10 Heilmittel bei Akne

Akne ist eine Hauterkrankung, die sich in verschiedenen Arten von Hautausschlägen zeigt: schwarze Punkte, Pickel, Zysten oder Knötchen.

Diese Erkrankung betrifft vor allem Jugendliche, aber auch Kinder und Erwachsene.
Die Akne, an der die meisten Menschen leiden, wird als Akne vulgaris (oder vulgäre Akne) bezeichnet.

 

Alle Verletzungen der Haut beginnen bei Akne als Mikromitesser.
Ärzte unterteilen gewöhnlich die Akne in vier Grade:

  1. Akne comedonica, gekennzeichnet durch offene Mitesser
  2. Akne papulopustulosa
  3. Akne cystica (schwerwiegende Form)
  4. Nodulozystische Akne (schwerwiegende Form).

Pusteln und Zysten kennzeichnen die Gruppe der entzündlichen Akne.

 

Welche Akneart führt zu Pickeln und Narben?

Akne comedonica oder Akne ersten Grades
In dieser Phase beginnt die Haut typische Zeichen einer Akne aufzuweisen: fettige Haut, offene Mitesser, die manchmal sehr zahlreich sind, und einige Flecken; es besteht keine Entzündung.
Akne ersten Grades tritt häufig in der Adoleszenz auf.
Viele Erwachsene haben eine leichtgradige Akne, die sich auf Stirn und Nase in Form von kleinen, schwarzen Punkten zeigt.
Hautgrieß kommt oft im Bereich von Mund und Augen vor.
Dieser Aknetyp ist allgemein einfach unter Kontrolle zu halten und Narbenbildungen können vermieden werden.
Die leichtgradige Akne kann bis in den zweiten und dritten Grad fortschreiten, wenn sie nicht behandelt wird.

Akne fällt in die Kategorie „mild“, wenn weniger als 20 Pickel oder schwarze Punkte, weniger als 15 entzündete Knötchen oder weniger als 30 Hautläsionen insgesamt vorhanden sind.
Die milde Akne wird gewöhnlich mit rezeptfreien, lokal angewendeten Medikamenten behandelt.
Es kann bis zu acht Wochen dauern, bis eine deutliche Besserung zu beobachten ist.


Akne papulopustulosa oder Akne zweiten Grades
Sie kann auf eine bestimmte Zone beschränkt sein oder diffus auftreten.
Mitesser (schwarze Punkte) und Milien (Hautgrieß) sind in großer Anzahl vorhanden. Bei der Akne zweiten Grades können eventuell größere fleckige Veränderungen auftreten.
In der Regel sind sie rot und/oder mit Eiter gefüllt und weisen offene und geschlossene Mitesser auf.
Auf der Haut gibt es eine sichtbare, leichtgradige Entzündung.
Es erscheinen häufiger Papeln und Pusteln sowie deutliche Hautauschläge.
Die Flecken (Tupfen) können in verschiedenen Gesichtsbereichen auftreten, zum Beispiel an Nase und Stirn.
Erwachsene Frauen entwickeln häufig Flecken und Hautausschläge am Kinn, an Wangen und Unterkiefer, besonders in der prämenstruellen Phase und während der Menstruation.
Ein weiterer Faktor für die Unterscheidung der Phasen bei einer leichten Akne sind für die jeweiligen Erkrankungsstadien typischen Flecken.
Die durchschnittliche Akne ist charakterisiert durch neu auftretende Flecken, abgeheilte Flecken und/oder einige Narben.

Die Akne zweiten Grades kann auch mit rezeptfreien Arzneimitteln behandelt werden.
Außer mit Salizylsäure muss eine Suspension mit Benzoylperoxid täglich oder zweimal täglich aufgetragen werden, um die Bakterien, Propionibacterium acnes, abzutöten, die die Entzündung und die Papeln und roten Pusteln verursachen.
Wenn der Patient zwischen 20 und 100 Pickel oder schwarze Punkte hat, zwischen 15 und 50 entzündete Knötchen oder 30 bis 125 Hautverletzungen insgesamt aufweist, handelt es sich um eine Akne zweiten Grades.

Akne cystica oder Akne dritten Grades
Die Akne dritten Grades ist als schwerwiegend anzusehen. Der hauptsächliche Unterschied zwischen dieser Phase und der Akne zweiten Grades ist die Schwere der Entzündung.
Die Haut ist jetzt sichtbar entzündet und gerötet.
Die üblichen Zeichen der Akne (Mitesser, rote und gelbe Pickel) sind vorhanden, jedoch ausgedehnter und ausgeprägter.
Die schwere Verlaufsform der Akne erscheint nicht nur im Gesicht, sondern greift auch auf andere Körperteile, wie Hals, Brust, Schultern und die oberen Rückenabschnitte über.
Es besteht die Gefahr der Narbenbildung.
Bei einer schwerwiegenden Akne ist es wichtig, einen Hautarzt aufzusuchen, um eine adäquate Therapie zu beginnen.

