Blutuntersuchung – Bluttest

Die Blutuntersuchung (auch Bluttest genannt) gehört zu den nützlichsten Werkzeugen des Arztes.

Während der Untersuchung ordnet der Arzt Blutuntersuchungen an, um das gesamte Blutbild und die Angaben über Proteine, Cholesterin usw. zu erhalten.

Das Blutbild enthält alle Werte bezüglich:

  • weißer Blutkörperchen (Leukozyten, Lymphozyten usw.),
  • roter Blutkörperchen,
  • Blutplättchen,
  • BKS.


Nüchtern bleiben, Rauchen und Kaffee

Für die Blutentnahme muss man nur bei folgenden Untersuchungen eine Fastenzeit von mindestens 8-12 Stunden einhalten:

  • Blutzucker
  • Insulin

Uneinigkeit herrscht bei den folgenden Untersuchungen. Um die Ergebnisse mit anderen Untersuchungen vergleichen zu können, empfiehlt es sich jedoch nüchtern zu sein:

  • Cholesterin
  • Lipase
  • Triglyceride (14 Stunden)

Außerdem sind zu vermeiden:

  • Alkohol
  • Kaffee
  • Rauchen

Wasser trinken ist erlaubt.

Im Folgenden stehen die Erklärungen für die Symbole und Werte, die bei Blutuntersuchungen verwendet werden.

Ärztin,Kittel

 

Proteine in der Blutuntersuchung

Die Proteine im Blut werden in 5 Untergruppen unterteilt:

  1. Albumine
  2. Alpha-1-Globuline
  3. Alpha-2-Globuline
  4. Beta-Globuline
  5. Gamma-Globuline

Gesamtprotein
Die Normalwerte der Gesamtproteine liegen zwischen 6 und 8 g/dl.
Erhöhte Werte des Gesamtproteins (Hyperproteinämie) kommen seltener vor und könnten hinweisen auf:

  • starke Dehydratation,
  • Lupus,
  • rheumatoide Arthritis usw.),
  • schwere Leberkrankheiten (Leberversagen).

Albumin
Normalwerte: von 3,9 bis 5,0 g/dl
Ein Protein, das in der Leber gebildet wird. Die Albuminspiegel können einen Hinweis auf Erkrankungen sein von:

  • Leber,
  • Niere.

Alpha-1-Globulin
Die Normalwerte der Alpha-1-Globuline liegen bei 0,2 – 0,4 g/dl.
Erhöht sind die Werte bei starken Entzündungsprozessen, wie:

  • Infektionskrankheiten,
  • chronische Entzündungskrankheiten und Autoimmunstörungen (Lupus, rheumatoide Arthritis usw.),
  • Herzinfarkt,
  • Neoplasien.

Erniedrigte Werte können folgende Ursachen haben:

  • schwere Lebererkrankungen,
  • angeborenes Emphysem (seltene Erbkrankheit, die die Lungen befällt),
  • Nierenerkrankungen.

Alpha-2-Globulin
Die Normalwerte der Alpha-2-Globuline liegen bei 0,4 – 0,8 g/dl.
Erhöhte Alpha-2-Globulin-Werte können verursacht werden durch:

  • akute bakterielle Entzündungen,
  • Traumen,
  • chirurgische Eingriffe,
  • Herzinfarkt,
  • Neoplasien,
  • Down-Syndrom.

Erniedrigte Alpha-2-Globulin-Werte können folgende Ursachen haben:

  • virale Hepatitis,
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis),
  • Diabetes,
  • Hämolyse (Auflösung der roten Blutkörperchen).

Beta-Globulin
Die Normalwerte der Beta-Globuline liegen bei 0,6 – 1 g/dl.
Erhöhte Beta-Globulin-Werte können ein Hinweis sein auf:

  • Eisenmangelanämie,
  • nephrotisches Syndrom,
  • Hypercholesterinämie (zu hohe Cholesterinspiegel im Blut),
  • Leber- und Gallenwegserkrankungen,
  • Schwangerschaft.

Niedrige Werte sind ein Anzeichen für:

  • Mangelernährung,
  • Leberzirrhose.

Gammaglobulin
Normalwerte: von 0,77 bis 1,64 g/dl
Erniedrigte Gammaglobuline können verursacht sein durch:

  • Erbkrankheiten des Immunsystems,
  • Mangelernährung,
  • Niereninsuffizienz,
  • Verbrennungen,
  • Einnahme immunsupprimierender Medikamente.

