Menstruationsschmerzen

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Menstruationsschmerzen (oder Dysmenorrhoe) werden durch das prämenstruelle Syndrom hervorgerufen. Dabei handelt es sich um eine Störung, die den Körper und Geist der Frauen im zweiten Abschnitt des Menstruationszyklus betrifft, insbesondere in den 7 bis 8 Tagen, die der Menstruation vorausgehen.
Dies sind normale prämenstruelle Symptome.


Wenn sie allerdings den Alltag beeinträchtigen, bezeichnet man sie als prämenstruelles Syndrom.
Wenige Tage vor der Menstruation verspüren die meisten Frauen leichte Schmerzen in der Brust, einen geblähten Bauch und Muskelschmerzen.
Diese Störung kann sowohl den Körper als auch die Stimmung beeinflussen. Manchmal kann sie auch die Art und Weise des Handelns verändern.
Prämenstruelle Symptome können auch während einer Schwangerschaft auftreten.
Menstruationsschmerzen treten oft in den ersten drei Monaten auf, aber manche Frauen verspüren sie auch in den letzten Monaten.
Das ist nicht alarmierend, denn diese Symptome sind eine normale Reaktion auf die Einnistung des Embryos.

Eine Dysmenorrhoe kann leicht bis stark ausgeprägt sein. Wenn sie nur leicht ist, bereitet sie etwas Unbehagen, beeinträchtigt das Leben allerdings nicht. Bei einem moderaten prämenstruellen Syndrom beeinträchtigen die Symptome das persönliche, soziale und berufliche Leben, aber man kann immer noch arbeiten und mit anderen Personen täglich interagieren, wenn auch nicht immer in der gewohnten Art und Weise.
Bei gravierendem Menstruationsschmerz können die Symptome so schwerwiegend werden, dass Lebensqualität und Beziehungen beeinträchtigt werden.

Eine schwerere Form ist die prämenstruelle Dysphorie, die emotionale Symptome wie Stimmungsschwankungen, Depression, Weinkrämpfe, Melancholie und Reizbarkeit mit sich bringen kann.
Das prämenstruelle Syndrom kann das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen.
Drei bis acht von hundert Frauen leiden unter prämenstruellen Schmerzen.

Ursachen für Menstruationsschmerzen


Die genauen Ursachen für das prämenstruelle Syndrom sind noch nicht vollständig bekannt.
Eine Theorie besagt, dass Personen, die daran leiden, zu bestimmten Zeiten des Monats besonders empfindlich auf hormonelle Schwankungen im Körper reagieren.
Möglicherweise interagieren diese Hormone mit chemischen Substanzen, die die Stimmungen im Gehirn steuern (Serotonin).
Eine weitere Theorie geht davon aus, dass das prämenstruelle Syndrom mit einer Anomalie einiger Fettsäurespiegel im Körper zusammenhängt.
Darüber hinaus gibt es einige Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit eines prämenstruellen Syndroms erhöhen können.
Zum Beispiel neigen Personen, die übergewichtig sind oder sich wenig bewegen, eher an einem prämenstruellen Syndrom.
Wer raucht, verdoppelt das Risiko, dass sich diese Symptome verstärken.

 

Menstruationssymptome

Die häufigsten Menstruationsbeschwerden können in emotionale und körperliche Symptome gruppiert werden.
Emotionale und Verhaltenssymptome sind:

  • Angstzustände
  • Gemütsschwankungen
  • Müdigkeit
  • Reizbarkeit
  • Depression
  • Verlust von Selbstvertrauen
  • Ungeschicklichkeit
  • Schlaflosigkeit
  • Gedächtsnisverlust

Körperliche Symptome sind:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Völlegefühl
  • Unwohlsein
  • Veränderung des Appetits oder beim Verlangen nach bestimmten Speisen
  • Gelenkschmerzen
  • Brustschmerzen
  • Bauchschmerzen
  • Rückenschmerzen

Diese Symptome können nicht eindeutig dem prämenstruellen Syndrom zugeschrieben werden. In diesem Fall gibt der Zeitpunkt des Auftretens der Symptome einen Hinweis darauf, dass man unter dieser Störung leidet.

Bei einem prämenstruellen Syndrom haben die Symptome folgende Merkmale:

  • Sie treten in den zehn Tagen vor der Menstruation auf.
  • Sie vergehen nach Beginn der Menstruation.
  • Sie treten jeden Monat erneut auf.


Wer unter einer prämenstruellen Dysphorie leidet, zeigt ähnliche Symptome wie beim prämenstruellen Syndrom, allerdings in verstärktem Maße.
Diese Symptome können durch verschiedene Pathologien verursacht sein.
Wenn eines dieser Symptome auftritt, sollte man sich bei einem Arzt eine Meinung dazu einholen.

Behandlung der Menstruationsschmerzen

Auch wenn es nicht geheilt werden kann, kann das prämenstruelle Syndrom doch durch eine Änderung des Lebensstils und durch Medikamente gelindert werden, die die Symptome verringern und die Lebensqualität verbessern können.

Basisbehandlung
Wenn man unter dieser Störung leidet, sollte man ein Menstruationstagebuch führen, die täglichen Gewohnheiten ändern und auf Hausmittel zurückgreifen.
Nach einigen Menstruationszyklen sollte eine Verbesserung der Symptome eintreten.
Entschließt man sich dazu, keine Medikamente zu nehmen, können folgende Hausmittel helfen.

