Blutuntersuchung – Bluttest

Die Blutuntersuchung (auch Bluttest genannt) gehört zu den nützlichsten Werkzeugen des Arztes.

Während der Untersuchung ordnet der Arzt Blutuntersuchungen an, um das gesamte Blutbild und die Angaben über Proteine, Cholesterin usw. zu erhalten.

Im Hämatokrit (Hkt) sind alle Werte der weißen Blutkörperchen (Leukozyten, Lymphozyten usw.), der roten Blutkörperchen, der Blutplättchen und die BKS enthalten.


 
Ärztin,Kittel
Im Folgenden stehen die Erklärungen für die Symbole und Werte, die bei Blutuntersuchungen verwendet werden.

 

Proteine

Albumin
Normalwerte: von 3,9 bis 5,0 g/dl
Ein Protein, das in der Leber gebildet wird. Die Albuminspiegel können einen Hinweis auf Erkrankungen von Leber oder Niere sein.

A/G (Albumin/Globulin-Quotient) oder Gesamtprotein
Normale Beziehung: etwas mehr als 1 zu Gunsten des Albumins.
Es gibt zwei Arten von Protein im Blut – Albumin und Globulin. Der A/G-Test vergleicht die Werde dieser beiden Substanzen.
Erhöhte Werte des Gesamtproteins könnten auf eine starke Dehydratation, Bluterkrankungen (wie Multiples Myelom), Autoimmungstörungen (Lupus, rheumatoide Arthritis usw.) Nieren- oder Leberkrankheiten hinweisen.

Gammaglobulin
Normalwerte: von 0,77 bis 1,64 g/dl
Erniedrigte Gammaglobuline können verursacht sein durch:

  • Unterernährung, Niereninsuffizienz, Verbrennungen;
  • Einnahme immunsupprimierender Medikamente.

Erhöhte Gammaglobuline können verursacht sein durch:

  • chronische Hepatitis,
  • Leberzirrhose,
  • bakterielle Infektionen,
  • Darmparasiten (zum Beispiel „Bandwurm“),
  • Autoimmunkrankheiten,
  • Neoplasien.

 

Untersuchungen für die Leber

Transaminasen (ALT und AST)

ALT oder ALAT (Alanin-Aminotransferase)
Normalwerte: von 8 bis 37 U/l
Dieser Test analysiert die ALT-Enzymspiegel der Leber. Erhöhte ALT-Werte können auf Leberprobleme, Hepatitis, Alkoholexzess, Muskelverletzungen und einen kürzlich erfolgten Herzinfarkt hinweisen.

AST oder ASAT (Aspartat-Aminotransferase)
Normalwerte: von 10-34 U/l
Dieses Enzym findet man im Gewebe von Herz und Leber. Somit weist ein erhöhter AST-Wert auf Probleme hin, die sich in einem oder beiden Organe ereignen.
Ein erniedrigter AST-Wert ist kein Grund zur Beunruhigung.

Alkalische Phosphatase
Normalwerte: von 44 bis 147 U/l
Dieses Enzym ist in Leber und Knochen vorhanden.
Die Werte sind bei Kindern und schwangeren Frauen oder bei Knochenstörungen, Lebererkrankungen oder Gallensteinen erhöht. Eine erniedrigte alkalische Phosphatase ist unbedeutend.

Gamma-GT
Normalwerte bei Männern: 55 U/l, hingegen bei Frauen 38 U/l
Es handelt sich um ein Enzym, das darüber informiert, ob der Patient an einer Erkrankung der Leber oder der Gallengänge leidet. Dann hat er folgende Symptome: Ikterus, geschwollener Bauch, Erbrechen, Übelkeit, Bauchschmerzen und rechtsseitiger Flankenschmerz, dunkler Urin, allgemeines Unwohlsein, Müdigkeit oder Juckreiz auf der Haut.
Ein erhöhter Wert wird oftmals durch Alkoholabusus verursacht.