Erhöhte Gammaglobuline können verursacht sein durch:

  • chronische Hepatitis,
  • chronische Leberzirrhose,
  • bakterielle Infektionen,
  • Darmparasiten (zum Beispiel „Bandwurm“),
  • Autoimmunkrankheiten,
  • Neoplasien (Lymphome),
  • Blutkrankheiten (wie Leukämie und multiples Myelom).

A/G (Albumin/Globulin-Quotient)
Normale Beziehung: etwas mehr als 1 (1,2 – 1,7) zu Gunsten des Albumins.
Es gibt zwei Arten von Protein im Blut – Albumin und Globulin. Der A/G-Test vergleicht die Werde dieser beiden Substanzen.

 

Blutuntersuchung für Elektrolyte und Mineralsalze

Phosphor

Normalwerte: von 2,4 bis 4,1 mg/dl
Phosphor spielt für die Gesundheit der Knochen eine wichtige Rolle und ist an den Calciumspiegel gebunden.
Erhöhte Phosphorwerte können hinweisen auf:

  • Nierenprobleme oder Probleme der Nebenschilddrüsen,
  • Alkoholabusus,
  • eine lange Antazidaeinnahme,
  • zu viele Diuretika oder Vitamin D,
  • Mangelernährung.

 

Kalium

Normalwerte: von 3,7 bis 5,2 mmol/l
Dieses Mineral ist unerlässlich:

  • zur Übertragung nervöser Impulse,
  • zum Erhalt der Muskelfunktionen,
  • für die Regelung des Herzschlags.

Niedrige Kaliumwerte
Niedrige Kaliumwerte können hervorgerufen werden durch:

  • Fasten,
  • Erbrechen und Durchfall,
  • Malabsorption,
  • Kortisontherapie,
  • harntreibende Medikamente, die oft bei erhöhtem Blutdruck genommen werden.

Erhöhte Kaliumwerte
Hohes Kalium wird verursacht durch:

  • Diabetes,
  • Morbus Addison,
  • Dehydratation,
  • Niereninsuffizienz.


Natrium

Normalwerte: von 135 bis 145 mmol/l
Es handelt sich um ein Elektrolyt, das benötigt wird zur:

  • Übertragung von Nervenimpulse,
  • Muskelkontraktion.

Erhöhte Natriumwerte
Erhöhtes Natrium kann hinweisen auf:

  • Dehydratation,
  • verlängerte Einnahme von Kortikosteroiden,
  • Cushing-Syndrom,
  • Nierenstörungen,
  • Diabetes mellitus und insipidus,
  • Übermaß an Salz in der Ernährung.

Niedrige Natriumwerte
Erniedrigtes Natrium wird verursacht durch:

  • harntreibende Medikamente, Barbiturate, Opiate,
  • Durchfall,
  • Insuffizienz der Nebennieren (seltener),
  • übermäßige Flüssigkeitsaufnahme,
  • Nierenkrankheiten,
  • Herzinsuffizienz,
  • Leberzirrhose.

 

Calcium

Normalwerte: von 9,0 bis 10,5 mg/dl (ältere Menschen liegen im Allgemeinen etwas darunter)

Erhöhte Calciumwerte
Zu hohes Calcium im Blut könnte hinweisen auf:

  • Nierenprobleme,
  • Hyperthyreoidismus,
  • Hyperparathyreoidismus: hoher Nebenschilddrüsenhormonspiegel,
  • manche Krebsarten, darunter Lymphom, Lungen- und Eierstockkrebs,
  • Übermaß an Vitamin D.

Niedrige Calciumwerte
Wenig Calcium im Blut ist ein möglicher Hinweis auf:

  • Hypoparathyreoidismus: niedriger Nebenschilddrüsenhormonspiegel,
  • Ernährung arm an Calcium,
  • Vitamin-D-Mangel,
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis),
  • Nierenerkrankungen.

 

Magnesium

50% des im Körper enthaltenen Magnesiums befindet sich in den Knochen.
Ein geringer Anteil ist im Blut enthalten.
Magnesium ist wichtig für die Funktionsfähigkeit von Nerven und Muskeln.
Normalwerte von Magnesium: 1,41 – 1,85 mmol/l

Erhöhte Magnesiumwerte
Erhöhte Magnesiumwerte können verursacht werden durch:

  • Niereninsuffizienz,
  • Antazida oder Abführmittel.

Niedrige Magnesiumwerte
Niedrige Magnesiumwerte werden hervorgerufen durch:

  • Alkoholmissbrauch,
  • anhaltender Durchfall,
  • hoher Schilddrüsenhormonspiegel,
  • harntreibende Arzneimittel.

 

Zink

Normalwerte: von 50 bis 150 µg/dl

Erhöhte Zinkwerte
Erhöhte Zinkwerte können ein Hinweis sein auf:

  • Neutropenie,
  • Anämie.

