Fingerschmerzen

Fingerschmerzen können durch Trauma, Überlastung, Kreislaufprobleme, Entzündung der Nerven oder andere Entzündungskrankheiten wie Arthritis verursacht werden.
Fingerschmerzen können pulsierend, dumpf oder stechend sein, außerdem kann sich Kälte, Brennen, Steifigkeit oder ein Kribbeln in den Fingern bemerkbar machen.

Ist das Schmerzempfinden mit Nadelstichen vergleichbar, liegt eine Nervenerkrankung zugrunde; in diesem Fall kann eine Parästhesie  vorliegen.
Eine Parästhesie ist eine Wahrnehmungsstörung, häufig bedingt durch die zeitweilige oder dauerhafte Schädigung der Nerven, die die sensitiven Signale von den Fingern zum Rückenmark führen.

Ein Finger besteht aus Nerven, Knochen, Blutgefäßen, Muskeln und Haut. Die Fingergelenke sind die Verbindungsstellen der Knochen und enthalten Knorpel, Bänder, Sehnen, Schleimbeutel (mit Flüssigkeit gefüllte Säckchen, die die Gleitbewegung begünstigen) und Synovialmembranen (Innenschicht der Gelenkkapsel), welche für die Gelenkschmierung sorgen.
Jede dieser Fingerstrukturen kann sich infolge von Erkrankungen, Störungen, Überbeanspruchung, Verletzungen oder Infektionen entzünden oder gereizt werden.

Die häufigste Ursache für Fingerschmerzen sind Verletzungen, beispielsweise wenn der Finger nach hinten gebogen wird (Übersteckung); aber wenn die Finger schmerzen, können auch wiederholte Belastungen oder ernste Erkrankungen dahinter stecken, wie Diabetes und Entzündungen der Nerven der Halswirbelsäule oder des Rückenmarks.
Sind die Beschwerden nervlich bedingt, können auch Kribbeln, Brennen und ein Kältegefühl an den Fingern auftreten.
Dazu gehören Zervikobrachialgie (der Ursprung liegt in der Wirbelsäule), Ulnarisrinnensyndrom (Ellbogen) und Karpaltunnelsyndrom (Handgelenk).
Die Symptome strahlen vom Nacken und Arm aus und können auch nachts auftreten.
Schmerzen an den Fingergelenken können durch Arthrose oder Arthritis bedingt sein, die eine Entzündung verursachen.

Es muss sofort ein Arzt aufgesucht werden, wenn sich Schmerzen, Schwellung, Rötung, Überwärmung und Fieber bemerkbar machen.
Die Finger verletzen sich leicht bei der Ausübung von Alltagstätigkeiten, beim Sport (z.B. Klettern) und Musizieren (Gitarrespielen); Fingerverletzungen gehören zu den häufigsten Fällen in der Unfallstation.

 

Ursachen

Die Ursachen für Fingerschmerzen lassen sich in zwei Kategorien unterteilen.

 

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Fingerluxation

1. Die Ursache kann eine vorübergehende Entzündung sein, die keine dauerhafte Verletzung des Fingers zur Folge hat, wie beispielsweise ein Trauma der Hand.
Die Finger können auf verschiedene Art und Weise verletzt werden. Wenn die Hand bei einem Unfall gegen eine harte Oberfläche prallt, kann eine Fraktur der Finger oder eine Knorpelläsion entstehen.
Eine Prellung entsteht meist auf Höhe des Mittelfinger- oder Zeigefingermittelgelenks, beispielsweise beim Faustschlag oder beim Einklemmen in einer Autotür.

Die Schmerzen, die infolge einer Fingerfraktur entstehen, gehören neben Nervenschmerzen zu den schlimmsten Schmerzen überhaupt.
Die Folge sind Schwellung, Schmerzen, Steifigkeit der Finger und eventuell ein Bluterguss (schwarzer Finger).
Die Beschwerden verschwinden innerhalb eines kurzen Zeitraums wieder.
Fingerschmerzen bei Kindern werden in der Regel durch einen Schlag verursacht.

