Dickdarmentzündung – Ursachen, Symptome und Heilmittel

INDEX

Die Entzündung des Dickdarms wird als Kolitis bezeichnet, eine Erkrankung, bei der sich die innere Wand des Dickdarms (oder Schleimhaut) entzündet.
Die Entzündung kann die Folge sein von:

  • einer Autoimmunerkrankung,
  • einer Infektion des Dickdarms,
  • einer schlechten Blutversorgung,
  • einer anderen unbekannten Ursache.

Wie funktioniert das Kolon?

Der Dickdarm besteht aus Kolon (Grimmdarm) und Rektum (Mastdarm).

Funktion des Kolons :

  • Absorption von Wasser, Mineralsalzen und Vitaminen.
  • Beförderung des Kots zum Mastdarm (Rektum), um dann ausgeschieden zu werden.

Das Kolon wird gebildet durch:

  • einen (rechts) aufsteigenden Abschnitt,
  • einen horizontal verlaufenden Abschnitt,
  • einen (auf der linken Seite) absteigenden Abschnitt, der im Mastdarm endet.

Wenn der Darm an verschiedenen Stellen entzündet ist, können sich Geschwüre (Ulzera) bilden:

  • im Magen,
  • im Darm.

Diese Erkrankung wird Colitis ulcerosa genannt.

Das Kolon kann mit einem Schlauch verglichen werden, der Wasser befördert.
Ist der Schlauch aufgrund einer Ansammlung von Abfallprodukten verstopft, kann das Wasser nicht mehr durchfließen.
Das kann zu verschiedenen Störungen führen, wie:

  • schlechte Verdauung,
  • Schwierigkeiten bei der Entleerung.

Arten der Entzündungen des Kolons

Die Dickdarmentzündung (Kolitis) kann verschiedene Ursachen haben:

  • Infektiöse Kolitis – tritt aufgrund der Entwicklung vieler pathogener Bakterien auf.
  • Ischämische Kolitis – die Blutversorgung ist aufgrund einer Behinderung unterbrochen, wodurch eine Ischämie verursacht wird.
  • Colitis ulcerosa – es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, die Rektum und Colon sigmoideum betrifft.
  • Morbus Crohn – er kann verschiedene Abschnitte des Verdauungsapparats betreffen, darunter auch das Kolon.
  • Mikroskopische Kolitis – eine seltene Störung, die bei einer Autoimmunerkrankung auftreten kann.

 


Ursachen der Dickdarmentzündung

Die genauen Gründe für eine Kolitis sind unbekannt, es handelt sich um eine idiopathische Form.
Studien haben gezeigt, dass ein spezielles Gen für den Morbus Crohn verantwortlich ist, das als NOD2 identifiziert wurde.
Einige Forschungen haben aufgezeigt, dass die Dickdarmentzündung durch eine genetische Prädisposition hervorgerufen sein kann.

Bei der infektiösen Kolitis sind Bakterien die Ursache der Erkrankung:

  • Campylobacter, Escherichia coli, Salmonellen, Clostridium
  • Rotaviren der Gruppe A
  • Parasiten: Entamoeba

Die Forschung zeigt, dass manche Menschen sofort nach Einnahme von Antibiotika eine Kolitis entwickeln.
Dies geschieht aufgrund der Unterdrückung der Bakterien durch die Medikamente und das damit verbunden Wachstum anderer Bakterien.

Die ischämische Kolitis wird durch Verhärtung oder Verengung von Blutgefäßen im Dickdarm hervorgerufen.
Die Blutversorgung ist in dem Bereich vermindert, was zur Entzündung führt.
Da sich diese vaskuläre Erkrankung mit dem Alter verschlimmert, ist die Wahrscheinlichkeit einer ischämischen Kolitis bei älteren Menschen höher.
Sie kann in jedem Alter auftreten, auch bei gesunden Menschen.

Der hypovolämische Schock und eine rasche Dehydratation können eine ischämische Kolitis bei Menschen mit einem unzureichenden Blutdruck verursachen.
Eine längere Behinderung des Blutstroms zum Dickdarm kann aufgrund einer Hernie verursacht sein.
Bei kardiogenem Schock wird das Blut zum Herz und Hirn umgeleitet und somit vermindert sich die Blutzufuhr zu:

  • Kolon,
  • anderen Organen.

Die Folge ist eine ischämische Kolitis.
Mögliche Beschwerden sind:

  • Unterleibsschmerzen,
  • harter Bauch,
  • Durchfall,
  • Fieber.