Bilirubin
Normalwerte: von 0,1 bis 1,9 mg/dl
Es handelt sich um ein Pigment in der Galle, das ist eine Verdauungsflüssigkeit, die in der Leber entsteht.
Erniedrigte Werte müssen nicht beunruhigen.
Erhöhtes Bilirubin weist auf eine Erkrankung der Leber, der Gallenwege oder eine Zerstörung der roten Blutkörperchen (Anämie) hin.

 

Untersuchungen für die Niere

Harnstoff-Stickstoff oder Harnstoff
Normalwerte: von 10 bis 20 mg/dl
Dies ist eine Messung der Funktion von Niere und Leber. Erhöhter Harnstoff kann auf eine Funktionsstörung der Nieren, der Leber oder Herzinsuffizienz hinweisen.
Manche Arzneimittel und eine proteinreiche Ernährung können die Harnsäurewerte erhöhen.

Harnstoff/Kreatinin-Quotient
Normales Verhältnis: von 10:1 bis 20:1 (Männer und ältere Menschen können etwas höhere Werte aufweisen)
Dieser Test zeigt an, ob die Nieren die harnpflichtigen Substanzen korrekt ausscheiden.
Hohe Konzentrationen von Kreatinin, ein Nebenprodukt von Muskelkontraktionen, werden über die Niere ausgeschieden und weisen auf eine verminderte Nierenfunktion hin.

Kreatinin
Normalwerte: von 0,5 bis 1,1 mg/dl für Frauen; 0,6-1,2 mg/dl für Männer (ältere Menschen können leicht niedrigere Werte haben)
Die Nieren scheiden dieses Abfallprodukt aus. Somit kann erhöhtes Kreatinin auf eine Funktionsstörung der Niere hinweisen.
Erniedrigtes Kreatinin kann durch Mangelernährung auftreten.

 

 Elektrolyte und Mineralsalze

Phosphor
Normalwerte: von 2,4 bis 4,1 mg/dl
Phosphor spielt für die Gesundheit der Knochen eine wichtige Rolle und ist an den Calciumspiegel gebunden.
Erhöhte Phosphorwerte können auf Nierenprobleme oder Probleme der Nebenschilddrüsen, Alkoholabusus, eine lange Antazidaeinnahme, zu viele Diuretika oder Vitamin D und eine Unterernährung hinweisen.

Kalium
Normalwerte: von 3,7 bis 5,2 mmol/l
Dieses Mineral ist zur Übertragung nervöser Impulse, zum Erhalt der Muskelfunktionen und für die Regelung des Herzschlags unerlässlich.
Harntreibende Medikamente, die oft bei erhöhtem Blutdruck genommen werden, können niedrige Werte von Kalium verursachen.
Hohes Kalium kann Diabetes, Morbus Addison, Dehydratation oder Niereninsuffizienz verursachen.


Natrium
Normalwerte: von 135 bis 145 mmol/l
Es handelt sich um ein Elektrolyt, das der Übertragung von Nervenimpulsen und der Muskelkontraktion dient. Erhöhtes Natrium kann auf Dehydratation, die Einnahme von Kortikosteroiden, das Cushing-Syndrom oder Nierenstörungen hinweisen.
Erniedrigtes Natrium wird durch harntreibende Medikamente, Durchfall oder eine Insuffizienz der Nebennieren verursacht.

Calcium
Normalwerte: von 9,0 bis 10,5 mg/dl (ältere Menschen liegen im Allgemeinen etwas darunter)
Zu hohes Calcium im Blut könnte auf Nierenprobleme, Hyperthyreoidismus oder Hyperparathyreoidismus, manche Krebsarten, darunter das Lymphom, Probleme der Bauchspeicheldrüse oder Mangel an Vitamin D hinweisen.

