Tendovaginitis stenosans de Quervain

Die Quervain-Krankheit (Tendovaginitis stenosans de Quervain) bezeichnet eine Entzündung der Sehnenscheide von kurzem Strecker und langem Abspreizer des Daumens.
Die Extension (Streckung) und Abduktion (Bewegung vom Zeigefinger weg) des Daumens werden hauptsächlich durch zwei Muskeln ermöglicht, die ihren Ursprung im Unterarm haben und in den ersten Finger führen: langer Daumenspreizer (Musculus abductor pollicis longus) und kurzer Daumenstrecker (Musculus extensor pollicis brevis).


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Tendovaginitis stenosans de Quervain

Die Sehnen dieser beiden Muskeln laufen in einer faserigen Hülle, welche die Aufgabe hat, die bei der Bewegung entstehende Reibung zu reduzieren.
Sehnen und  Sehnenscheiden liegen in einem Kanal, der durch die Handwurzelknochen und das Retinaculum extensorum begrenzt wird; dies ist ein quer zu den Sehnen stehendes Band, das diese im ersten Streckensehnenfach durchlaufen.
Die Entzündung der Sehnenscheide führt zu einer Vergrößerung ihres Volumens und einer Verengung (Stenose) des von den Sehnen durchlaufenden Innenraums, wodurch diese komprimiert werden.
Die Stenose, die sich im quer laufenden Bandkanal der Handwurzel (auch als erstes Streckensehnenfach bezeichnet) bildet, kann zu einem sichtbaren Höcker werden und die Bewegung der Sehen noch weiter einschränken.
Bei der Quervain-Krankheit entsteht durch die Daumenbewegung eine große Reibung, wenn die Sehne an der Innenwand scheuert, wodurch sich die Entzündung immer wieder selbst anfacht.

 

 

Was sind die Ursachen für die Quervain-Krankheit?

Die Sehnenscheidenentzündung des kurzen Streckers und langen Abspreizer des Daumens trifft hauptsächlich Frauen zwischen 45 und 65 Jahren.
Auch die Veranlagung für Tendopathien spielt bei den Handsehnenentzündungen eine große Rolle; es kann in der Tat vorkommen, dass derselbe Patient den Arzt innerhalb kürzester Zeit auch wegen Schnappfinger oder Karpaltunnel-Syndrom aufsucht.
Bei Männern tritt die Krankheit hauptsächlich bei Personen auf, die sportliche oder körperliche Tätigkeiten mit stetig gleichen Handbewegungen ausüben, was zu einer Sehnenüberlastung im Bereich von Daumen und Handgelenk führt.
Musizieren, Häkeln und Computerarbeit sind Tätigkeiten, die eine häufige Ursache für die Quervain-Krankheit darstellen.
Mütter haben nach der Geburt ein durch die Schwangerschaft bedingtes hormonelles Ungleichgewicht; dazu summiert sich die Belastung beim Hochnehmen und Halten des Babys, und so können sich die Daumensehen entzünden.
Eine posttraumatische Ursache ist zwar eher selten, aber es kann durchaus vorkommen, dass sich diese Erkrankung aufgrund eines Sturzes entwickelt.

 

Welche Symptome zeigt die Quervain-Krankheit?

Die Symptome der Quervain-Krankheit sind Schmerz, Schwellung und Ödem auf Höhe des Handgelenks, wo die Sehnenscheiden der Daumenstrecker verlaufen.
Die sichtbare Schwellung ist kein vergrößertes Knochenvolumen, wie viel Patienten annehmen, sondern entzündungsbedingte Flüssigkeit.
Wie bei jeder Tendinitis treten die Schmerzen beim Drücken auf die betroffene Stelle und beim Dehnen der Sehne auf.
Die Symptome machen sich am Handgelenk bemerkbar, aber die einschießenden Schmerzen können bis in den Handrückenbereich des Daumens reichen oder bis zum Unterarm ausstrahlen.
Die Schmerzen können auch nachts auftreten, wenn auf der Hand geschlafen wird, oder die Beschwerden verschlimmern sich am Morgen; einige Patienten klagen über ein Kribbeln im Daumen.
Besonders schmerzhafte Bewegungen sind: Drehen des Schlüssels, Öffnen einer Flasche oder Dose, Halten einer Pfanne, Wasserabgießen beim Kochen usw.

