
Die Läsionen an den Genitalien können mit Herpes oder Warzen verwechselt werden.
Im Gegensatz zu den Wunden von Herpes sind diese Läsionen jedoch schmerzlos.
Bei Menschen mit Immunschwäche (aufgrund einer Erkrankung wie AIDS) können sich die Viren sehr rasch ausbreiten.

 

Ansteckung

Die Ausbreitung durch die gemeinsame Nutzung von Handtüchern, Badeschwämmen oder durch Körperrangeleien ist dokumentiert.
Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt von Haut/Schleimhaut zweier Personen und durch Kontakt mit kontaminierten Gegenständen.

Eine sekundäre Ausbreitung von Läsionen kann durch Selbstinfektion erfolgen, also von einer Schürfwunde auf gesunde Hautbereiche oder mittels Rasur oder Haarentfernung übertragen werden.
Schwimmen in öffentlichen Schwimmbädern stellt einen Risikofaktor für die Übertragung von Molluscum dar.

 

Anzeichen und Symptome von Molluscum contagiosum

Die einzigen Anzeichen von Molluscum contagiosum sind hautfarbene, weiße oder rosafarbene Papeln, die auf der Haut erscheinen.
Diese Erhebungen haben einen zentralen Kern, der mit weißem, wachsähnlichem Eiter gefüllt ist.
In einigen Fällen können die Neubildungen glänzend oder „perlenartig“ aussehen.


Zu Beginn zeigt sich Molluscum contagiosum als ein sehr kleiner Fleck von der Größe eines Stecknadelkopfes.
Dieser wächst in einigen Wochen, um dann wie eine Kugel von der Größe einer Erbse oder eines Bleistiftradiergummis zu werden.
Auf der Spitze eines jeden Molluscum entwickelt sich eine kleine Delle.
MC kann entweder als einzelne Neubildung, in Gruppen oder aufgereiht auftreten.
Man kann sie fast überall auf der Haut vorfinden.
Bei Kleinkindern sieht man sie häufiger auf Brust, Bauch, Armen (einschließlich der Achselhöhlen), Beinen, in der Lendengegend, im Genitalbereich, am Anus (Analzone) und im Gesicht.
Die Genitalien sind bei Frauen in der Schwangerschaft die am meisten befallenen Bereiche.
Die Erhebungen können so zahlreich sein, dass sie Schenkel, Genitalbereich und Bauch bedecken.
Bei Erwachsenen und Jugendlichen, die geschlechtlich aktiv sind, kann man die kleinen Beulen in der Regel im Genitalbereich oder an den inneren Oberschenkeln vorfinden, nur selten treten sie um Augen und Mund auf.

Die meisten Menschen entwickeln zwischen 1 und 20 Mollusken. Sie sind gewöhnlich schmerzlos, doch gibt es unter den Symptomen auch Juckreiz, Rötung und Schwellungen. Werden die Papeln aufgekratzt, können dadurch Verletzungen entstehen und es kommt zu Schmerzen und einer Verschlimmerung der Infektion.


Sind die Mollusken schwerwiegend und gefährlich?

Diese Erkrankung ist nicht schwerwiegend und gefährlich, kann jedoch sehr unangenehm sein.

 


Wie erkennt man Molluscum contagiosum?

Die Flecke können sehr leicht von einem Arzt erkannt werden, daher müssen keine besonderen Untersuchungen vorgenommen werden. Die Auswüchse dürften nicht mit Warzen verwechselt werden, denn diese haben eine raue Oberfläche und keinen zentralen Kern.
Entzündet sich ein Molluscum contagiosum, könnte es mit einem Pickel oder Furunkel verwechselt werden.

Die Diagnose ist zweifelsfrei: man entfernt das Material aus dem Kern und untersucht es unter dem Mikroskop. Gelegentlich kann eine einzelne Läsion einen atypischen Aspekt haben. Dann sind eine Biopsie und die histologische Untersuchung erforderlich.
Man entfernt das Innere der Pustel, um das gesamte Material mikroskopisch zu untersuchen.

