Symptome der rheumatoiden Arthritis

Die rheumatoide Arthritis ist eine schwerwiegende chronische, systemische, fortschreitende und autoimmune Erkrankung, die verschiedene Symptome aufweist, darunter Entzündungen an den Gelenken und an anderen Körperbereichen, doch die Ursache ist noch immer unbekannt.

Autoimmunkrankheiten sind Erkrankungen, die auftreten, wenn die Gewebe des Körpers irrtümlich vom eigenen Immunsystem angegriffen werden.


Das Immunsystem besteht aus einer komplexen Organisation von Zellen und Antikörpern, die entwickelt wurden, um Eindringlinge im Körper aufzuspüren und zu zerstören, vor allem Viren, Pilze und Bakterien.
Die rheumatoide Arthritis (RA) befällt vor allem Gelenke, kann aber auch systemische Effekte (zum Beispiel auch an den Organen) verursachen.
Folge der Erkrankung ist eine Ansammlung von Flüssigkeit in den Gelenken, was zu Gelenkschmerzen und zu einer systemischen Entzündung führt, das heißt, sie kann den ganzen Körper betreffen.

Die juvenile (oder infantile) rheumatoide Arthritis ist eine Form ähnlich der, die die Erwachsenen betrifft, doch die Betroffenen sind Kinder unter 16 Jahren.
Diese Variante kann im Laufe der Zeit von selbst wieder vergehen.

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Auch wenn die rheumatoide Arthritis verschiedene Körperbereiche miteinbeziehen kann, sind die Gelenke immer betroffen. Bei erneuter Akutisierung der Erkrankung entzünden sich die Gelenke. Die Entzündung ist die natürliche Antwort des Organismus auf eine Infektion oder andere Bedrohungen, doch bei dieser Pathologie tritt sie unberechtigt und aus unbekannten Gründen auf.
Die rheumatoide Arthritis verursacht eine chronische Entzündung und eine Hypertrophie der Synovialmembran, die das Weichgewebe (Sehnen, Bänder, Muskel usw.), Knorpel und Knochen schädigt. Die Folge sind Knorpelverlust, Knochenerosionen und Schäden an Sehnen, Bändern und an der Gelenkskapsel.
Im Endstadium sieht man Deformationen und Destruktionen der Gelenke sowie einen Funktionsverlust.

Die ersten Anzeichen einer rheumatoiden Arthritis:

  • Periartikuläre Weichteilschwellung (Ergebnis des Ergusses)
  • Regionale Osteoporose (verursacht durch Nichtbenutzung und lokale Hyperthermie)
  • Subluxation des Gelenks zwischen Atlas und Axis (das heißt die Wirbel C1 – C2)
  • Expansion der Synovialzysten
  • Marginale und zentrale Knochenerosion in den kleinen Gelenken der Hände und Handgelenke, seltener an den großen Gelenken

Eine fortschreitende Erosion an den proximalen Phalangen des vierten Fingers ist am häufigsten. Sie beginnt mit Entzündung der Gelenkinnenhaut und der Weichgewebe, doch ist die Rindenschicht des darunterliegenden Knochens intakt.
Die Gelenkinnenhaut verändert ihre Form und wird angereichert mit proliferierenden Zellen, Fibrin (Bindegewebe) und proteolytischen Enzymen (das sind proteinzerstörende Enzyme).


Diese Enzyme „fressen“ den Gelenkknorpel, während sich eine große Menge Fibrin in den Knorpel und in den subchondralen Knochen (also in Kontakt zum Knorpel) einlagert.
Dieser Prozess verursacht auch eine Aktivierung der Osteoklasten: Zellen, die den Knochen zerstören. Die Folge sind Knochenerosionen.
Inzwischen attackiert und zerstört die Synovialmembran auch das andere Weichgewebe: Gelenkkapsel, Schleimbeutel, Sehnen und Bänder.
Die letzte Phase der rheumatoiden Arthritis ist die Knochenerosion, die Zerstörung der Gelenke und die Vereinigung der zwei Knochen, die das Gelenk bilden.
Die Läsion von Kapsel, Sehnen und Bändern führt zur Luxation des Gelenks, während die Knochenerosion zu Ankylose und Invalidität führt.