Niedrige Zinkwerte
Zu den Ursachen für Zinkmangel zählen:

  1. Mangelernährung,
  2. AIDS,
  3. Leukämie,
  4. Lymphom.

Einige Anzeichen, die durch verursacht Zinkmangel werden:

  • Veränderter Geschmackssinn
  • Striae (Dehnungsstreifen)
  • Akne
  • Weiße Flecke auf den Nägeln
  • Wachstumsverzögerung – vor allem bei Kindern
  • Haarausfall
  • Anorexie
  • Langsame Heilung von Hautverletzungen
  • Chronischer Durchfall
  • Geschwächtes Immunsystem
  • Nächtlicher Sehverlust
  • Hauttrockenheit
  • Unregelmäßige Monatszyklen
  • Jugendliche männliche Impotenz
  • Gelenkschmerzen bei jungen Menschen (Knie und Hüfte)

Blutuntersuchung für Eisen

Serumeisen

Es handelt sich um den Wert, der die Konzentration von Eisen im Blut anzeigt.
Normalwerte:

  • Männer von 65 bis 170 µg/dl
  • Frauen von 50 bis 170 µg/dl

Weit über die Norm erhöhte Werte können hinweisen auf:

  • Hämochromatose
  • Hämolyse
  • Hämolytische Anämie
  • Hämosiderose
  • Hepatische Nekrose
  • Hepatitis
  • Eisenvergiftung
  • Häufige Bluttransfusionen
  • Pharmaka (Methyldopa, Chloramphenicol)

Werte unter der Norm können auf Folgendes hinweisen:

  • Gastrointestinaler Blutverlust
  • Starke Regelblutung
  • Verminderte Aufnahme von Eisen
  • Zu wenig Eisen in der Ernährung
  • Schwangerschaft
  • Anämie
  • Mangel an Vitamin B-12 oder B-6
  • Diabetes

 

Ferritin

Ferritin ist ein Protein, das sich in den Zellen befindet und Eisen enthält.
Normalwerte:

  • 12-300 ng/ml bei Männern
  • 12-150 ng/ml bei Frauen

Niedrige Ferritinwerte sind ein möglicher Hinweis auf:

  • Mangelernährung,
  • sideropenische Anämie,
  • Vitamin-C-Mangel.

Hohe Werte können hinweisen auf:

  • Hämochromatose,
  • Leberstörungen,
  • rheumatoide Arthritis,
  • einige Krebsarten.

 

Transferrin

Transferrin ist ein Protein des Blutes, das für den Eisentransport verantwortlich ist zu:

  • Leber,
  • Milz,
  • Knochenmark.

Eine Transferrinsättigung:

  • < 20 % bedeutet Eisenmangel,
  • > 20 % bedeutet Eisenüberfluss.

Der Referenzintervall der Sättigung variiert mit dem Alter:

  • Erwachsene: 20 – 50 %
  • Kinder: > 16 %

 

Blutuntersuchung für Herz und Stoffwechsel

 

Nüchternzucker

Normalwerte: von 70 bis 110 mg/dl für einen durchschnittlichen Erwachsenen
Die Glucosewerte im Blut variieren je nach:

  • aufgenommener Nahrung,
  • Stressniveau,
  • eingenommenen Medikamenten,
  • Tageszeit.

Hohe Glucosewerte können hinweisen auf:

  • Diabetes,
  • Hyperthyreoidismus,
  • Pankreatitis.

Niedrige Glucosewerte können verursacht sein durch:

  • Leberstörungen,
  • Nebenniereninsuffizienz,
  • zu hohen Insulingebrauch.
Blutuntersuchung - Bluttest
Blutuntersuchung – Bluttest

 

Creatinphosphokinase (CPK)

Die CPK ist ein sehr nützliches Enzym zur Diagnose von:

  • Herzkrankheiten,
  • Skelettmuskelerkrankungen.

Normalwerte der CPK sind:

  1. Skelettmuskelspezifisch (CK-MM) bis zu 50 mU/ml
  2. Herzmuskelspezifisch (CK-MB) bis zu 10 mU/ml

Höher als normal sind die Werte der Creatinphosphokinase:

  • nach einem Herzinfarkt (3-4 Stunden),
  • nach einer Operation.

Ist der CPK-Wert erhöht, ohne dass Herzbeschwerden vorliegen, liegen wahrscheinlich Skelettmuskelprobleme vor, zum Beispiel:

  • Schmerzen in den Beinen,
  • Muskelläsionen oder -kontrakturen,
  • Erkrankungen der Muskeln (Dystophie).

