Läsionen der Haut

Hautläsionen schließen jede Anomalie ein, die sich auf der Haut zeigt, von einer kleinen Abschürfung bis zu einer tiefen Wunde.

Ursachen von Hautläsionen
Verletzungen auf der Haut können von verschiedenen Hautstörungen herrühren.

 

Darunter sind:


Körperliche Störungen
Allergien gegen Nahrungsmittel/Substanzen. Häufige Allergene sind: Milch, Eier, Pollen, Gras usw.

Hautkrankheiten wie: Kontaktdermatitis, Ekzem, Psoriasis, Masern, Röteln, Windpocken, seborrhoische Keratose, Furunkulose, Ringelflechte usw.

 

Klassifikation von Hautläsionen

Die elementaren Verletzungen sind unterteilt in:

  • primäre oder ursprüngliche Läsionen, wenn sie Folge einer krankhaften Hautentzündung sind;
  • sekundäre Läsionen, wenn sie aus einer primären Verletzung hervorgegangen sind;

 

Primäre Hautläsionen sind:

Bläschen – kleine, mit klarer Flüssigkeit gefüllte Erhebungen.
Bläschen können eine Folge von Verbrennungen, Sonnenbrand, Insektenstichen, Reibungsstellen durch Schuhwerk oder viralen Infektionen (Herpes zoster) sein.

Maculae sind kleine braune, rote oder weiße Flecken.
In der Regel haben sie einen Durchmesser von etwa einem Zentimeter.

Ein Knötchen ist eine solide, vorstehende Neubildung in der Haut.
Der größte Teil der Knötchen hat einen Durchmesser von über zwei Zentimetern.

Die Papel ist eine Neubildung mit einer rauen Oberfläche.
Die meisten Papeln entwickeln sich in Gruppen und bilden Plaques.
Die Plaques treten häufig bei Menschen mit Psoriasis auf.

Die Pusteln sind kleine mit Eiter gefüllte Läsionen.
Im Allgemeinen sind sie eine Folge von Akne, Furunkeln oder Impetigo.


Hautausschläge sind Läsionen, die kleine oder große Hautbereiche bedecken.
Sie können durch eine allergische Reaktion hervorgerufen werden.
Urtikaria ist eine allergische Reaktion, die nach einen Berührung mit dem Giftsumach entsteht.

Quaddeln sind Hautläsionen, die durch eine allergische Reaktion verursacht werden. Urtikaria ist ein Beispiel für eine Quaddel.

Das Erythem ist ein gereizter und geröteter Hautbereich. Erythematöse Läsionen können unregelmäßige Randbereiche und variierende Ausbreitungsformen haben.
Die Exkoriation ist eine durch Kratzen verursachte Hautläsion, die durch Reibung gegen eine raue Oberfläche oder durch eine juckende Krankheit wie Krätze entstehen kann.

 

Sekundäre Hautläsionen

  1. Die Kruste entwickelt sich aus einer Neurodermitis oder einer Hautverletzung.
  2. Die Erosion wird durch den Verlust epidermaler Zellen hervorgerufen und kann sich aus einem Bläschen, einer Blase oder einem Knötchen entwickeln, nachdem diese aufgeplatzt sind.
  3. Die Rhagade ist eine länglich verlaufende Wunde, die bis tief in die Haut reicht.
    Blutet sie, dann hinterlässt sie Narben, wie zum Beispiel Analrhagaden.
  4. Die Ulzeration ist eine Verletzung des Gewebes, die sich bis in die Tiefe ausbreiten kann und dann in der Regel chronisch verläuft.
    Man kann zum Beispiel variköse Geschwüre beobachten, die durch tiefe Beinvenenthrombosen oder Ulzerationen bei Diabestes mellitus verursacht wurden.
  5. Die Narbe wird von fibrösem Bindegewebe gebildet und ist die Folge von Reparationsprozessen nach einer akuten Wunde oder einer Ulzeration.