Die Einbeziehung der Gelenke in absteigender Reihenfolge ist:

  1. Fingergrundgelenk (Metacarpophalangealgelenk, MCP)
  2. Handgelenk
  3. Fingermittelgelenk (proximales Interphalangealgelenk, PIP)
  4. Knie
  5. Zehengrundgelenk (Metatarsophalangealgelenk, MTP)
  6. Schulter
  7. Knöchel
  8. Halswirbelsäule
  9. Hüfte
  10. Ellenbogen
  11. Kiefergelenk (Temporomandibulargelenk, TMG)

Die betroffenen Gelenke weisen Entzündungen mit Schwellungen, Taubheitsgefühl, Überwärmung und Bewegungseinschränkungen auf.
Die Atrophie der interossären Muskeln der Hände ist ein typisches Frühsymptom.
Die Zerstörung von Gelenk und Sehnen kann zu Deformitäten wie Ulnardeviation, Knopfloch- und Schwanenhalsdeformation, Hammerzehen und Ankylosen führen.

Andere Krankheitserscheinungen des Muskel-Skelett-Systems:

  • Eine Tenosynovitis ist die Entzündung der Scheide, die die Sehne umgibt. Sie kann zum Riss der Sehne führen und am meisten betroffenen sind die Strecksehnen des vierten und fünften Fingers in Höhe des Handgelenkes.
  • Lokale oder generalisierte Osteoporose aufgrund der chronischen Entzündung, Immobilisation oder Therapie mit Kortikosteroiden.
  • Karpaltunnelsyndrom.
  • Der größte Teil der Patienten mit RA leidet durch Bewegungsarmut unter Muskelatrophie, die oft nach Gelenkentzündungen auftritt.

 

Wen betrifft die rheumatoide Arthritis?

Rheumatoide Arthritis kann Menschen jeden Alters betreffen.
Die rheumatoide Arthritis tritt bei Frauen häufiger auf als bei Männern.
Tatsächlich sind 70% der Patienten mit rheumatoider Arthritis Frauen. Zudem häuft sich das Risiko einer rheumatoiden Arthritis bei Frauen, die niemals schwanger gewesen sind oder erst kürzlich geboren haben.

 

Ursachen der rheumatoiden Arthritis

Die Ursachen der rheumatoiden Arthritis sind noch immer nicht bekannt. Die meisten Wissenschaftler meinen, dass es sich um eine Kombination von erblichen Faktoren und Umweltbedingungen handelt.
Wissenschaftler haben genetische Marker identifiziert, die eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung dieser Erkrankung spielen.
Wer diese Marker aufweist, hat eine zehnmal höhere Wahrscheinlichkeit, eine rheumatoide Arthritis zu entwickeln.
Die genetischen Marker beeinflussen das Immunsystem und begünstigen die chronische Entzündung oder die Entwicklung und Progression der rheumatoiden Arthritis.
Nicht alle Menschen mit diesen Genen entwickeln eine rheumatoide Arthritis und nicht alle Menschen mit dieser Erkrankung haben diese Gene.
Die Forscher suchen auch nach infektiösen Ursachen wie Viren und Bakterien, die diese Erkrankung bei einem Menschen, der bereits die genetischen Voraussetzungen hat, auslösen können.
Andere Vermutungen betreffen die weiblichen Hormone (70 Prozent der Menschen mit rheumatoider Arthritis sind Frauen) und die Reaktion des Organismus auf eventuelle Stresssituationen wie körperliche oder emotionale Traumen.
Rauchen kann ein Risikofaktor sein. Es erhöht nicht nur das Risiko der Entwicklung einer rheumatoiden Arthritis bei Menschen mit einem spezifischen Gen, sondern es kann auch die Schwere der Erkrankung erhöhen und die Wirksamkeit einer Therapie vermindern.
Manche Umweltfaktoren scheinen bei der Ursache der rheumatoiden Arthritis auch eine Rolle zu spielen. Zum Beispiel haben Wissenschaftler darauf aufmerksam gemacht, dass Tabakrauch, der Kontakt mit stark siliciumdioxidhaltigen Mineralien und chronische Parodontalerkrankungen das Risiko der Entwicklung einer rheumatoiden Arthritis erhöht.