Man behandelt die Akne dritten Grades ausschließlich mit systemischen Medikamenten (in oraler Form) oder mit verschreibungspflichtigen lokalen Mitteln.
Wenn die Akne dritten Grades nicht behandelt wird, kann sie in den vierten Grad fortschreiten.

Nodulozystische Akne oder Akne vierten Grades
Der vierte Grad ist die schwerste Form.
Die typischen Anzeichen dieser Phase sind die Papeln und Pusteln der Akne.
Sie sind viel zahlreicher, diffus verbreitet und entzündet.

Patienten mit diesem Aknetyp haben oft große Zysten.
Eine Zyste ist ein mit Eiter gefülltes kugeliges Gebilde von über 5mm Durchmesser.
Neben den Zysten gibt es zahlreiche Mitesser, Papeln, Pusteln und Knötchen.
Es bestehen ein hoher Entzündungsgrad und ausgeprägte Hautausschläge.
Die zystische Akne verursacht Schmerzen auf der Haut.

Diese schwere Akne erstreckt sich über das Gesicht und kann den ganzen Rücken, Brust, Schultern und Arme befallen.
Die Infektion ist tiefgreifend und diffus verbreitet.
Leider gibt es unter den Komplikationen der Akne auch Narbenbildungen.
Es ist unumgänglich, dass eine Akne vierten Grades von einem Hautarzt behandelt wird.

Die Knötchen sind tief verwurzelt, hart und ähneln Verklumpungen.
Diese Formationen können acht Wochen lang bestehen.

 

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Varianten der Akne

Einige Aknetypen gehören nicht zu den klassischen Kategorien.
Der größte Teil von ihnen tritt selten auf, hier sind einige Beispiele aufgezählt:

Akne conglobata
Dieser Aknetyp betrifft mehr Männer als Frauen und tritt am häufigsten zwischen dem 18. und 30. Lebensjahr auf.
Sie kann in Bereichen von Knötchen, Pusteln und Mitessern oder in zuvor von Akne befallenen Zonen der Haut entstehen.
Gegen diese seltene und schwerwiegende entzündliche Akne braucht es eine aggressive Therapie. Doch auch unter der Therapie ist die Folge der Akne conglobata eine bleibende Narbenbildung.

Akne fulminans
Diese seltene Akneart verläuft aggressiv, sie ist schmerzhaft und verursacht eine ähnliche Entzündung wie die Akne conglobata.
Sie kann sehr plötzlich beginnen und gelegentlich innerhalb weniger Wochen schwerwiegende Formen annehmen.
Das Charakteristische, das die Akne fulminans von anderen Arten unterscheidet, ist die Möglichkeit, Gelenkschmerzen zu verursachen, die einer Arthritis ähneln.


Akne inversa
Diese Störung ist mit der Akne verbunden, sie befällt aber nur gewisse Schweiß produzierende Drüsen (apokrine Drüsen).
Die normalen Schweißdrüsen werden durch Wärme aktiviert, während die Elemente, die die apokrinen Drüsen anregen, Stress, hormonelle Alterationen wie der Menstruationszyklus und sexuelle Stimulation sind.
Die Akne inversa manifestiert sich unter den Achseln, an den Brustwarzen oder im Anal- oder Genitalbereich (Gesäß und Genitalien).

 

Akne rosacea
Die Akne rosacea ist eine Dermatose ähnlich der Akne juveniles, die durch folgende Symptome charakterisiert ist:
1. Rotes Gesicht,
2. Sichtbare Kapillaren im Gesicht,
3. Rote Augen,
4. Lakrimation,
5. Gelegentlich Juckreiz auf der Haut.

Akne excoriata
Die Akne excoriata entsteht, wenn die Pickel so stark gekratzt oder gequetscht werden, dass die Haut verletzt wird.

 

Akne bei Kindern und Neugeborenen

Die Neugeborenenakne (oder Akne neonatorum) kann unmittelbar nach der Geburt auftreten und dauert etwas länger als einen Monat.
Sie zeichnet sich durch rote Flecken oder rote Pickel mit einem kleinen weißen Punkt im Zentrum aus.
Sie hat einen leichten Verlauf, eine Therapie ist nicht erforderlich.