Menstruationsschmerzen

Kaffee

Kaffee, raffinierten Zucker und Salzkonsum sollte man zumindest während der prämenstruellen Phase des Zyklus reduzieren. Diese Substanzen hängen mit den emotionalen und körperlichen Symptomen des prämenstruellen Syndroms zusammen, wie Schlaflosigkeit, Anspannung, Angst, Hunger, Schmerzen und Bauchblähung.

Der Arzt kann zu einer gesunden und ausgeglichenen Ernährung mit einem geringen Anteil an gesättigten Fetten, Zucker und Salz, aber mit vielen Ballaststoffen, Obst und Gemüse raten.
Man kann auch versuchen, über den Tag kleinere und regelmäßige Mahlzeiten zu sich zu nehmen, um zu sehen, ob dieses Mittel hilft, die Symptome des prämenstruellen Syndroms zu lindern.
Einige Studien lassen vermuten, dass die Verringerung des Salzgehalts im Essen das durch diese Störung verursachte Gefühl von Blähung und Schmerzen der Brust verringern kann.
Andere Studien zeigen, dass Koffein prämenstruelle Schlaflosigkeit und Reizbarkeit verschlimmern kann.
Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise, die den Vorteil von Vitamin-B6-Ergänzungsmitteln bei dieser Störung belegen. Ganz im Gegenteil können zu hohe Dosen das Nervensystem schädigen.


Man sollte sich regelmäßig sportlich betätigen, denn körperliche Bewegung hilft, die Depression zu lindern.
Frauen berichten oft, dass körperliche Bewegung ihnen dabei hilft, Anspannung, Schmerzen und mit der Stimmung verbundene Symptome des prämenstruellen Syndroms zu lindern.

Stress vermindern. Stress ist nicht die Ursache für prämenstruelle Schmerzen, aber er kann die Symptome verschlimmern. Zudem kann der Umgang mit Stress während der prämenstruellen Periode schwieriger sein.

 

Medikamente gegen Menstruationsschmerzen

Man kann rezeptfreie Medikamente anwenden, wie nichtsteroidale Entzündungshemmer (NSAR) gegen Kopfschmerzen, Krämpfe, Gelenk- und Muskelschmerzen.
Die von Ärzten am häufigsten verschriebenen Medikamente sind Ibuprofen und Naproxen.
Die NSAR funktionieren am besten, wenn sie vorab und dann weiterhin in regelmäßigen Dosierungsinterwallen über die gesamte prämenstruelle Schmerzperiode eingenommen werden.
Einige Frauen sollten die Einnahme in den ersten Tagen der Menstruationsblutungen fortführen, um die schmerzhaften Krämpfe zu lindern.

Analgetika dienen nur der Linderung der Schmerzen, wie zum Beispiel Paracetamol.

Antidepressiva werden oft bei prämenstruellem Syndrom angewendet, da sie bei Erschöpfung, Reizbarkeit, Hunger und Schlaflosigkeit sehr effizient wirken.
Die am häufigsten verschriebenen Antidepressiva sind Fluoxetin (Fluxet) und Alprazolam (Tafil).

Diuretika. Zur Beseitigung von Wassereinlagerungen und Bauchblähung aufgrund des prämenstruellen Syndroms eignen sich Diuretika. Die am häufigsten verwendeten sind Spironolacton (Aldactone usw.) und solche auf der Grundlage von Furosemid.

Verhütungsmittel gegen Menstruationsschmerzen
Neben der Verhinderung einer Schwangerschaft können einige Verhütungsmittel auch verschrieben werden, um die Symptome des prämenstruellen Syndroms zu regulieren.


Oft wirken sie, indem sie den Eisprung (Ovulation) blockieren oder sie stabilisieren die Hormonspiegel, um die Stimmungsschwankungen zu verringern.
Zu diesen Verhütungsmittel gehören:

  • kombinierte Antibabypille;
  • Antibabypille Yasmin, die die Symptome des prämenstruellen Syndroms wirksam verringert;
  • Spirale, Spritze oder Hormonpflaster, auch wenn diese nur unter der Aufsicht eines Gynäkologen verwendet werden dürfen;
  • intrauterines System (IUS), das mit einer Spirale kombiniert werden kann.

Allerdings funktionieren nicht all diese Formen der Empfängnisverhütung bei Frauen mit prämenstruellen Schmerzen und können auch Nebenwirkungen hervorrufen. Die Nebenwirkungen können den Symptomen der Störung, die sie behandeln sollen, ähneln und können zum Beispiel Reizbarkeit und Wassereinlagerungen hervorrufen.

Weitere Behandlungsmethoden
Wenn nach zwei oder drei Zyklen der Behandlung mit Hausmitteln und der Änderung des Lebensstils immer noch moderate oder schwere Symptome auftreten, sollte man mit dem Arzt über weitere Behandlungsmöglichkeiten sprechen.

Naturheilmittel

Im Kräuterladen gibt es Kräutertees mit krampflösenden Kräutern, um die Menstruationsschmerzen zu lindern: Melisse, Kamille usw.
Mönchspfeffer eignet sich gut zur Behandlung von Depression und Stimmungsschwankungen, die mit dem Zyklus zusammenhängen.

Menstruationsschmerzen ultima modifica: 2017-02-10T15:50:17+00:00 da daggy