Zink
Normalwerte: von 50 bis 150 µg/dl
Zu den Ursachen zählen Mangelernährung, AIDS, Leukämie und Lymphom.
Einige Anzeichen, die durch verursacht Zinkmangel werden:

  • Veränderter Geschmackssinn
  • Striae (Dehnungsstreifen)
  • Akne
  • Weiße Flecke auf den Nägeln
  • Wachstumsverzögerung – vor allem bei Kindern
  • Haarausfall
  • Anorexie
  • Langsame Heilung von Hautverletzungen
  • Chronischer Durchfall
  • Geschwächtes Immunsystem
  • Nächtlicher Sehverlust
  • Hauttrockenheit

 

Eisen

Serumeisen
Es handelt sich um den Wert, der die Konzentration von Eisen im Blut anzeigt.
Normalwerte:

  • Männer von 65 bis 170 µg/dl
  • Frauen von 50 bis 170 µg/dl

Weit über die Norm erhöhte Werte können hinweisen auf:

  • Hämochromatose
  • Hämolyse
  • Hämolytische Anämie
  • Hämosiderose
  • Hepatische Nekrose
  • Hepatitis
  • Mangel an Vitamin B-12 oder Vitamin B-6
  • Eisenvergiftung
  • Häufige Bluttransfusionen

Werte unter der Norm können auf Folgendes hinweisen:

  • Gastrointestinaler Blutverlust
  • Starke Regelblutung
  • Verminderte Aufnahme von Eisen
  • Zu wenig Eisen in der Ernährung
  • Schwangerschaft
  • Anämie

Ferritin
Ferritin ist ein Protein, das sich in den Zellen befindet und Eisen enthält.
Normalwerte: 12-300 ng/ml bei Männern und 12-150 ng/ml bei Frauen.
Hohe Werte können auf Hämochromatose, Leberstörungen, rheumatoide Arthritis und einige Krebsarten hinweisen.

 

 Herz und Stoffwechsel

Nüchternzucker
Normalwerte: von 70 bis 99 mg/dl für einen durchschnittlichen Erwachsenen
Die Glucosewerte im Blut variieren je nach aufgenommener Nahrung, Stressniveau, eingenommenen Medikamenten und Tageszeit.
Hohe Glucosewerte können hinweisen auf Diabetes, Hyperthyreoidismus oder Pankreatitis.
Niedrige Glucosewerte können verursacht sein durch Leberstörungen, Nebenniereninsuffizienz oder zu hohen Insulingebrauch.

Blutuntersuchung - Bluttest
Blutuntersuchung – Bluttest

Creatinphosphokinase (CPK)
Die CPK ist ein sehr nützliches Enzym zur Diagnose von Herz- und Skelettmuskelerkrankungen.
Normalwerte der CPK sind:

  1. Skelettmuskelspezifisch (CK-MM) bis zu 50 mU/ml
  2. Herzmuskelspezifisch (CK-MB) bis zu 10 mU/ml

Nach einem Herzinfarkt (3-4 Stunden) sind die Werte der Creatinphosphokinase höher als normal.
Ist der CPK-Wert erhöht, ohne dass Herzbeschwerden vorliegen, liegen wahrscheinlich Skelettmuskelprobleme vor, zum Beispiel Schmerzen in den Beinen oder Muskelkontrakturen.

D-Dimer
Es handelt sich um Spaltprodukte des Fibrins.
Dieser Test dient zum Ausschluss eines Blutgerinnsels oder eines Herzinfarkts.
Normalwerte: unter 250 ng/ml
Ein erhöhter D-Dimer kann durch viele verschiedene Krankheiten verursacht sein:

Nicht krankheitsbedingt:

  1. Alter (gesunde ältere Menschen)
  2. Zigarettenrauchen
  3. Postoperativ
  4. Schwangerschaft
  5. Rasse (zum Beispiel afro-amerikanisch)

Krankheiten:

  1. Akutes Koronarsyndrom
  2. Obere gastrointestinale Blutung
  3. Aortendissektion
  4. Arterielle oder venöse Embolie
  5. Vorhofflimmern
  6. Infektionen
  7. Krebs
  8. Präeklampsie
  9. Sichelzellanämie
  10. Schlaganfall
  11. Aneurysma
  12. Subarachnoidalblutung (zerebral)
  13. Subdurales Hämatom
  14. Oberflächliche Thrombophlebitis
  15. Trauma
  16. Entzündliche Darmerkrankung (Colitis ulcerosa und Morbus Crohn)
  17. Chronisch entzündliche Erkrankung (zum Beispiel rheumatoide Arthritis)

Vitamin D
Normalwerte: 30 bis 74 ng/ml
Ärzte empfehlen oft ein Vitamin-D-Ergänzungsmittel, weil Mangelerscheinungen sehr häufig auftreten.
Vitamin-D-Mangel ist ein Risikofaktor für verschiedene Störungen, Herzerkrankungen, Krebs und Frakturen.