 

D-Dimer

Es handelt sich um Spaltprodukte des Fibrins.
Dieser Test dient zum Ausschluss eines Blutgerinnsels, welches der Auslöser sein kann für:

  • tiefe Venenthrombose (TVT),
  • Lungenembolie.

Normalwerte: unter 500 ng/ml
Ein erhöhter D-Dimer kann durch viele verschiedene Krankheiten verursacht sein:

Nicht krankheitsbedingt:

  1. Alter (gesunde ältere Menschen)
  2. Zigarettenrauchen
  3. Postoperativ
  4. Schwangerschaft und die Zeit nach der Geburt
  5. Rasse (zum Beispiel afro-amerikanisch)

Krankheiten:

  1. Akutes Koronarsyndrom
  2. Obere gastrointestinale Blutung
  3. Arterielle oder venöse Embolie
  4. Vorhofflimmern
  5. Infektionen
  6. Krebs
  7. Präeklampsie
  8. Sichelzellanämie (hämolytische Krisen)
  9. Schlaganfall
  10. Aneurysma
  11. Subarachnoidalblutung (zerebral)
  12. Subdurales Hämatom
  13. Oberflächliche Thrombophlebitis
  14. Trauma
  15. Entzündliche Darmerkrankung (Colitis ulcerosa und Morbus Crohn)
  16. Chronisch entzündliche Erkrankung (zum Beispiel rheumatoide Arthritis)

 

Vitamin D

Normalwerte: 30 bis 74 ng/ml
Ärzte empfehlen oft ein Vitamin-D-Ergänzungsmittel, weil Mangelerscheinungen sehr häufig auftreten.

Eine übermäßige Einnahme von Vitamin D führt möglicherweise zu:

  • Vergiftung,
  • überhöhten Calciumwerten im Blut (Hyperkalzämie),
  • Schädigung der Nieren und Niereninsuffizienz.

Vitamin-D-Mangel ist ein Risikofaktor für verschiedene Störungen wie:

  • Herzerkrankungen,
  • Krebs,
  • Frakturen.

 

Blutuntersuchung für Cholesterin und Triglyceride

Gesamtcholesterin

  • Gesund unter 200 mg/dl (unter 5,18 mmol/l)
  • Borderline (grenzwertig) zwischen 200 und 239 mg/dl (von 5,2 bis 6,2 mmol/l)
  • Erhöht über 240 mg/dl (über 6,2 mmol/l)

Dieser Test misst den („guten“) Cholesterinspiegel HDL und den („bösen“) LDL.

Hohes Cholesterin kann verursacht sein durch:

  • Übergewicht
  • Hypothyreose
  • Pankreatitis
  • Antibabypille
  • Nephrotisches Syndrom
  • Diabetes
  • Lebererkrankungen, wie primär biliäre Zirrhose und Hepatitis
  • Morbus Cushing
  • Systemischer Lupus erythematodes

 

Triglyceride

Normalwerte: von 40 bis 160 mg/dl
Sind diese Fette im Übermaß im Blut vorhanden, können sie Herzkrankheiten begünstigen, wie:

  • Herzinfarkt,
  • Schlaganfall,
  • Atherosklerose.

HDL („gutes“) Cholesterin
Allgemeine Regel:

  • Sehr gut über 60 mg/dl
  • Gut von 50 bis 60 mg/dl
  • Mangelhaft unter 40 mg/dl für Männer; unter 50 mg/dl für Frauen

Das „gute“ Cholesterin oder HDL schützt gegen Herzerkrankungen. Niedrige Werte sind Risikofaktoren für Herzkrankheiten.

LDL („schlechtes“) Cholesterin

  • Optimal unter 100 mg/dl
  • Fast optimal gut von 100 bis 129 mg/dl
  • Borderline zwischen 130 und 159 mg/dl
  • Hoch zwischen 160 und 189 mg/dl
  • Sehr hoch über 189 mg/dl


Das „böse“ oder LDL-Cholesterin ist eine Substanz, die sich in Arterien ablagert. Sie bewirkt also eine Arteriosklerose und kann verursachen:

  • Thrombus,
  • Embolus.

Gesamtcholesterin/HDL
Leitlinie der American Heart Association:

Normalwerte:

  • Männer: < 5
  • Frauen: < 4,5

– Optimales Verhältnis: 3,5 zu 1
– Gesundes Verhältnis: 5 zu 1 oder kleiner
Dieses Verhältnis ist ein anderer Modus, um die Risiken für eine Herzerkrankung zu kontrollieren.