 

 

Wie erfolgt die Diagnose der Quervain-Krankheit?

Die Diagnose erfolgt hauptsächlich klinisch; der Arzt untersucht die Krankengeschichte des Patienten, die häufig die Risikofaktoren und das typische Alter für das Auftreten aufzeigt.
Dann wird er die Streckersehnen des Daumens betasten, um festzustellen, ob die Schmerzen dadurch zunehmen.
Der typische Bewegungstest zur Erkennung der Quervain-Krankheit heißt Finkelstein-Test; er besteht darin, die Hand zu einer Faust zu schließen, wobei der Daumen in der Hand unter den anderen Fingern liegt, und das Handgelenk in Richtung kleiner Finger abzuwinkeln.
Führt diese “Dehnung” der Sehnenscheiden von kurzem Strecker und langem Abspreizer des Daumens zu starken Schmerzen auf Höhe des daumennahen Bereichs des Handgelenks, ist der Test positiv.
Die Differentialdiagnose erfolgt mit anderen Skelett-Muskel-Beschwerden in diesem Bereich: Kahnbeinfraktur, RadiusfrakturArthrose zwischen Handwurzelknochen und Speiche oder Rhizarthrose.
Normalerweise reicht ein Besuch beim Facharzt (Physiater oder Orthopäde)  aus, um die Quervain-Krankheit zu diagnostizieren; dieser kann eine Ultraschall-Untersuchung anordnen, um den Zustand der Sehne besser beurteilen zu können.
Eine Röntgenaufnahme ist nur sinnvoll, um Frakturen oder durch Arthrose bedingte Entzündungen auszuschließen.

 

 

Was ist die richtige Therapie bei der Quervain-Krankheit?

Handelt es sich um erst kürzlich aufgetretene und erträgliche Schmerzen kann eine pharmakologische Behandlung mit entzündungshemmenden Mitteln begonnen werden; sinnvoll ist außerdem  die Verwendung einer Schiene oder Stützbandage zur Ruhigstellung von Daumen und Handgelenk.

Taping bei Rhizarthrose, Quervain-Krankheit, Verstauchung des Daumengelenks

Kinesio Taping bei Rhizarthrose, Quervain-Krankheit, Verstauchung des Daumengelenks

Wirkung: drainierend. Form: ein ”I”-Streifen. Länge: 15-20 cm. Den Streifen mit Hilfe eines Lochs am Daumennagel verankern. Das Band ohne Spannung bei gebeugtem Daumen anbringen und dabei dem Verlauf des Speichengrübchens folgen (kurzer Daumenstrecker und langer Daumenheranführer).

Kinesio taping,De Quervain
Sind diese Maßnahmen nicht ausreichend, können Kortison-Injektionen und die manuelle Therapie angewandt werden; letztere beseitigt die Ursache der Beschwerden.
Sind alle konservativen Behandlungsmethoden unzureichend, kann ein chirurgischer Eingriff erfolgen.
Bei einer Operation der Quervain-Krankheit wird die Sehnenscheide geöffnet und das Gewebe gereinigt.
Der Eingriff erfolgt normalerweise ambulant bei örtlicher Betäubung und dauert nur 15 Minuten.
Eine Nachbehandlung ist nicht erforderlich, wenn die Operation erfolgreich verlaufen ist und der Zustand des Patienten vor dem Eingriff  gut war.

 

Dr. Massimo Defilippo Fisioterapista Tel 0522/260654 Defilippo.massimo@gmail.com
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