2. Andere Ursachen können dauerhafte Fingerschäden bewirken.
Die Arthrose oder rheumatoide Arthritis verursacht einen zunehmenden Abbau des Fingerknorpels.
In einigen Fällen kann die Arthrose zur Bildung von Knochenauswüchsen und sichtbaren Verformungen des letzen Fingerglieds führen.

 

Sehnen- und Bindegewebsbeschwerden

Tendinitis de Quervain
Bei der Quervain´schen Verengung (Tendovaginitis de Quervain) entzündet sich die Sehne am Daumensattel und es bilden sich zahlreiche Mikroläsionen.
Das Wort “Tendinitis“ bezeichnet ein Anschwellen der Sehne.
Die Verdickung der Sehnen kann Schmerzen und ein taubes Gefühl auf der Daumenseite des Handgelenks verursachen.
Diese Phänomen macht sich besonders dann bemerkbar, wenn sich die Hand zu einer Faust schließt, Gegenstände erfasst und etwas festhält (z.B. Teller oder Tassen).

Zeichen und Symptome
Das Hauptsymptom der Quervain-Krankheit sind Schmerzen im Handgelenk am Fuß des Daumens, die bis in den Unterarm ausstrahlen können.
Der Schmerz kann sich langsam entwickeln oder plötzlich auftreten.
Die Schmerzen verschlimmern sich bei der Benutzung von Hand und Daumen, besonders beim kräftigen Zupacken oder Drehen des Handgelenks.
Kennzeichnend ist eine gut sichtbare Schwellung an der Daumenseite des Handgelenks, hier kann sich auch eine flüssigkeitsgefüllte Zyste bilden.
Wenn der Daumen bewegt wird, ist möglicherweise ein Knirschen zu vernehmen.
Schmerzen und Schwellung können die Bewegung von Daumen und Handgelenk beeinträchtigen.
Es kann ein Kribbeln auf der Rückseite des Daumens und des Zeigefingers auftreten. Dieses Gefühl wird durch die Sehnenscheide ausgelöst, die Druck auf die umliegenden Nerven ausübt.
Die Diagnose erfolgt klinisch, dabei wird der sogenannte Finkelstein-Test durchgeführt: der Daumen wird in die Handinnenfläche gelegt, die anderen Finger umschließen ihn zu einer Faust; dann wird die Hand am Handgelenk nach unten und in Richtung kleiner Finger gebeugt. Achtung, der Test ist auch bei Rhizarthrose positiv, das ist die Arthrose im Daumensattelgelenk.
Behandlungsziel bei der Quervain-Krankheit ist die Minderung von Schmerzen und Schwellung.

Konservative Behandlung
Eine Handgelenkbandage ist hilfreich, um die Bewegungen von Daumen und Handgelenk einzuschränken.
Gegen Schwellung und Schmerzen können entzündungshemmende Medikamente (nichtsteroidale Antirheumatika, kurz NSAR) eingenommen werden.
Bewegungen, die Schmerzen erzeugen und die Entzündung verstärken, sind zu vermeiden.
Auf diese Weise können die Symptome von allein abklingen.
Kortisoninfiltrationen in die Sehnenscheide unterstützen die Abschwellung und Schmerzlinderung.

Operative Behandlung
Eine Operation kann in Betracht gezogen werden, wenn die Symptome besonders gravierend sind oder trotz Behandlung nicht besser werden. Bei einem chirurgischen Eingriff wird das Sehnenfach geöffnet und Platz geschaffen, um eine Reibung der Sehnen zu vermeiden. Rehabilitation und Rückkehr zu den Alltagstätigkeiten erfolgt nach etwa zwei Wochen.

Prognose
Die Genesungszeiten sind von Schonung und Behandlungsmaßnahmen abhängig; ohne operativen Eingriff kann die Heilung nach zwei bis vier Wochen der Behandlung eintreten, in schwerwiegenden Fällen kann es auch drei bis vier Monate in Anspruch nehmen.

 

Dupuytren-Krankheit

Die Dupuytren-Kontraktur (oder Morbus Dupuytren) ist eine Verdickung und Schrumpfung der Palmaraponeurose (Sehnenplatte der Hohlhand) unter der Haut der Handinnenfläche und der Finger.
Die Plamaraponeurose ist ein bindegewebiges Band, das die Sehne des langen Hohlhandmuskels im Handgelenk mit dem Ursprungsort der Finger verbindet.
Die Erkrankung ist schmerzfrei, aber die Bildung von überschüssigem Fasergewebe in der Handfläche kann zu einer dauerhaften Krümmung der Finger führen.
Männer erkranken häufiger am Morbus Dupuytren als Frauen.