 

Fette

Gesamtcholesterin

  • gesund unter 200 mg/dl (unter 5,18 mmol/l)
  • Borderline (grenzwertig) zwischen 200 und 239 mg/dl (von 5,2 bis 6,2 mmol/l)
  • erhöht über 240 mg/dl (über 6,2 mmol/l)

Dieser Test misst den („guten“) Cholesterinspiegel HDL und den („bösen“) LDL.
Hohes Cholesterin kann verursacht sein durch:

  • Übergewicht
  • Hypothyreose
  • Pankreatitis
  • Antibabypille
  • Nephrotisches Syndrom
  • Diabetes
  • Hepatitis
  • Morbus Cushing
  • Systemischer Lupus erythematodes

Triglyceride
Normalwerte: von 40 bis 160 mg/dl
Diese Fette sind im Blut vorhanden und können zu Herzkrankheiten und anderen Beschwerden beitragen.

HDL („gutes“) Cholesterin
Allgemeine Regel:

  • Sehr gut über 60 mg/dl
  • Gut von 50 bis 60 mg/dl
  • Mangelhaft unter 40 mg/dl für Männer; unter 50 mg/dl für Frauen

Das „gute“ Cholesterin oder HDL schützt gegen Herzerkrankungen. Niedrige Werte sind Risikofaktoren für Herzkrankheiten.

LDL („schlechtes“) Cholesterin

  • Optimal unter 100 mg/dl
  • Fast optimal gut von 100 bis 129 mg/dl
  • Borderline zwischen 130 und 159 mg/dl
  • Hoch zwischen 160 und 189 mg/dl
  • Sehr hoch über 189 mg/dl


Das „böse“ oder LDL-Cholesterin ist eine Substanz, die sich in Arterien ablagert. Sie bewirkt also eine Arteriosklerose und kann einen Thrombus oder Embolus verursachen.

Gesamtcholesterin/HDL
Leitlinie der American Heart Association:

  • Optimales Verhältnis von 3,5 zu 1
  • Gesundes Verhältnis von 5 zu 1 oder darunter

Dieses Verhältnis ist ein anderer Modus, um die Risiken für eine Herzerkrankung zu kontrollieren.

 

Schilddrüse

Untersuchungen für die Schilddrüse werden angeordnet, wenn der Patient über Müdigkeit, Verlust oder Zunahme des Körpergewichts, Nervosität oder Überaktivität klagt.

Normalwerte:

  • Thyreoidea-stimulierendes-Hormon (TSH) von 0,3 bis 3 mU/l
  • Thyroxin T4 – von 4,5 bis 12,5 μg/dl
  • Freies Thyroxin T4 – von 0,7 bis 2,0 ng/l
  • Trijodthyronin gesamt T3 – von 80 bis 220 ng/dl
  • Freies Trijodthyronin T3 – von 2,3 bis 4,2 pmol/l

Liegen die Werte unterhalb der untersten Norm, kann es sich um eine Schilddrüsenunterfunktion handeln.
Liegen die Werte über den Normalwerten, kann es sich um eine zu aktive Schilddrüse oder eine Schilddrüsenüberfunktion handeln.
In beiden Fällen kann der Arzt ein entsprechendes Medikament verordnen.

Schilddrüsenantikörper
Die mikrosomalen Antikörper werden auch Antiperoxidase (oder Anti-TOP) genannt.
Dieser Wert ist bei Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse, wie Hashimoto-Thyreoiditis oder Morbus Basedow Graves, erhöht.
Die Schilddrüsenantikörper sind in einigen Fällen von Autoimmunthyreoiditis erhöht.
Der Wert ist eher bei Morbus Basedow Graves positiv, als bei einer Hashimoto-Thyreoiditis.
Dieser Test wird häufig bei Patienten mit Schilddrüsenkrebs angewendet.