 

Symptome der rheumatoiden Arthritis

Die rheumatoide Arthritis ist eine chronische (über lange Zeit bestehende) Erkrankung. Jeder Mensch mit RA hat unterschiedliche Symptome, die kommen und gehen können. Manche Menschen erfahren lange Zeiten einer Remission, in denen die rheumatoide Arthritis inaktiv ist und wenige Symptome zeigt. Andere Menschen können monatelange Schmerzen haben.
Die Entzündung der Gelenke ist ein Unterscheidungsmerkmal der rheumatoiden Arthritis, das auch beinhaltet:

Versteifung. Das Bewegen der Gelenke wird immer schmerzhafter, weil eine Begrenzung des Bewegungsumfangs bestehen könnte.
Die „morgendliche Steifigkeit“ ist eines der charakteristischen Anzeichen dieser Erkrankung. Viele Menschen mit anderen Arten von Arthritis haben am Morgen steife Gelenke, doch wer an rheumatoider Arthritis leidet, verspürt diese Symptome länger als eine Stunde lang (manchmal über mehrere Stunden), ehe sich die Gelenke erwärmen.

Schwellung. Flüssigkeit tritt in das Gelenk ein, das dann anschwillt. Auch das trägt zur Steifigkeit bei.

Schmerz. Die Entzündung im Innern eines Gelenkes macht es empfindlich und taub. Eine langanhaltende Entzündung verursacht Schäden, die dazu beitragen, den Schmerz zu verstärken.

Rötung und Überwärmung. Die Gelenke können wärmer und röter erscheinen als die angrenzenden Hautbereiche.

Andere Symptome:

  • Fieber
  • Urtikariavaskulitis
  • Blutarmut und Müdigkeit
  • Gewichtsverlust

 

Welche Gelenke befällt die rheumatoide Arthritis?

Die Hände sind fast immer betroffen, aber auch jedes andere Gelenk kann von rheumatoider Arthritis betroffen sein: Knie, Hüften, Handgelenke, Nacken, Schultern, Ellenbogen und Kiefer.
Normalerweise sind die Gelenke symmetrisch oder bilateral betroffen, das heißt, die gleichen Gelenke auf beiden Seiten des Körpers.
Die Symptome der rheumatoiden Arthritis betreffen den gesamten Körper. Diese Auswirkungen ergeben sich aus dem allgemeinen Prozess der Entzündung und rufen unterschiedliche Symptomen hervor:

  • Erschöpfung
  • Unwohlsein (Krankheitsgefühl)
  • Appetitverlust, der zu Gewichtverlust führen kann
  • Muskelschmerzen

Diese Empfindungen ähneln denen bei einer Influenza, auch wenn sie gewöhnlich weniger intensiv sind und länger andauern.

Untersuchung der Gelenke

Finger

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Erosion an den Gelenken der Hand
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Knopflochdeformität. Sie besteht in einer Fingerfehlstellung mit Beugung des proximalen Interphalangealgelenks bei gleichzeitiger Überstreckung des distalen Interphalangealgelenks.
Es gibt einige Sehnen, die die Ausrichtung der Fingerknochen bewahren. Die Sehne des langen Fingerstreckers besteht aus einem zentralen Teil, der in der mittleren Phalanx endet, sich aber zuvor in zwei weitere seitliche Äste unterteilt, die in der distalen Phalanx (Fingerspitze) ansetzen.
Die rheumatoide Arthritis verursacht eine Läsion des Mitteltraktes etwa in Höhe des Gelenks zwischen erster und zweiter Phalanx.
Mit der Zeit entsteht eine Retraktion der seitlichen Äste der Fingerstrecksehne, was zwei Konsequenzen hat:

  • Das Mittelgelenk des Fingers beugt sich,
  • das distale Gelenk ist überstreckt.