In der Differentialdiagnose müssen ausgeschlossen werden:
1. Kondylome
2. Warzen (verursacht durch das Papillomavirus)
3. Lichen planus
4. Xanthom
5. Angiokeratom
6. Follikulitis
7. Papulöse Urtikaria

 

Kann man Molluscum contagiosum heilen?

Gewöhnlich heilt die Erkrankung innerhalb von 6 bis 8 Monaten von allein. Manchmal kann es aber auch längere Zeit dauern. Die Flecke werden oft rot und entzünden sich.
Bevor sie wieder verschwinden, können sie kleine Narben hinterlassen.

 

Wie behandelt man Molluscum contagiosum?

Dermatologen empfehlen oft eine Behandlung bei Molluscum contagiosum. Die Behandlung hilft, folgende Komplikationen zu verhindern:

  1. Verbreitung auf andere Körperbereiche.
  2. Verbreitung auf andere Menschen.
  3. Unkontrolliertes Wachstum bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Die Therapie ist für Kinder nicht empfehlenswert, denn sie kann unerwünschte Nebenwirkungen haben. Die Hautbildungen vergehen auch ohne Therapie.

Die meisten Erwachsenen sollten sich einer medizinischen Behandlung unterziehen. Personen mit geschwächtem Immunsystem sollten immer behandelt werden, da sonst die Neubildungen nicht wieder vergehen.

Es gibt viele Behandlungsmöglichkeiten. Der Hautarzt verordnet Behandlungszyklen aufgrund verschiedener Faktoren:

  • Lebensalter
  • Gesundheitszustand
  • Lage der Flecke
  • Andere Überlegungen

Therapien, die ein Dermatologe in seiner Praxis zur Heilung von Molluscum contagiosum vornehmen kann, sind unter anderem:

  • Kryochirurgie: der Arzt vereist die Neubildungen mit flüssigem Stickstoff.
  • Kürettage: der Arzt benutzt dazu ein kleines Instrument, genannt Kürette, um damit die Erhebungen in der Haut abzutragen.
  • Gepulster Laser. Die Behandlung mit gepulstem Laser ist eine neuere Methode, um Molluscum contagiosum zu behandeln. Dazu wird ein leistungsfähiger Lichtstrahl benutzt, um die Zellen zu zerstören, die den Fleck bilden. Als Nebeneffekt hinterlässt der Lichtstrahl einen blauen Fleck, der nach ein oder zwei Wochen wieder vergeht. Die Mehrzahl der Patienten ist nach ein oder zwei Sitzungen der gepulsten Laserbehandlung geheilt.

 

Welche Salbe benutzen?

Topische Therapie (lokale Anwendung direkt auf der Haut): Der Dermatologe kann verschiedene Säuren und Lösungen auftragen, um die Papeln zu kurieren. Diese Substanzen funktionieren, indem sie die obersten Hautschichten zerstören.
Trichloressigsäure wird oft zur Behandlung bei Personen mit geschwächtem Immunsystem angewandt.

Hat ein Patient viele oder sehr große Hautneugebilde, kann der Hautarzt dieses Verfahren nach 3-6 Wochen wiederholen, solange Papeln auftreten.
Dieses Verfahren kann etwas unangenehm sein.
Weitere, vom Dermatologen verschriebene Mittel zum häuslichen Gebrauch:

  • Imiquimod. Diese Creme hilft dem Immunsystem, das Virus zu bekämpfen. Das Medikament ist sehr wirksam und kann auch zur Behandlung von chronischen Warzen und Hautkrebs verwendet werden.
  • Retinoide oder antivirale Medikamente, die auf der Haut angewendet werden. Patienten nutzen diese Arzneimittel gegen Neubildungen und nach Anweisung des Arztes.

Während der Behandlung von Molluscum contagiosum ist das Auftreten neuer Papeln normal, sobald die „alten“ verblasst sind.


Darf man den Hautauschlag bei Molluscum contagiosum aufdrücken oder aufstechen?