Anzeichen von Hautausschlag bei HIV
Hautverletzungen können durch Krankheiten wie AIDS verursacht sein.
Die erworbene Immunschwäche oder AIDS wird durch das HIV-Virus verursacht, das das Immunsystem des Körpers schwächt.
Patienten mit AIDS entwickeln häufig Läsionen, da ihr Körper nicht imstande ist, dem Virus zu widerstehen oder es zu bekämpfen.

Hautausschläge beobachtet man vor allem aufgrund von Allergien auf bestimmte Substanzen, chemische Produkte, Kosmetika usw.
Manchmal kann das infolge einer Überdosierung von Medikamenten oder deren fälschliche Einnahme geschehen, zum Beispiel bei Hydroxyharnstoff (Siklos®), das eine Rötung und Atrophie der Haut verursachen kann.


Kutane Leishmaniose
Die häufigste Form der Leishmaniose verursacht eine oder mehrere Wunden auf der Haut. Anfangs besteht die Hautschädigung in einer kleinen roten Papel, die bis zu 2 cm im Durchmesser erreicht.
Nach einigen Wochen werden die Papeln dunkler und bilden Geschwüre mit erhabenen Rändern und zentralen Dellen.
Die Geschwüre können feucht sein und Eiter absondern oder sie sind trocken und bilden eine Kruste.
Die Wunden erscheinen nur auf der freiliegenden Haut, vor allem im Gesicht und an den Extremitäten. Die Läsionen können unmittelbar nach dem Biss einer infizierten Sandmücke entstehen oder sie können nach einer Inkubationszeit von Wochen bis Monaten Wunden hervorrufen.

Lyme-Erkrankung
Die Lyme-Erkrankung ist eine bakterielle Infektion, die durch Spirochäten verursacht wird: Borrelia burgdorferi.
Diese Erkrankung wird durch Zeckenbiss übertragen.
Die Lyme-Erkrankung verursacht eine Rötung, die sich bis zu einem halben Meter ausbreiten kann; aus diesem Grund wird sie auch als Wanderröte (Erythema migrans) bezeichnet.
Die Hautläsion ist flächig und an ihren Rändern dunkler gefärbt.

Behçet-Syndrom
Hautprobleme sind ein häufiges Symptom der Behçet-Krankheit. Die Wunden der Haut werden oft rot und können eitergefüllten Erhebungen oder einem blauen Fleck ähneln.
Die Wunden sind rot und aufgeworfen.
Sie erscheinen gewöhnlich an den Beinen und am Oberkörper. Bei manchen Menschen werden die Wunden oder Verletzungen erst sichtbar, wenn die Haut angekratzt oder angestochen wird.
Die Pusteln erinnern an eine Akne und können überall am Körper auftreten.
Dieses Ekzem wird gelegentlich auch als „Follikulitis“ bezeichnet.

Erythema nodosum: rote und schmerzhafte Knötchen, die gewöhnlich an den Beinen und Fußknöcheln auftreten. Manchmal erscheinen sie auch im Gesicht, am Hals oder an den Gliedmaßen.
Im Gegensatz zum Erythema nodosum, das durch andere Krankheiten verursacht ist (die ohne Narben verheilen), werden die Läsionen der Behçet-Krankheit oft ulzerös.

Syphilis
Die primäre Syphilis ist eine sexuell übertragbare Erkrankung, die eine weißliche Papel auf der Eichel und an der Vorhaut hervorruft, die sich zu einem Hautgeschwür weiterentwickelt.

Dermatitis herpetiformis
Diese Erkrankung ist Teil einer bullösen Hauterkrankung (wie der Pemphigus vulgaris).
Die Dermatitis herpetiformis ist ein juckender und stechender Hautausschlag mit Blasen, der auftritt, wenn die Haut auf Antikörper von im Blut zirkulierenden Glutenen reagiert.
Manche nennen sie Zöliakie der Haut, weil sie zusammen mit Zöliakie auftritt.
Auch wenn sich die Dermatitis herpetiformis überall am Körper bilden kann, sind die häufigsten Bereiche Ellenbogen, Knie, Gesäß, Rücken und Nacken.
In den meisten Fällen (doch nicht in allen) ist es eine der Hauterkrankungen, die den meisten Juckreiz verursacht.