 

Tumormarker in der Blutuntersuchung

Blutuntersuchung,Blutabnahme

PSA
Die PSA ist ein prostataspezifisches Antigen und dient der Erkennung erster Anzeichen von Prostatakrebs.
Normalwerte sind:

  1. Personen zwischen 50 und 59 Jahren sollten weniger als 3 ng/ml aufweisen.
  2. Zwischen 60 und 69 Jahren sollten die Werte unter 4 ng/ml liegen.
  3. Über 70 Jahre sollten die Werte geringer sein als 5 ng/ml.

Eine erhöhte PSA ist ein Hinweis auf:

  • Prostatitis,
  • Prostatavergrößerung,
  • Prostatakrebs,
  • Harnwegsinfektion.

CEA (Carcinoembryonales Antigen)
Dieses Protein dient der Diagnostik einer Neoplasie des Verdauungstraktes und besonders eines Tumors im Darm.
Normalwerte:

  • beim Mann unter 5 ng/ml,
  • hingegen bei der Frau weniger als 7,5ng/ml.

Übersteigen die Werte 25 ng/ml ist es wahrscheinlich, dass der Patient einen kolorektalen Tumor hat.

 

Blutuntersuchung in der Schwangerschaft

Beta HCG
Es handelt sich um ein für die Entwicklung des Kindes sehr wichtiges Schwangerschaftshormon, denn es regt die Produktion einer hohen Menge von Progesteron an.
Die normalen Werte bei NICHT schwangeren Frauen sind niedriger als 5 IU/l.

 

Blutuntersuchung für Antikörper ANA

Antinukleäre Antikörper sind eine Gruppe von Antikörpern, die die Fähigkeit haben, Strukturen des Zellkerns anzugreifen. Der Kern einer Zelle enthält genetisch definiertes Material wie DNA.
Ein ANA-Test hilft bei der Diagnose einiger Autoimmunerkrankungen.

Positives ANA-Testergebnis
Antinukleäre Antikörper werden nicht nur bei Patienten mit verschiedenen Autoimmunkrankheiten gefunden.

Antinukleäre Antikörper finden sich auch bei Patienten mit:

  • Infektionen,
  • Krebs,
  • Lungenerkrankungen,
  • gastrointestinalen Störungen.

Außerdem werden sie bei älteren Menschen festgestellt.
Antinukleäre Antikörper werden auch in etwa 5% der gesunden Bevölkerung gefunden.

Statistisch gesehen liegt die prozentuale Häufigkeit eines positiven Testergebnisses für ANA in folgenden Fällen:

  • Systemischer Lupus erythematodes – mehr als 95 %
  • Sklerodermie – 60-90 %
  • Rheumatoide Arthritis – 25-30 %
  • Sjögren-Syndrom – 40-70 %
  • Juvenile Arthritis – 15-30 %

 

Andere Blutuntersuchungen

Gliadin-Antikörper (AGA)
Diese Antikörper dienen zusammen mit Endomysiumantikörpern (EMA) der Diagnostik der Zöliakie.
Werte der AGA:

  • Von 0 bis 8 negativ
  • Von 8 bis 12 Borderline
  • Über 12 positiv


Homocystein (Hcy)
Normalwerte zwischen 5 und 12 Mikromol.
Es handelt sich um eine Aminosäure, die die Gefäßwände schädigt und die Entwicklung begünstigt von:

  • Alzheimer,
  • Knochenbrüchen.

Homocystein führt zu einer erhöhten Bildung von freien Radikalen.

Hohe Homocystein-Werte können verursacht sein durch:

  • Darmprobleme,
  • Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis),
  • Entzündung der Speiseröhre (Ösophagitis).

Durch die Einnahme von Folsäure lässt sich der Homocystein-Spiegel senken.

Harnsäure
Normalwerte: von 3,5 bis 7,2 Milligramm Harnsäure auf einen Deziliter Blut (mg/dl).
Diese Substanz wird über den Urin ausgeschieden.
Erniedrigte Harnsäurewerte kommen seltener vor und müssen nicht beunruhigen.
Erhöhte Harnsäure ist verbunden mit:

  • Gicht,
  • Arthritis,
  • Nierenproblemen,
  • der Einnahme von harntreibenden Medikamenten.

CO2
Der Kohlensäuregehalt spiegelt den Säuregehalt des Blutes wider.
CO2 ist eine gasförmige Substanz und Stoffwechselschlacke.
Normalwerte 20 – 29 mmol/l
Erniedrigtes CO2 kann hervorgerufen werden durch:

  • Nierenerkrankungen,
  • schwere Infektionen.

Erhöhtes CO2 wird verursacht durch:

  • Lungenentzündung,
  • Emphysem,
  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD).