Bluttests für Schilddrüse, Leber und Nieren

Schilddrüse

Untersuchungen für die Schilddrüse werden angeordnet, wenn der Patient über Müdigkeit, Verlust oder Zunahme des Körpergewichts, Nervosität oder Überaktivität klagt.

Normalwerte:

  • Thyreoidea-stimulierendes-Hormon (TSH) von 0,3 bis 5,6 mU/l
  • Thyroxin T4 – von 4,5 bis 12,5 μg/dl
  • Freies Thyroxin T4 – von 0,7 bis 2,0 ng/l
  • Trijodthyronin gesamt T3 – von 80 bis 220 ng/dl
  • Freies Trijodthyronin T3 – von 2,3 bis 4,2 pmol/l

Wenn der TSH-Wert unter dem Minimum liegt, könnte ‎eine Überfunktion der Schilddrüse oder Hyperthyreose‎ vorliegen.
Wenn der Pegel höher ist als normal, besteht möglicherweise eine Hypothyreose

In beiden Fällen kann der Arzt ein entsprechendes Medikament verordnen.

Schilddrüsenantikörper
Die mikrosomalen Antikörper werden auch Antiperoxidase (oder Anti-TOP) genannt.
Dieser Wert ist bei Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse, wie Hashimoto-Thyreoiditis oder Morbus Basedow Graves, erhöht.
Die Schilddrüsenantikörper sind in einigen Fällen von Autoimmunthyreoiditis erhöht.
Der Wert ist eher bei Morbus Basedow Graves positiv, als bei einer Hashimoto-Thyreoiditis.
Dieser Test wird häufig bei Patienten mit Schilddrüsenkrebs angewendet.

 

Untersuchungen für die Leber

Transaminasen (ALT und AST)

ALT oder ALAT (Alanin-Aminotransferase)
Normalwerte: von 8 bis 37 U/l
Dieser Test analysiert die ALT-Enzymspiegel der Leber. Erhöhte ALT-Werte können auf Leberprobleme, Hepatitis, Alkoholexzess, Muskelverletzungen und einen kürzlich erfolgten Herzinfarkt hinweisen.

AST oder ASAT (Aspartat-Aminotransferase)
Normalwerte: von 10-34 U/l
Dieses Enzym findet man im Gewebe von Herz und Leber. Somit weist ein erhöhter AST-Wert auf Probleme hin, die sich in einem oder beiden Organe ereignen.
Ein erniedrigter AST-Wert ist kein Grund zur Beunruhigung.

Alkalische Phosphatase
Normalwerte: von 44 bis 147 U/l
Dieses Enzym ist in Leber und Knochen vorhanden.
Die Werte sind bei Kindern und schwangeren Frauen oder bei Knochenstörungen, Lebererkrankungen oder Gallensteinen erhöht. Eine erniedrigte alkalische Phosphatase ist unbedeutend.

Gamma-GT
Normalwerte bei Männern: 55 U/l, hingegen bei Frauen 38 U/l
Es handelt sich um ein Enzym, das darüber informiert, ob der Patient an einer Erkrankung der Leber oder der Gallengänge leidet. Dann hat er folgende Symptome: Ikterus, geschwollener Bauch, Erbrechen, Übelkeit, Bauchschmerzen und rechtsseitiger Flankenschmerz, dunkler Urin, allgemeines Unwohlsein, Müdigkeit oder Juckreiz auf der Haut.
Ein erhöhter Wert wird oftmals durch Alkoholabusus verursacht.

Bilirubin
Normalwerte: von 0,1 bis 1,9 mg/dl
Es handelt sich um ein Pigment in der Galle, das ist eine Verdauungsflüssigkeit, die in der Leber entsteht.
Erniedrigte Werte müssen nicht beunruhigen.
Erhöhtes Bilirubin weist auf eine Erkrankung der Leber, der Gallenwege oder eine Zerstörung der roten Blutkörperchen (Anämie) hin.

 

Untersuchungen für die Niere

Harnstoff-Stickstoff oder Harnstoff
Normalwerte: von 10 bis 20 mg/dl
Dies ist eine Messung der Funktion von Niere und Leber. Erhöhter Harnstoff kann auf eine Funktionsstörung der Nieren, der Leber oder Herzinsuffizienz hinweisen.
Manche Arzneimittel und eine proteinreiche Ernährung können die Harnsäurewerte erhöhen.

Harnstoff/Kreatinin-Quotient
Normales Verhältnis: von 10:1 bis 20:1 (Männer und ältere Menschen können etwas höhere Werte aufweisen)
Dieser Test zeigt an, ob die Nieren die harnpflichtigen Substanzen korrekt ausscheiden.
Hohe Konzentrationen von Kreatinin, ein Nebenprodukt von Muskelkontraktionen, werden über die Niere ausgeschieden und weisen auf eine verminderte Nierenfunktion hin.

Kreatinin
Normalwerte: von 0,5 bis 1,1 mg/dl für Frauen; 0,6-1,2 mg/dl für Männer (ältere Menschen können leicht niedrigere Werte haben)
Die Nieren scheiden dieses Abfallprodukt aus. Somit kann erhöhtes Kreatinin auf eine Funktionsstörung der Niere hinweisen.
Erniedrigtes Kreatinin kann durch Mangelernährung auftreten.