Symptome der Dermatitis herpetiformis
Die Symptome der Dermatitis herpetiformis kommen und gehen, so zum Beispiel:
1. extrem juckende Blasen und Bläschen, vor allem an Ellenbogen, Knien, Rücken und Gesäß;
2. der Ausbruch erfolgt in gleicher Größe und Form symmetrisch auf dem Körper;
3. auf der Haut kann sie sich wie ein Ekzem zeigen;
4. manche Menschen können statt der Blasen Einschnitte aufweisen.

Windpocken
Der Hautausschlag der Windpocken beginnt am Rumpf und verteilt sich über das Gesicht und die Extremitäten.
Windpocken treten als rote Papeln von 2-4 mm Größe auf und haben einen unregelmäßigen Umriss (Rosenblatt).
Ein Bläschen mit dünner, durchsichtiger Wandung entwickelt sich auf dem geröteten Bezirk.
Diese Hautläsion ist für Windpocken sehr charakteristisch.
Nach etwa 8-12 Stunden wird der Bläscheninhalt trüb, die Blase platzt und bildet danach eine Kruste.
Die Flüssigkeit ist hoch ansteckend, hingegen hält man die Krusten nicht für ansteckend.
In der Regel fallen die Krusten nach 7 Tagen ab und hinterlassen manchmal eine Narbe, die einem Loch ähnelt.
Auch wenn die Läsion gemäß dieses Zyklus in etwa 7 Tagen komplett vergeht, ist ein anderer unverwechselbarer Hinweis für die Windpocken, dass etwa über den Zeitraum einer Woche jeden Tag neue Papeln erscheinen.
Die Kinder werden solange nicht zur Schule geschickt, bis alle Bläschen verkrustet sind.

Blut,BlutgerinnungHauterkrankungen bei Kindern
Kinder können die gleichen Probleme mit der Haut haben, wie die Erwachsenen. Säuglinge und Kleinkinder sind dem Risiko der Windeldermatitis ausgesetzt.
Aufgrund des Kontakts mit anderen Kindern und mit Keimen können Kinder Hautprobleme bekommen, die Erwachsene gewöhnlich nicht haben.

Auch wenn viele Hautprobleme der Kindheit im Alter wieder vergehen, so können sie doch ererbte genetische und bleibende Störungen der Haut sein.

Kinder sind gegenüber Hautausschlägen oder einer Urtikaria als umwelt- oder nahrungsmittelbedingte allergische Reaktion empfänglicher als Erwachsene.
Sie haben auch eine größere Wahrscheinlichkeit als Erwachsene, an eine Kinderkrankheit (Windpocken oder Masern) zu erkranken.
In den meisten Fällen sind Hauterkrankungen im Kindesalter nur vorübergehend und können mit Cremes, warmen Bädern oder spezifischen Medikamenten behandelt werden.
Unter den Krankheiten gibt es:

  1. Ekzem (Neurodermitis)
  2. Windeldermatitis
  3. Seborrhoische Dermatitis (Milchschorf)
  4. Windpocken und Masern
  5. Warzen
  6. Akne
  7. Roseola
  8. Ringelröteln
  9. Urtikaria
  10. Ringelflechte
  11. Hautausschlag durch Infektionen von Bakterien oder Pilzen
  12. Hautausschläge nach allergischen Reaktionen

 

Diabetes
Etwa ein Drittel der Diabetiker entwickeln in ihrem Leben ein Hautproblem.
Einige dieser Hautprobleme sind ausschließlich Diabetikern vorbehalten, andere treten auf, weil Diabetiker für Durchblutungsstörungen und Infektionen prädisponiert sind.
Hauterkrankungen, die durch Diabetes verursacht werden, sind:

  • Bakterielle Infektionen (Furunkel, Hagelkorn, Follikulitis und Nagelbettinfektionen)
  • Pilzinfektionen (Fußpilz und Ringelflechte, die oft zwischen den Zehen lokalisiert sind)
  • Necrobiosis lipoidica
  • Atherosklerose
  • Eruptive Xanthomatose
  • Granuloma anulare disseminatum
  • Vaskuläre Läsionen in den unteren Extremitäten (zum Beispiel diabetischer Fuß)
  • Acanthosis nigricans

Kutaner Lupus erythematodes
Lupus ist eine Hauterkrankung, die chronisch (diskoider Lupus erythematodes), subakut oder akut verlaufen kann.
Sonne verschlimmert die Probleme des kutanen Lupus.
Jeder Lupustyp verursacht unterschiedliche Hautprobleme, die im Folgenden aufgeführt sind:
1. ringförmige Läsionen (kreisförmige Flecken mit gesunder Haut im Zentrum) auf dem Gesicht und auf dem Kopf;
2. diskusförmige schuppende Bereiche;
3. rote, ringförmige Läsionen an den der Sonne ausgesetzten Stellen;
4. Haarausfall;
5. flacher Hautausschlag im Gesicht und am Körper, der einem Sonnenbrand ähnelt;
6. kutane Verkalkung;
7. kleine schwarze und purpurrote Flecken auf Händen und Füßen;
8. Wunden in der Mundhöhle und in der Nase;
9. kleine rote Flecken an den Beinen;
10. Reynaud-Phänomen;
11. Palmarerythem.

Bisse und Stiche: Insekten
Flöhe und Milben beißen den Menschen häufig, aber sie sind nicht giftig. Manchmal ist es schwierig zu beurteilen, welches Insekt den Biss verursacht hat oder ob der Ausschlag von einem Giftsumach oder einer anderen Hautkrankheit herrührt.
Im Folgenden sind die häufigsten Symptome wiedergegeben:
1. Kleine reliefartige Läsionen der Haut
2. Schmerzen und Juckreiz
3. Dermatitis (Entzündung der Haut)
4. Allergische Reaktion bei überempfindlichen Personen mit Schwellung oder Blasenbildung

Impetigo
Impetigo ist eine Infektion der obersten Hautschicht und tritt am häufigsten bei Kindern zwischen 2 und 6 Jahren auf.
In der Regel entwickelt sie sich, wenn Bakterien in einen Hautschnitt, einen Kratzer oder einen Insektenbiss eintreten.
Impetigo wird durch das Bakterium Staphylococcus aureus verursacht, sie kann aber auch durch Streptokokkus (Gruppe A) verursacht sein.
Die ersten Symptome sind rote Läsionen, die einem Pickel ähneln und von geröteter Haut umgeben sind.
Diese Wunden können überall am Körper auftreten, meist trifft man sie auf Gesicht, Armen und Beinen an.
Die Wunden füllen sich mit Eiter, zerplatzen dann nach einigen Tagen und bilden eine dicke Kruste. Juckreiz ist häufig.
Wenn die Impetigo durch Streptokokken verursacht ist, verschreibt der Arzt Antibiotika zum Einnehmen und eine antibiotikahaltige Salbe zur Anwendung auf der Haut.

 

Präkanzeröse Hautveränderungen

Bösartige Hautveränderungen sind Folge des Eindringens von Krebszellen in die Haut.
Der Tumor verursacht eine Verringerung der Blutversorgung und führt damit zum Tod des Epithelgewebes.
Die Läsion kann Folge einer primären Krebserkrankung oder einer Hautmetastase sein.
Sie kann das Aussehen eines Hohlraums, einer offene Stelle auf der Hautoberfläche, eines Knötchens oder eines Hautflecks mit landkartenartigem Muster haben.
Eine bösartige Veränderung kann sich durch schlechten Geruch, Exsudation, Blutung, Juckreiz und Schmerz darstellen, der die Lebensqualität des Patienten beeinträchtigt.

Im Fall von Brustkrebs (Mammakarzinom) können sich Hautveränderungen bilden: Papeln, subkutane Knötchen, Bläschen oder Hautausschläge.