Eine Papel des Molluscum contagiosum darf nicht aufgedrückt oder aufgestochen werden, da sie das Virus enthält.

 


Hausmittel bei Molluscum contagiosum

Australische Zitronenmyrte
Dies ist ein gutes pflanzliches Mittel gegen Molluscum contagiosum. Man kann es vermischt mit Olivenöl anwenden und einmal täglich auf die Haut auftragen.

Teebaumöl
Teebaumöl ist das meist benutzte und zur Verfügung stehende Hausmittel, um Molluscum contagiosum zu bekämpfen.
Dieses Produkt hat sehr nützliche Eigenschaften. Es wirkt antibakteriell und antiseptisch.
Diese beiden Eigenschaften sind bei der Behandlung von Mollusken sehr wichtig.
Die Salbe ist ein wirksames, adstringierendes (die Sekretion verminderndes) Mittel, ist also
hilfreich, um das Wachstum der Läsionen zu verringern. Man kann das Öl direkt auf die infizierten Bereiche auftragen oder dem Badewasser zufügen.

Apfelessig
Von Apfelessig ist bekannt, dass er auf natürliche Weise Bakterien bekämpft. Mit dieser Flüssigkeit bekämpft man auch Molluscum contagiosum. Man benetzt einen Wattebausch mit Apfelessig und trägt ihn direkt auf die Auswüchse auf. Am Ende verbindet man die Stellen. Diese Behandlung ist bei Kindern nützlich und wird vor dem Schlafengehen empfohlen.

Knoblauch
Man trägt eine Paste auf der Basis von Knoblauch auf den infizierten Bereich auf und deckt diesen mit einem Verband ab. Vor dem Duschen wird der Verband abgelegt und man wäscht sich gründlich. Man kann auch Knoblauchkapseln einnehmen.

Vitamine
Unter den Naturheilmitteln gibt es verschiedene Kombinationen von Vitaminen. Dies ist ein gutes Mittel „aus Großmutters Zeiten“.
Man kann einen Vitaminextrakt mit Fischöl mischen und diese Kombination einmal täglich auftragen.
Die Essenz von Vitamin A und E kann in dieser Situation nützlich sein.

Jodtinktur
Man kann eine Jodtinktur zweimal täglich auftragen, um damit die Ablösung der Läsionen zu begünstigen.

 

Komplikationen bei MC

Obwohl dieser Umstand selten auftritt, können bei Molluscum contagiosum bakterielle Infektionen den Zustand komplizieren. Um das Risiko einer bakteriellen Infektion oder das Ausbreiten der Mollusken zu verringern, sollten die Papeln nicht ausgedrückt oder angestochen werden.
Man muss keine Cremes oder Lotionen auftragen, sondern es genügt, der gewohnten Hygiene nachzugehen.

Was passiert, wenn es sich nicht um Molluscum contagiosum handelt?
Molluscum contagiosum ist eine Infektion delikater Haut und ist selbstlimitierend. Ohne Behandlung kann sie mehrere Monate anhalten, heilt aber letztendlich von selbst. Die Stärke und Dauer der Behandlung sind individuell bedingt.

 

Wie lange dauert es? Prognose

Die Verletzungen, die durch Molluscum contagiosum verursacht sind, können über einige Monate bis zu wenigen Jahren bestehen bleiben. Diese Wunden heilen von selbst ohne Narben zu hinterlassen, zumindest dann, wenn man nicht stark an den betroffenen Stellen kratzt.
Der vollkommene Rückgang aller Läsionen erfolgt innerhalb von 6-18 Monaten. Die Störungen können bei immunsupprimierten Menschen länger anhalten.
Rezidive der Mollusken sind möglich.

 

Vorbeugung

Menschen mit Molluscum contagiosum sollten Geschlechtsverkehr unterlassen, um die Erkrankung nicht auf den Partner zu übertragen.
Das Kondom ist kein ausreichender Schutz vor Ansteckung, denn es lässt manche Körperstellen unbedeckt, die infiziert werden können.