Akne infantum
Dies ist eine seltene Hautveränderung, kann aber zu Narbenbildung führen, wenn sie unbehandelt bleibt.
Die Kinder entwickeln entzündliche Hautverletzungen, besonders an den Wangen.
Gewöhnlich tritt diese Akne bei Säuglingen im 3. Lebensmonat auf.
Die Behandlung bei Kindern ist ähnlich der Behandlung von Erwachsenen, jedoch sollten Tetrazykline wegen einer Verfärbung der Zähne vermieden werden.

Akne tarda oder Erwachsenenakne
Diese Akneform kann auch Erwachsene, vor allem Frauen zwischen 30 und 45 Jahre betreffen.
Ursachen der entzündeten Furunkel bei Vierzigjährigen sind Pharmaka (Kortison oder Hormonbehandlungen) oder Stress.

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Ursachen der Akne

Mögliche Ursachen sind:

1. Zuviel von den Follikeln produzierter Talg
2. Ansammlung abgestorbener Zellen in den Poren, die zu Verengungen führen.
3. Eindringen von Bakterien in den Poren.
4. Hormone. Während der Pubertät erhöht sich der androgene Hormonspiegel bei Jungen und Mädchen, darunter vor allem das Testosteron. Diese Hormone verursachen eine vermehrte Talgproduktion in den Talgdrüsen der Haut.
5. Milch und Zucker; einige Experten glauben, dass Milchproteine und Süßigkeiten das Auftreten von Akne begünstigen.

Akne ist nicht ansteckend.

 

Ursachen der Akne während der Stillzeit?

Die Ursache kann hormonell bedingt sein, insbesondere in Verbindung mit den Hormonen, die nach der Geburt zur Normalität zurückkehren.
Die meisten Mütter haben nach der Schwangerschaft eine Akne, auch wenn sie nicht stillen.
Andere Ursachen sind Stress und Austrocknung.

 

Zehn Ratschläge bei Akne

  1. Auflegen einer Honigmaske auf das Gesicht ein- oder zweimal in der Woche. Honig hat antibakterielle Eigenschaften und ist optimal zur Desinfektion und Heilung leichter Defekte. Er ist auch schonend für empfindliche Haut.
    Manche Menschen bevorzugen eine Maske von Backpulver, die sie sich aus gleichen Teilen von Wasser und Bikarbonat herstellen.
  2. Waschen des Gesichts – man muss das Gesicht zweimal am Tag mit einer für Akne spezifischen Schwefelseife waschen.
    Wichtig ist, die Haut äußerst schonend zu waschen.
    Nicht reiben oder dabei ein grobes Tuch verwenden. Exzessives Waschen kann die Talgdrüsen in der Haut dazu stimulieren, noch mehr Talg zu produzieren und somit die Akne zu verschlimmern.
  3. Die Haare aus dem Gesicht halten.
    Wenn der Patient langes Haar trägt, sollte er sie aus dem Gesicht halten.
    Haare enthalten Öl und begünstigen Hautausschläge.
    Es wird empfohlen, die Haare täglich und nach sportlicher Betätigung zu waschen.
    Es wird auch empfohlen, den Bart gut zu rasieren, der eine Ansammlung von Talg im Wangen- und Kinnbereich begünstigt.
  4. Karotten essen, denn sie enthalten Beta-Carotin (Vitamin A).
    Vitamin A stärkt den Hautschutz und vermeidet tatsächlich Akne.
    Es hilft, die Talgproduktion zu vermindern.
    Dieses Vitamin dient hauptsächlich der Erhaltung und Reparatur des Gewebes, aus dem Haut und Schleimhaut bestehen.
    Vitamin A ist außerdem ein starkes Antioxidans, das dazu dient, den Körper von Giften zu befreien.
  5. Chrom in die Ernährung einbeziehen.
    Chrom ist auch ein hervorragendes Mittel, Infektionen auf der Haut zu heilen.
    Die tägliche Zuführung eines Chromintegrators beschleunigt die Abheilung der Pickel und verhindert weitere zukünftige Hautausschläge.
  6. Zitronensaft.
    Viele Jugendliche hatten nach dem Auftragen von Zitronensaft im Gesicht eine deutliche Besserung beobachtet.
    Der Zitronensaft muss am Abend aufgetragen und nach 2 bis 3 Stunden wieder abgewaschen werden.
    Zunächst fühlt man ein Brennen auf der Haut, und man sollte sich nach der Anwendung keiner direkten Sonnenbestrahlung aussetzen.
    Man kann auch ein Glas Wasser und Limonade trinken, um eine bessere Wirkung zu erzielen.
  7. Keine Schminke verwenden.
    Häufiges Schminken der Haut begünstigt die Verstopfung der Poren und verursacht die Zunahme von Pickeln und Mitessern.
    Wenn man Make-up benutzen möchte, sollte man zuvor ein Produkt auftragen, das auf einer Wasserbasis besteht.
  8. Mitesser und Pickel nicht ausquetschen.
    Es kann verlockend sein, doch man darf Pickel und Mitesser nicht ausquetschen, nicht an ihnen kratzen oder sie berühren. Das vermehrt die Talgproduktion. Außerdem wird beim Drücken die Membran unter der Haut verletzt, was eine Ausbreitung der Infektion und eine Zunahme des Talgs unter der Haut verursacht.
    Das Ergebnis ist eine Zunahme der Pickel.
  9. Kopfkissenbezug und Kleidung täglich waschen.
    Das Gesicht liegt für mehrere Stunden am Tag auf dem Kopfkissen.
    Das Kopfkissen absorbiert die Öle der Haut.
    In der darauffolgenden Nacht kommen Schmutz und Öl mit dem Gesicht in Berührung und verursacht erneut einen Hautausschlag.
  10. Zinkhaltige Nahrungsmittel essen.
    Zink ist eine antibakterielle Substanz und für die Talgdrüsen ein notwendiges Element.
    Eine Ernährung, die wenig Zink enthält, kann Akneausschläge verursachen.

 

Behandlung bei Akne

Orale Medikamente gegen Akne dürfen nicht während der Schwangerschaft verwendet werden, vor allem nicht während der ersten drei Monate.

Behandlungen bei Akne sind:

Cremen und Salben. Lotionen gegen Akne können das Öl trocknen, Bakterien abtöten und die Abstoßung toter Zellen begünstigen.
Rezeptfreie Salben enthalten Benzoylperoxid, Schwefel oder Acetylsäure als Wirkstoff.

Lokale Behandlungen auf ärztliches Rezept. Reagiert die Akne nicht auf eine rezeptfreie Behandlung, dann kann der Hautarzt Medikamente aus der Gruppe der A-Vitamine empfehlen:

  • Tretinoin (Vesanoid®, Retin-A®),
  • Adapalen (Differin®)

Es gibt verschiedene lokal wirksame Antibiotika, darunter Azelainsäure (Skinoren) und Clindamycin (Zindaclin 1% Gel), die die Bakterien auf der Haut töten.
Antibiotika. Für die Akne zweiten bis vierten Grades kann ein kurzer Zyklus systemischer Antibiotika erforderlich sein.
Antibiotika können Nebenwirkungen erzeugen, wie zum Beispiel Magenschmerzen, Schwindel oder Pigmentstörungen auf der Haut.

Isotretinoin. Bei tiefliegenden Zysten können Antibiotika nicht ausreichend sein. Isotretinoin (Roaccutan, Aknenormin) ist ein wirksames Medikament, das bei Vernarbungen der zystischen Akne sehr wirksam ist, ebenso bei Akne, die auf andere Behandlungen nicht reagiert.
Schwangere dürfen dieses Pharmakon nicht einnehmen.

Antibabypille-Kontrazeptiva
Orale Kontrazeptiva können bei Frauen eine Akne bessern.
„Zoely“ enthält zum Beispiel ein Östrogen (Estradiol) und ein Progesteron (Nomegestrolacetat).
Orale Kontrazeptiva können jedoch andere Nebenwirkungen hervorrufen, wie Kopfschmerzen, Brustschmerzen, Erbrechen und Depression. Die schwerwiegendste Komplikation ist eine leichte Risikozunahme für Herzerkrankungen, Bluthochdruck und das Entstehen von Blutgerinnseln.

Laser und Fototherapie
Die Lasertherapie und die Fototherapie erreichen die tiefsten Hautschichten ohne dabei die Oberfläche zu beschädigen.
Die Laserbehandlung hat das Ziel, die Talgdrüsen zu schädigen und so die Ölproduktion zu verringern.

Die Fototherapie benutzt ultraviolette Strahlen, um die Bakterien (Propionibacterium acnes) zu zerstören.
Diese Therapien können auch die Hautstruktur verbessern und die Schwere der Narbenbildung vermindern.

 

Wie lange dauert eine Akne? Wann vergeht sie wieder?

Bei den meisten bei Akne verordneten Therapien ist es möglich, dass in den ersten vier bis acht Wochen keine Resultate erzielt werden, die Haut kann sogar schlechter anstatt besser werden.
Die jugendliche Akne endet gewöhnlich um das 18. Lebensjahr.