Autoimmunerkrankung
Die Entzündung des Dickdarms wird oft durch eine Autoimmunerkrankung verursacht, wie:

  • Crohn-Krankheit,
  • Colitis ulcerosa.

Häufig wird die Colitis ulcerosa mit Morbus Crohn verwechselt; in der Tat haben beide Krankheiten ähnliche Symptome, unterscheiden sich jedoch durch:

  • Sitz der betroffenen Stellen und Läsionen: Morbus Crohn kann jeden Abschnitt des Verdauungstraktes angreifen, während die Colitis ulcerosa den Mastdarm und das Kolon sigmoideum betrifft.
  • Genetische Eigenschaften:
    • Colitis ulcerosa ist eine Autoimmunerkrankung.
    • Morbus Crohn wird durch die Mutation der Gene NOD2 und CARD15 auf Chromosom 16 verursacht.
  • Klinische Evolution

Lebensmittelintoleranzen
Zu den Ursachen der Colitits gehören Lebensmittelunverträglichkeiten, also eine Reaktion des Organismus, die durch den Verzehr bestimmter Lebensmittel auftritt; häufige Auslöser sind:

  • Milch,
  • Gluten,
  • Eier,
  • Tomaten,
  • Hefe usw.

Ernährung
In der Regel können natürliche Ernährungsformen Krankheiten ohne Medikamente heilen, aber dazu müssen unzulässige Nahrungsmittel vermieden werden.
Zu den Lebensmitteln, die zur Entzündung der Darmschleimhaut führen können, gehören:

  • Fastfood,
  • gezuckerte, kohlensäurehaltige Getränke,
  • Kaugummi,
  • verarbeitete und transformierte, also nicht länger natürliche Lebensmittel.

Weiter Ursachen für eine Colitis

  • Rauchen: vor allem bei Morbus Crohn,
  • Stress und Angst: ein ängstlicher, besorgter Mensch mit wenig Selbstbewusstsein oder jemand, der starkem psychologischem Druck ausgesetzt ist, kann an einer Colitis leiden.

Symptome der Dickdarmentzündung

Da der Dickdarm von dieser Erkrankung betroffen ist, gibt es eine direkte Auswirkung auf Verdauung und Ausscheidung.

Wo schmerzt es?
Den Schmerz verspürt man:

  • im Unterbauch,
  • rechts im Bauch,
  • in der linken Flanke, sehr viel häufiger,
  • Der Schmerz kann nach hinten und unten ausstrahlen, wobei er lumbale Rückenschmerzen verursacht.

Die häufigsten Symptome einer Dickdarmentzündung sind:

  1. Durchfall oder Verstopfung über längere Zeit; die Verstopfung kann Hämorrhoiden begünstigen.
  2. Blut und/oder Schleim im Stuhl.
  3. Luft im Bauch, Bauchschwellung und Blähungen.
  4. Fieber.
  5. Erbrechen und Übelkeit.
  6. Gewichtsverlust, Appetitverlust und Müdigkeit.
  7. Probleme des Harnapparates – Männer mit Prostatitis können eine Zunahme der Symptome beobachten, wenn der Dickdarm stark entzündet ist.
    Blasenentzündung (Zystitis) – Viele Frauen, die an einer Entzündung des Kolons leiden, entwickeln außerdem eine Blasenentzündung, vor allem aufgrund der Bakterien im Darm, die leicht auf die Scheide übergreifen.
  8. Das Reizdarmsyndrom kann die Harnblase reizen, wodurch häufigeres Wasserlassen und nächtlicher Harndrang (Nykturie) bestehen.
  9. Gefühl unvollständiger Darm- und Harnblasenentleerung.
  10. Sodbrennen oder Bauchschmerzen, die nach den Mahlzeiten zunehmen und nach dem Stuhlgang besser werden. Die Beschwerden treten selten in der Nacht auf.
  11. Bauchkrämpfe.
  12. Schmerzen am Anus und Perineum, vor allem beim Stuhlgang.
  13. Kopfschmerzen.
  14. Mundgeruch.
  15. Bitterer Geschmack im Mund.


Wie wird eine Dickdarmentzündung diagnostiziert?

Der Arzt führt eine körperliche Untersuchung durch, wobei er zwei Fingerbreit neben der rechten Fossa iliaca einen Druck auf den Bauch ausübt, um:

  • zu sehen, ob die Symptome vom Blinddarm oder vom aufsteigenden Kolon herrühren;
  • eine Appendizitis auszuschließen.

Um diese Erkrankung zu diagnostizieren, kann er dem Patienten weitere Untersuchungen verordnen:

  • Blutanalye
  • Stuhluntersuchung

Auf diese Weise kann der Arzt die Ursachen der Darmentzündung des Patienten feststellen.