Ursachen
Die Ursachen für die Dupuytren´sche Erkrankung sind unbekannt.
Sie wird weder durch Verletzungen noch durch Überlastung ausgelöst, aber es gibt Faktoren, die ihr Auftreten begünstigen.
In der Regel ist es eine erblich bedingte Störung, die bei Erwachsenen oder im fortgeschrittenen Lebensalter auftritt.
Zu den Risikofaktoren gehören verschiedene Erkrankungen, wie Diabetes und Epilepsie, außerdem Alkoholkonsum.

Zeichen und Symptome
In der Regel entwickeln sich die Symptome der Dupuytren-Krankheit sehr langsam.
Knoten: Es bilden sich ein oder mehrere weiche und kleine Knubbel (Knoten) in der Handinnenfläche. Mit der Zeit geht ihre Weichheit verloren.
Faserstränge: Die Knoten können verdicken und sich zusammenziehen, wobei sich unter der Haut verhärtete Faserstränge bilden.
Gekrümmte Finger: Ein oder mehrere Finger krümmen sich in Richtung Handfläche und lassen sich nicht mehr strecken.
Ringfinger und kleiner Finger trifft es am häufigsten, aber es können praktisch alle Finger betroffen sein. Mit fortschreitender Krümmung wird es immer schwieriger, den Finger zu strecken. Die alltäglichen Handgriffe fallen immer schwerer, besonders problematisch ist es, große Gegenstände zu ergreifen und die Hand in die Tasche zu stecken.

Behandlung
Zu den möglichen Therapiemaßnahmen gehören: Kollagenase-Injektion, Nadelfasziotomie oder Operation. Die Injektion von Kollagenase ist eine Behandlungsform, bei der ein Medikament in die Region der verdickten Faserstränge gespritzt wird, um diese aufzuweichen; dann wird der Finger manuell manipuliert und gestreckt.
Die Nadelfasziotomie ist ein Verfahren, bei dem eine Nadel durch die Haut gestochen und die zusammengezogenen Gewebestränge durchtrennt werden. Kollagenase-Injektion und Nadelfasziotomie können ambulant durchgeführt werden.
In schwerwiegenden Fällen wird der Handchirurg die Haut einschneiden und die betroffenen Anteile der Palmaraponeurose entfernen (Resektion).
Die Position des Fingers lässt sich nicht immer hundertprozentig wiederherstellen.
Ist die Hautmenge aufgrund der Schrumpfung unzureichend, kann der Chirurg eine Hautverpflanzung vornehmen, um die offenen Stellen an den Fingern auszufüllen.
Nach dem Eingriff kann der Arzt empfehlen, die Hand für einige in einer Bandage ruhig zu stellen.
Um die Muskelkraft und Beweglichkeit der Finger wiederherzustellen, müssen zu Hause oder beim Physiotherapeuten krankengymnastische Übungen  durchgeführt werden.
Eine Ultraschall-Behandlung kann sinnvoll sein, um die Elastizität der Gewebestrukturen zu verbessern und den postoperativen Bluterguss zu absorbieren.
Büroarbeiten können nach etwa 10 Tagen wieder aufgenommen werden, wer körperlich anstrengenden Tätigkeiten nachgeht, sollte mindestens einen Monat abwarten.
Wenn keine Komplikationen auftreten, erfolgt die vollständige Heilung zwischen zwei und sechs Monaten, je nach Schwere und Fortschreiten der Dupuytren-Kontraktur.

 

Dorn im Finger

Bei Garten- und Schreinerarbeiten oder in anderen Situationen kann ein Dorn oder Splitter in den Finger geraten.
Die Schmerzen sind kontinuierlich und sehr lästig, aber der Fremdkörper lässt sich auf einfache Art wieder entfernen.
Eine Paste mit Wasser und Bikarbonat anrühren, auf die Haut streichen und mit einem Pflaster schützen.
Nach einigen Stunden tritt der Splitter an die Oberfläche und kann mit Leichtigkeit entfernt werden.