Eine Auswirkung der Knopflochdeformität ist der Verlust der Beweglichkeit und der Fähigkeit, Gegenstände zu fassen.

Die Schwanenhalsdeformität besteht in einer Überstreckung des proximalen Interphalangealgelenks (Fingermittelgelenk) zusammen mit der Beugung des distalen Interphalangealgelenks (Fingerendgelenk).

Schwanenhalsdeformität
Schwanenhalsdeformität

Die Bildung dieser Deformität beginnt mit der Ruptur der Fingerstrecksehne in Höhe des distalen Interphalangealgelenks.
In der Folge entsteht eine Verkürzung der mittleren Strecksehne und die Überstreckung des Gelenks zwischen erster und zweiter Phalanx, oder die Gelenkkapsel verschiebt sich zum Kleinfinger hin aufgrund einer Schwäche durch chronische Synovitis.
Die Seitenbänder können sich mit der Zeit verkürzen und zur Rückseite des Fingers verlagern. Sie schränken damit die Fingerbeugung zwischen erster und zweiter Phalanx ein und verhindern die Streckung des Gelenks zwischen zweiter und dritter Phalanx.

Die Steifigkeit der intrinsischen Muskeln (zum Beispiel Zwischenknochenmuskel und Lumbrikalmuskel) kann eine Bewegungseinschränkung der Finger verursachen.

Die Tenosynovitis der Fingerbeuger kommt häufig vor und verweist auf eine infauste Prognose.
Der schnellende Finger oder Schnappfinger entsteht, wenn sich die Sehne versteift oder sich ein Knoten zusammen mit einer Sehnenscheidenentzündung bildet.
Der Sehnenriss kann als Folge der Synovitis oder durch Knochenerosion an der Sehne in Höhe des Handgelenkes (vor allem des langen Daumenbeugers) entstehen.

Eine Arthritis mutilans ist die Folge einer schwerwiegenden und umfangreichen Zerstörung mit Erosion des Knochengewebes. In den kleinen Gelenken der Hand, können sich die Fingerglieder verkürzen und die Gelenke stark instabil werden.

 

Metacarpophalangealgelenk

Zwei typische Fehlbildungen, die die Ausrichtung der knöchernen Palmarbögen und die Stabilität der Finger verändern, können an den Grundgelenken auftreten: Subluxation und Ulnardeviation (Abweichung nach ulnar).

Die meisten Fälle von Ulnardeviation sind von einer radialen Abweichung des Handgelenkes etwa desselben Ausmaßes begleitet.
Die proximale Phalanx bewegt sich in Richtung Elle durch die Synovialentzündung, die die Bänder- und Sehnenansätze auf der Kapsel des Grundgelenks geschwächt hat.

Die tragenden Strukturen der Strecksehnen und Kollateralbänder können zerstört oder durch die Volumenzunahme und Invasion der Synovialmembran abgerissen sein. Als Folge lockern sich die Sehnen und verlagern sich von der Mitte und von der Rückseite des Mittelhandknochenkopfes zur Fissur zwischen den Grundgelenken.

Wenn die Subluxation der Strecksehne über die Querachse des Fingergrundgelenks reicht, wird die Sehne zum Beuger dieses Gelenkes und begrenzt somit die aktive Fingerstreckung.

 

Handgelenke

Im Handgelenk können multiple Fehlbildungen auftreten.
Die Außenabweichung der Elle mit Subluxation des Speichen-Ellen-Gelenks ist die häufigste Deformität.
Diese Fehlbildung tritt zusammen mit der Drehung der Handwurzel (Handgelenk) und der Verschiebung des Mondbeins auf, das sich – anstatt den Kontakt zum Radius zu halten – vor dem Leerraum zwischen den beiden Unterarmknochen befindet.
Diese neue Ausrichtung der Knochen wird als Z-Deformität bezeichnet.

 

Ellenbogen

Die Einbeziehung des Ellenbogengelenks wird oft durch die Synovialproliferation identifiziert, die am radio-humeralen Gelenk tastbar ist und häufig von einer Beugedeformität begleitet wird. Der Ellenbogenschleimbeutel ist häufig betroffen, sowie die Rheumaknötchen im Schleimbeutel und an der hinteren Oberfläche der Elle.

 

Schultern

Die rheumatoide Arthritis bezieht die Schultern mit ein und manifestiert sich in Taubheitsgefühl, nächtlichen Schmerzen und Bewegungseinschränkung. Anfangs besteht eine Schwellung im vorderen Bereich, doch diese kann schwer zu erkennen sein und viele Patienten haben dieses Anzeichen nicht.

Die Degeneration der Rotatorenmanschette, verursacht durch Synovitis, kann die Abduktion (seitliches Anheben) und die Rotation des Armes begrenzen. Die obere und seitliche Wanderung des Oberarmknochens tritt im Fall eines kompletten Abrisses auf. Eine Schädigung des Glenohumeralgelenks verursacht Schmerzen bei Bewegung und in Ruhe. Gewöhnlich geht sie mit einer ernsten Bewegungseinschränkung oder einer adhäsiven Kapsulitis (Frozen Shoulder) einher.
Die Arthrose des Akromioklavikulargelenks (zwischen Schulterblatt und Schlüsselbein) ist nicht so häufig und beeinträchtigend wie andere Manifestationen dieser Erkrankung.

 

Fußknöchel und Füße

Fußgelenke sind selten betroffen, denn hier handelt es sich um ein Trochleargelenk.
Starke strukturelle Veränderungen können in der Mitte des Fußes als Folge einer chronischen Synovitis und der Körpergewichtsbelastung auftreten.
Verletzung oder Abriss der hinteren Schienbeinsehne kann zur Subluxation des Subtalargelenks (hinteres unteres Sprunggelenk) führen. Die Folge ist die seitliche Verschiebung des Talus (Sprungbein) und die Auswärtsdrehung des Fußes.
Andere Deformitäten, die die rheumatoide Arthritis verursacht, sind Plattfüße, Hallux valgus und Hammerzehen.

 

Knie

Betroffene Knie können eine Entzündung und eine Synovitis aufweisen. Mit der Zeit kann die Flüssigkeitsansammlung im Gelenk zum Funktionsverlust des Quadrizeps mit der Folge einer Muskelatrophie führen kann.
Aufgrund des fortschreitenden Knorpelverlusts und der Schwächung der Bänder kann sich eine Instabilität entwickeln; die Kniedeformitäten können als Valgus-, Vagus- oder in gebeugter Stellung auftreten. Der Energieaufwand des Patienten beim Stehen oder Gehen ist erheblich größer, wenn er unter einer Flexionsfehlstellung des Knies leidet.

 

Hüften

Symptome der rheumatoiden Arthritis
Symptome der rheumatoiden Arthritis

Die Hüften sind häufig bei der rheumatoiden Arthritis betroffen. Wegen ihrer tiefliegenden Position treten die Schäden in den ersten Stadien der Erkrankung jedoch nicht in Erscheinung, denn die Hüften sind durch eine direkte körperliche Inspektion oder bei der Palpation schwierig zu untersuchen.

 

Komplikationen

Die rheumatoide Arthritis ist nicht tödlich, doch die Komplikationen der Erkrankung können das Überleben bei einigen Menschen verkürzen.
In der Regel hat die rheumatoide Arthritis einen fortschreitenden Verlauf und kann nicht definitiv geheilt werden, doch bei manchen Patienten verläuft sie allmählich weniger aggressiv und die Symptome können sich bessern.
Nachdem es zu einer Zerstörung der Knochen und Bänder mit möglichen Deformitäten gekommen ist, sind die Folgen jedoch dauerhaft.

Die rheumatoide Arthritis ist eine Systemkrankheit, die auch andere Körperteile außer den Gelenken betreffen kann.

Die Einbeziehung mehrerer Körperbereiche tritt in der Regel in Fällen von mäßiger oder schwerer RA ein.
Rheumaknötchen sind Erhebungen unter der Haut, die oftmals an den Ellenbogen und auf den Händen auftreten. Manchmal sind sie schmerzhaft.

Die Einbeziehung der Lungen kann zu Schäden an den Lungen, zu Brustfellentzündung oder zu Pleuraerguss führen. Diese Folgen treten häufig auf, verursachen jedoch normalerweise keine Symptome. Kommt es zu Atemnot, kann man Medikamente einsetzen, die die Entzündung in den Lungen vermindern.
Die rheumatoide Arthritis kann auch ein Gelenk des Kehlkopfs (Articulatio cricoarytaenoidea) betreffen, was eine tiefere Stimmlage verursacht.
Die rheumatoide Arthritis kann Entzündungen des Herzbeutels (Perikarditis) verursachen, doch gewöhnlich verursacht dies keine Symptome.
Entwickeln sich Symptome, kann es zu Kurzatmigkeit oder Brustschmerzen kommen.
Menschen mit rheumatoider Arthritis haben eine größere Wahrscheinlichkeit, an Arteriosklerose (Atherosklerose) der Herzkranzgefäße zu erkranken, die zu Angina pectoris (Brustschmerzen) und Herzinfarkt führen kann.

Das ist ein Grund, warum ein Mensch mit unbehandelter RA ein größeres Risiko für einen frühzeitigen Tod hat.
Die Augen sind in weniger als 5% der mit rheumatoider Arthritis betroffenen Menschen mitbeteiligt. In diesen Fällen können die Symptome Augenrötung, schmerzende Augen oder eventuell auch trockene Augen sein.
Wird die Diagnose einer rheumatoiden Arthritis erhoben, kann ein frühzeitiges und aggressives Therapieprogramm helfen, dem Auftreten neuer Symptome vorzubeugen und das Fortschreiten der rheumatoiden Arthritis aufzuhalten.

Infektionen. Patienten mit RA haben ein größeres Risiko für Infektionen, auch deshalb, weil sie immunsuppressive Medikamente einnehmen.

Verdauungsprobleme. Patienten mit RA können unter Magen- und Darmproblemen leiden. Allerdings wurde auch über niedrigere Raten von Krebserkrankungen an Dickdarm, Rektum und Magen bei Patienten mit rheumatoider Arthritis berichtet.

Osteoporose. Diese Erkrankung tritt gegenüber dem Durchschnitt der Frauen mit RA nach der Menopause viel häufiger auf. Vor allem ist die Hüfte betroffen. Das Risiko der Osteoporose scheint über dem Durchschnitt der Männer mit rheumatoider Arthritis, die älter als 60 Jahre sind, zu liegen.

Das Sjögren-Syndrom mit Keratokonjunktivitis secca ist eine häufige Komplikation der rheumatoiden Arthritis.

Felty-Syndrom. Diese Erkrankung ist gekennzeichnet durch Milzvergrößerung, Leukopenie und rezidivierende bakterielle Infektionen.

Systemischer Lupus erythematodes ist eine Autoimmunerkrankung, die das Bindegewebe betrifft.

Lymphom und andere Tumoren. Aggressive Behandlungen der rheumatoiden Arthritis können zur Vermeidung dieser Neoplasien beitragen. Die mit RA in Zusammenhang stehenden Veränderungen des Immunsystems können Einfluss nehmen.