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Entzündung der Beugesehnen der Hand

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Test für die Fingerbeuger

Die Entzündung der Beugesehnen der Hand ist eine akute Entzündung und wird als Tendinitis (Sehnenentzündung) bezeichnet, die chronische Form heißt Tendinose, führt zu einer Degeneration der inneren Fasern und braucht eine gewisse Zeit, um sich zu entwickeln.
Die äußere Verkleidung der Sehnen wird als Sehnenhaut (Peritendineum) bezeichnet und ist der einzige vaskularisierte Teil der Sehne, der sich entzünden kann.
Risikogruppen, die stetig die gleichen Handbewegungen ausführen, können eine Tendopathie entwickeln.
Die akute Entzündung wird Tendinitis (Sehnenentzündung) genannt; eine chronische Erkrankung dagegen, die die Degeneration der inneren Fasern zur Folge hat und eine gewisse Zeit für ihre Entwicklung benötigt, wird als Tendinose bezeichnet.
Betrifft die Entzündung die Sehnenhaut, spricht man von einer Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis oder Peritendinitis).
Auf Höhe der Hand und der Finger enden die in Ellbogen und Handfläche entspringenden Sehnen; im Bereich der Handfläche verlaufen die Beuger, auf dem Handrücken die Strecker.
Eine Entzündung am Sehnenansatz wird als Enthesitis bezeichnet.
Eine Sehnenentzündung kann posttraumatische Ursachen haben, d.h. bedingt durch Unfall, Ausrutschen, Sturz, Ballkontakt u.ä.

 

Was sind die Ursachen für eine Tendinitis der Handbeuger?

Diese Sehnenentzündungen können auf drei verschiedene Arten entstehen:

  • durch ein Trauma;
  • durch körperliche Überlastung beim Sport, bei der Arbeit, in der Freizeit;
  • durch eine stundenlang andauernde Druckanwendung, wie z.B. beim Teigkneten (selten).

Die Tendopathien der Hand- und Fingerbeuger betreffen hauptsächlich Musiker, besonders Gitarristen, Bassisten, Klavier- und Saxophonspieler.
Bei der stundenlangen Wiederholung derselben Bewegung werden die Sehnen überlastetet und erzeugen Reibung und Wärme, während sie über die anderen Strukturen der Hand gleiten: Schleimbeutel, Knochen, andere Sehnen, Bänder usw.; auf diese Weise entsteht die Peritendinitis.
Seltenere Ursache ist eine posttraumatische Entzündung bedingt durch einen Unfall, einen Sturz auf die Handfläche, einen beim Volleyball oder bei Torwartaktivitäten gestauchten Finger, usw.
Es gibt außerdem organische Erkrankung rheumatologischer Natur wie Lupus, rheumatoide Arthritis, oder auch metabolische Syndrome wie Diabetes und Gicht, die zu einer Sehnenschwäche führen können.

 

Was sind die Symptome einer Tendinitis der Handbeuger?

Das Hauptsymptom sind Schmerzen bei der Streckbewegung und beim Drücken auf die Sehne, die dann in Sekundenschnelle wie ein Messerstich auftreten.
Normalerweise bildet sich intern ein kleiner Erguss, von außen aber sind keine Anzeichen von Schwellung oder Ödem sichtbar.
Die Schmerzen sind nicht besonders stark oder unerträglich, aber auf Dauer sind sie entnervend.
Bei betroffenen Sportlern, Musikern und Hausfrauen/Hausmännern kann dieser Zustand erheblich aufs Gemüt schlagen und die Stimmung verschlechtern, weil die bevorzugten Tätigkeiten nicht mehr oder nur mit Mühe ausgeführt werden können.

 

Wie erfolgt die Diagnose?

Bei der klinischen Diagnose untersucht der Arzt den Patienten, erkundigt sich nach dessen Krankengeschichte (Anamnese), um Kenntnis über die Gefahrenfaktoren, ggf. erlittene Traumata, Berufsrisiken und ausgeübte Sportarten zu bekommen.
Er wird außerdem Bewegungstests durchführen, wobei die in den betroffenen Sehnen endenden Muskeln angespannt werden; die Sehnen werden gestreckt und die schmerzende Stelle abgetastet, um zu prüfen, ob die Schmerzen zunehmen.
Der Arzt könnte außerdem eine Ultraschall-Untersuchung anordnen, um Klarheit  über den Sehnenzustand zu erhalten und eine mögliche Entzündung, Degeneration oder Tendinose zu erkennen.
Ist die Sehne verdickt und erfolgt ein Flüssigkeitserguss, zeigt der Ultraschall eine hypoechogene Zone.

 

 

Was ist die richtige Therapie bei einer Tendinitis der Hand- und Fingerbeuger?

Die Beschwerden werden durch die Beseitigung der Ursachen geheilt, denn wenn nur die Entzündung behandelt wird, können die Beschwerden schnell erneut auftreten.
Eine Ruhigstellung in der akuten Phase ist unerlässlich, um die Situation nicht zu verschlimmern.
Liegt die Ursache der Entzündung in einer fehlerhaften Haltung (der Gitarrist könnte z.B. das Handgelenk zur Handfläche hin beugen, statt es in neutraler Stellung zu halten), ist diese zu korrigieren, um die Sehne soweit es geht zu entspannen.
Wer körperliche Tätigkeiten ausführen muss, sollte Stützbandagen oder Schienen anlegen, andernfalls ist es ausreichend, Hand und Finger ruhig zu halten.
Entzündungshemmende Arzneimittel verschaffen vorübergehend Erleichterung, beseitigen aber die Ursache nicht.
Die wirkungsvollste Physiotherapie ist die manuelle Therapie; die Hand besteht hauptsächlich aus Knochen, Sehnen, Bändern und Bindegewebe; es kommt selten vor, dass die Muskeln und andere Strukturen die Ursache für die Symptome sind, deshalb müssen Sehnen und Bindegewebe von den Adhärenzen, die sich zwischen ihnen bilden, befreit werden, um die Sehnenentzündung zu kurieren.
In auf Hände und Finger spezialisierten Reha-Zentren wird die myofasziale Manipulation angewendet.
Stretching kann in einigen Fällen bei der Heilung helfen, aber es ist zu vermeiden, dass die Symptome durch die Dehnübungen wieder aufleben.

 

Dr. Massimo Defilippo Fisioterapista Tel 0522/260654 Defilippo.massimo@gmail.com
P. IVA 02360680355

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