 

Gelenkbeschwerden

Arthrose

Arthrose ist eine degenerative Erkrankung, die eine Entzündung der Finger- und Handgelenke verursacht.
Knorpel ist ein glattes und geschmeidiges Gewebe, das die gelenkbildenden Knochenenden bedeckt.
Bei dieser Art der Arthritis wird der Knorpel nach und nach abgerieben.
Gelenkverletzungen (Verstauchung oder Bruch) können Knorpelschäden mit sich bringen. Auch wenn die Verletzung den Knorpel nicht direkt beschädigt, kann die Gleitbewegung und Bewegungsdynamik der Gelenkknochen beeinträchtigt sein.
Die Gelenke können ihre natürliche Achsenstellung verlieren, wenn die Verletzung ausgeheilt ist.
Wird die Kontaktstelle der Knochen innerhalb eines Gelenks infolge einer Verletzung verschoben und räumlich eingeschränkt, wird hier eine erhöhte Abnutzung des Knorpels entstehen, was das erste Zeichen für Arthrose darstellt.

 

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1) Heberden-Knoten
2) Schiefstand des letzten Fingerglieds

Heberden-Knoten sind Knochenauswüchse, die sich außen an den  Fingerendgelenken bilden.
Bouchard-Knoten sind überschüssige Knochengebilde ähnlich den  Heberden-Knoten, sie befinden sich jedoch an den Fingermittelgelenken.
Arthrose betrifft beide Hände, in der Regel ist sie jedoch auf einer Seite stärker ausgeprägt.

Diagnose bei Arthrose der Fingergelenke
In der Regel wird zur Diagnose einer Fingerarthrose die Krankengeschichte untersucht, um herauszufinden, ob der Patient in der Vergangenheit Verletzungen erlitten hat, die diese Beschwerden verursacht haben könnten.
Im Rahmen der körperlichen Untersuchung wird der Arzt den Bewegungsumfang der betroffenen Fingergelenke beurteilen und feststellen, welche Bewegungen Schmerzen verursachen.
Das Auftreten von typischen Knötchen (Bouchard- oder Heberden-Knoten) hilft bei der Diagnose einer Finger- und Handarthrose.
Normalerweise verschreibt der Arzt eine Röntgenuntersuchung, um den Gelenkschaden besser einschätzen zu können, vor allem um zu sehen, ob und wie viel Knorpelgewebe noch vorhanden ist oder ob die Knochen bei der Bewegung direkt aneinander reiben.

Symptome bei Arthrose der Fingergelenke

  • Schmerzen
  • Steifigkeit
  • Schwellung
  • Entwicklung von Heberden-und Bouchard-Knoten
  • eingeschränkte Beweglichkeit
  • Schwäche beim Händedruck

Typischerweise treten Arthroseschmerzen zu Beginn einer Aktivität auf, aber lassen dann bei längerer Durchführung nach.
Nach abgeschlossener Tätigkeit und bei Ruhe kehren Schmerzen und Steifigkeit wieder zurück.
Bei fortgeschrittener Arthrose sind die Schmerzen auch in Ruhephasen zu spüren.

Therapie bei Arthrose der Fingergelenke
In der Regel sind es die Schmerzen, die den Patienten zu einer Behandlung bewegen. Eine frühzeitige Therapie kann helfen, die Arthrose der Fingergelenke in den Griff zu bekommen.
Die ersten Therapiemaßnahmen umfassen:

  • nichtsteroidale Antirheumatika oder Aspirin (Ben-u-ron);
  • reduzierte Aktivität;
  • Vermeidung von Tätigkeiten und Beschäftigungen, die wiederholte Fingerbewegungen beinhalten;
  • Kortisoninfiltrationen in das entzündete Gelenk;
  • Physiotherapie zur Verbesserung des Bewegungsumfangs und Stärkungsübungen;
  • Ergotherapie;
  • Immobilisation;
  • Salben gegen Entzündung und Schwellung;
  • Wärmetherapie.