 

Andere Untersuchungen

Gliadin-Antikörper (AGA)
Diese Antikörper dienen zusammen mit Endomysiumantikörpern (EMA) der Diagnostik der Zöliakie.
Werte der AGA:

  • Von 0 bis 8 negativ
  • Von 8 bis 12 Borderline
  • Über 12 positiv


Homocystein (Hcy)
Normalwerte zwischen 5 und 12 Mikromol.
Es handelt sich um eine Aminosäure, die die Gefäßwände schädigt und die Entwicklung von Alzheimer, sowie Knochenbrüche begünstigt, weil sie die Bildung freier Radikale erhöht.

Harnsäure
Normalwerte: von 3,5 bis 7,2 Milligramm Harnsäure auf einen Deziliter Blut (mg/dl).
Diese Substanz wird über den Urin ausgeschieden.
Erniedrigte Harnsäurewerte kommen seltener vor und müssen nicht beunruhigen.
Erhöhte Harnsäure ist mit Gicht, Arthritis, Nierenproblemen und der Einnahme von harntreibenden Medikamenten verbunden.

Blutuntersuchung,Blutabnahme

 

CO2
Der Kohlensäuregehalt spiegelt den Säuregehalt des Blutes wider.
CO2 ist eine gasförmige Substanz und Stoffwechselschlacke.
Normalwerte 20 – 29 mmol/l
Erniedrigtes CO2 kann durch Nierenerkrankungen, einige toxische Expositionen oder schwere Infektionen hervorgerufen werden.
Erhöhtes CO2 wird durch Lungenerkrankungen, darunter COPD, verursacht.

PSA
Die PSA ist ein prostataspezifisches Antigen und dient der Erkennung erster Anzeichen von Prostatakrebs.
Normalwerte sind:

  1. Personen zwischen 50 und 59 Jahren sollten weniger als 3 ng/ml aufweisen.
  2. Zwischen 60 und 69 Jahren sollten die Werte unter 4 ng/ml liegen.
  3. Über 70 Jahre sollten die Werte geringer sein als 5 ng/ml.

Eine erhöhte PSA deutet an: Prostatitis, Prostatavergrößerung, Prostatakrebs oder Harnwegsinfektion.

CEA (Carcinoembryonales Antigen)
Dieses Protein dient der Diagnostik einer Neoplasie des Verdauungstraktes und besonders eines Tumors im Darm.
Normalwerte: beim Mann unter 5 ng/ml, hingegen bei der Frau weniger als 7,5ng/ml.
Übersteigen die Werte 25 ng/ml ist es wahrscheinlich, dass der Patient einen kolorektalen Tumor hat.

Beta HCG
Es handelt sich um ein für die Entwicklung des Kindes sehr wichtiges Schwangerschaftshormon, denn es regt die Produktion einer hohen Menge von Progesteron an.
Die normalen Werte bei NICHT schwangeren Frauen sind niedriger als 10 IU/l.

 

Antikörper ANA

Antinukleäre Antikörper sind eine Gruppe von Antikörpern, die die Fähigkeit haben, Strukturen des Zellkerns anzugreifen. Der Kern einer Zelle enthält genetisch definiertes Material wie DNA.
Ein ANA-Test hilft bei der Diagnose einiger Autoimmunerkrankungen.

Positives ANA-Testergebnis
Antinukleäre Antikörper werden nicht nur bei Patienten mit verschiedenen Autoimmunkrankheiten gefunden.

Antinukleäre Antikörper können auch bei Patienten mit Infektionen, Krebs, Lungenerkrankungen, gastrointestinalen Störungen usw. gefunden werden. Außerdem werden sie bei älteren Menschen festgestellt.
Antinukleäre Antikörper werden auch in etwa 5% der gesunden Bevölkerung gefunden.

Statistisch gesehen liegt die prozentuale Häufigkeit eines positiven Testergebnisses für ANA bei:
Systemischer Lupus erythematodes – mehr als 95%
Sklerodermie – 60-90%
Rheumatoide Arthritis – 25-30%
Sjögren-Syndrom – 40-70%
Juvenile Arthritis – 15-30%