Koloskopie und Sigmoidoskopie sind invasive Untersuchungen, jedoch sehr dienlich, um zu sehen, wie die Beschaffenheit des Dickdarms ist.
Bei diesen Verfahren führt der Arzt ein Endoskop, ein kleines und spezielles dafür entwickeltes Gerät, über den Anus in den Darm ein.
Damit kann er die Darmentzündung des Patienten erkennen.
Der Arzt kann auch Gewebeproben aus dem Darm entnehmen (Biopsie).

Die Echographie des gesamten Abdomens kann Vergrößerungen der Lymphknoten aufzeigen, die bei Colitis ulcerosa, Morbus Crohn und unspezifischer Kolitis auftreten würden.

Eine Magnetresonanztomographie dient zum Ausschluss anderer Erkrankungen, wie einer intestinalen Endometriose.

Therapie der Dickdarmentzündung

Die Behandlung variiert von Person zu Person und hängt vor allem ab von:

  • der Art der Colitis,
  • dem Fortschreiten der Entzündung.

 

Es gibt keine speziellen Medikamente zur Behandlung oder Heilung der Dickdarmentzündung.
Gewöhnlich verschreiben Ärzte Medikamente, die die Krankheitsauswirkungen verringern.
Verschlimmert sich die Entzündung trotz gegebener Medikamente, kann der Arzt zu einem chirurgischen Eingriff raten.

Wie behandelt man eine Dickdarmentzündung?

  • Medikamente wie Mesalazin (zusammengesetzt aus 5-ASA) und Kortikosteroide werden zur Verringerung der Entzündung verordnet, die durch Colitis ulcerosa und Morbus Crohn verursacht wurde.
    Diese Medikamente dienen der Verringerung der Entzündung und halten sie auf einer möglichst niedrigen Stufe.
    Bei Reizdarmsyndrom verordnen Ärzte oftmals krampflösende Mittel (z.B. Buscopan), die meist gute Wirkung zeigen.
  • Einige Medikamente werden verordnet, um im Fall von Colitis ulcerosa den Angriff des Immunsystems gegen den Darm zu bremsen.
    Diese Pharmaka werden Immunmodulatoren genannt, weil sie helfen, die Entzündung zu verringern. Sie werden manchmal Patienten verabreicht, bei denen Steroide wirkungslos blieben.
  • In der Schwangerschaft können keine Medikamente eingenommen werden, auch wenn manche Gynäkologen Buscopan verschreiben.
    Schwangere oder stillende Frauen sollten sich kurieren mit:

    • natürlichen Heilmitteln,
    • alternativen Therapien.

 

Dickdarmentzündung - Ursachen Symptome und Heilmittel

Dickdarmentzündung – Ursachen Symptome und Heilmittel

Chirurgischer Eingriff

Wenn die Medikamente bei der Behandlung der Darmentzündung erfolglos bleiben, raten die Ärzte ihren Patienten in manchen Fällen zu einem chirurgischen Eingriff.
Die Operation umfasst die teilweise oder vollständige Entfernung der Blockade im Kolon.
Während des chirurgischen Eingriffs kann der Chirurg wie folgt vorgehen:

  • Einen Bauchschnitt durchführen, den Darm oberhalb und unterhalb der Blockade abtrennen und die beiden Darmenden (ileo-anale Anastomose) verbinden. Dieser neue Verlauf erleichtert die Stuhlentleerung.
  • Das Kolon entfernen und ein Reservoir oder Säckchen einbringen, das die Defäkation erleichtert.

Beide Methoden werden je nach Schwere der Entzündung und der Störungen, die sie verursachen, angewendet.
Nach der Operation kann der Patient ein normales und aktives Leben führen.

Die Dickdarmentzündung kann zu einem bösartigen Tumor führen, doch kommt das sehr selten vor. Dabei ist es wichtig, auf die Ernährung zu achten und eine gesunde Diät einzuhalten.