 

 

 

Hand,normal,geschwollen,Schmerzen,Trauma,Symptome,Therapie,BehandlungEin geschwollener Finger kann durch eine Handverletzung, Gelenkverschleiß, Kreislaufprobleme oder rheumatische Erkrankungen entstehen.
Nachfolgend werden einige entzündliche Krankheiten angeführt, die geschwollene Finger verursachen.

Rheumatoide Arthritis

Rheumatoide Arthritis ist eine chronische Gelenkentzündung, die dann auftritt, wenn das Immunsystem irrtümlicherweise die innere Hülle der Gelenkkapsel (Synovialmembran) angreift.
Als Folge können Gelenkläsionen, Schmerzen, Schwellung, Entzündung, Funktionsverlust und Bewegungsunfähigkeit entstehen.
Das entzündliche Rheuma trifft in der Regel die Hand- und Fingergelenke, wobei mitunter starke Verformungen entstehen; die Benutzung der Hände ist dann nur noch unter Mühen oder gar nicht mehr möglich.
Die Beschwerden sind morgens in der ersten Stunde nach dem Aufwachen am schlimmsten.

 

 

Juvenile Arthritis
Der Begriff “juvenile Arthritis” wird verwendet, wenn die Arthritis vor dem 16. Lebensjahr auftritt.
Es gibt verschiedene Arten von juveniler Arthritis, die Schmerzen und ein Anschwellen der Hand- und Fingergelenke verursachen können.

 

Gicht
Gicht ist eine Form von Arthritis, die dann auftritt, wenn sich eine übermäßige Menge an Harnsäure in den Gelenken ablagert. Harnsäure ist ein Abfallprodukt des Körpers, das im Blut zirkuliert.
Wer unter Gicht leidet, weist nadelförmige Ablagerungen von Harnsäurekristallen in verschiedenen Gewebestrukturen des Körpers auf, auch in den Gelenken.
Für viele Patienten ist das erste Symptom bei Gicht ein heftiger Schmerz und eine Schwellung des großen Zehs, was nach einem Trauma, einer Erkrankung oder einer Verletzung vorkommen kann.
Die nachfolgenden Anfälle zeigen sich möglicherweise am Handgelenk und an den Fingergelenken.
Im Laufe der Jahre können sich unter der Haut der Hand Harnsäureknötchen bilden.

 

Reaktive Arthritis
Die reaktive Arthritis ist eine chronische Form von Arthritis, die häufig infolge einer Infektion des Geschlechts-, Blasen- oder Verdauungsapparates entsteht.
Typisch für die reaktive Arthritis sind: Entzündung und Schwellung der Gelenke, der Augen und der Strukturen innerhalb des Magen-Darm-Bereichs oder der Geschlechtsorgan- und Harnwegsregion, wie beispielsweise des Darms, der Nieren oder der Blase.
Ein geringer Prozentsatz der Gicht-Patienten entwickelt einen Hautausschlag oder harte Knoten an den Fußsohlen oder an den Handinnenflächen.

 

Psoriasis-Arthritis
Psoriasis-Arthritis ist eine Form von Arthritis, die von einer Schuppenflechte (Psoriasis) der Haut begleitet sein kann.
Die Hautkrankheit geht der Arthritis meistens voraus; die Gelenkerkrankung entwickelt sich nur in wenigen Fällen früher als die Hautflechte.
Die Psoriasis-Arthritis kann die Entzündung des gesamten Fingers verursachen, so dass dieser ein wurstähnliches Aussehen annimmt. Etwa 80% der Personen, die an Psoriasis-Arthritis leiden, bemerken Veränderungen an den Nägeln, dazu gehören Rauheit, Verdickung und/oder Ablösung des Nagels vom Nagelbett.
Die Hautflechte der Psoriasis-Arthritis kann auch die Hände betreffen.

 

Lupus
Lupus ist eine chronische Autoimmunkrankheit, das bedeutet, dass das Abwehrsystem Antikörper entwickelt, welche die gesunde Gewebestrukturen angreifen, unter anderem die Gelenke.
Die Handgelenk und die kleinen Gelenke der Hand sind am häufigsten betroffen.
Lupus kann auch die Entzündung zahlreicher Organe verursachen, dazu gehören Haut, Herz, Lungen und Nieren.

 

 

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