Was essen? Diät und Ernährung bei Dickdarmentzündung

Es ist wichtig, eine entsprechende Ernährung einzuhalten.
Bei einer Dickdarmentzündung muss man laut Schulmedizin folgende Punkte beachten:

  1. Getränke vermeiden, die den Durchfall verschlimmern. Beispiele dafür sind:
    • koffeinhaltige Getränke,
    • Getränke mit Kohlensäure,
    • Alkohol (Bier, Wein).
  2. Zu den zu meidenden Nahrungsmitteln gehören fetthaltige Speisen und Milchprodukte, weil sie zur Überlastung des Verdauungssystems führen und die Erkrankung verschlimmern können.
  3. Die Aufnahme unlöslicher Ballaststoffe vermeiden. Eine ballaststoffreiche Diät ist unter normalen Bedingungen gesund, kann jedoch die Entzündung im Dickdarm verschlimmern.
  4. Scharfe, stark gewürzte oder frittierte Speisen wie Pommes frites und Spiegeleier vermeiden.
  5. Die Ernährung sollte reich an löslichen Ballaststoffen sein, die das Wachstum gesunder Darmbakterien fördern.
  6. Der Arzt empfiehlt:
    • Weißbrot,
    • Hafer,
    • Tofu,
    • Getreide ohne Ballaststoffzusätze,
    • Zucchini,
    • Gerste,
    • Radieschen,
    • Obst.
  7. Stress abbauen, indem Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation, tiefe Atemübungen usw. durchgeführt werden. Dies hilft dem Körper, mit Dickdarmbeschwerden und vor allem der Colitis ulcerosa fertig zu werden.

 

Natürliche Diätformen

Die Naturdiäten gehören zu den wirksamsten Therapieformen zur Krankheitsbehandlung; beispielsweise:

Blutgruppendiät
Basiert auf Proteinen, weil sie die Gewebe des Körpers bilden. Die Blutgruppe ist von grundlegender Bedeutung, da es Lebensmittel gibt, nur bei Personen einer bestimmten Blutgruppe Immunreaktionen hervorrufen, bei den anderen dagegen keinerlei Probleme verursachen.
Manche Menschen entwickeln auch bei der Aufnahme einiger nicht kontraindizierten Nahrungsmitteln Symptome.
Ausschlaggebend ist die Uhrzeit, wann die Symptome auftreten:

  • Machen sich die Beschwerden beim Aufwachen bemerkbar, ist das Abendessen verantwortlich.
  • Geht es dem Patienten nach dem Frühstück oder Mittagessen schlecht, liegt das Problem in der zuvor eingenommenen Mahlzeit.

Steinzeitdiät (Paleo-Ernährung)
Man darf nur Nahrungsmittel zu sich nehmen, die die Natur bietet.
Es handelt sich um die Ernährung des Menschen in der Altsteinzeit, also vor der Einführung von:

  • Ackerbau,
  • Viehzucht.

Erlaubte Nahrungsmittel:

  • Fleisch,
  • Fisch,
  • Obst und Gemüse,
  • Nüsse,
  • Samen,
  • Honig,
  • Beeren.

Vegane Ernährung mit mindestens 50 % Rohkostanteil
Diese Ernährungsform wird empfohlen von den Hygienikern:

  • Shelton,
  • Lezaeta,
  • Ehrte usw.

Zulässig sind nur Nahrungsmittel pflanzlicher Herkunft, vor allem solche, die roh verzehrt werden können:

  • Nüsse,
  • Gemüse, vorzugsweise grünes Blattgemüse wie Salat,
  • saftiges Obst,
  • Hülsenfrüchte (in Maßen),
  • Kartoffeln, werden schnell verdaut.

Man muss die Nahrungsmittel bei Umgebungstemperatur zu sich nehmen, weil der Magen bei etwa 37 °C arbeitet; die Verdauung verlangsamt also beim Verzehr von:

  • Speiseeis und anderen kalten Speisen,
  • gekochten oder heißen Lebensmitteln.

Fastenkur
Eine Fastenkur empfiehlt sich zur Beseitigung von Toxinen und Abfallstoffen des Organismus.

Beim Fasten:

  • verliert man Gewicht, die im Fettgewebe eingelagerten Toxine werden befreit und geraten in den Blutkreislauf;
  • der Körper hat mehr Energie und kann sich auf die Beseitigung der Toxine konzentrieren.

 

Zu vermeidende Nahrungsmittel

Alle Naturdiäten raten ab von:

  • umgewandelten Nahrungsmitteln,
  • Milchprodukten,
  • Getreide,
  • Süßspeisen,
  • gezuckerten Getränken,
  • Frittieren und Kochen bei hohen Temperaturen.

Im Einzelnen:

  • Der Hygienismus verbietet alle tierischen Proteine (Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte).
  • Die Blutgruppendiät rät grundsätzlich ab von Schweinefleisch.

 

Lebensmittelkombinationen

Die richtige Kombination der Lebensmittel ist grundlegend, um eine Verlangsamung der Verdauung zu vermeiden.

Im Verdauungsabschnitt kann eine langsame Verdauung die Ursache sein für:

  • Fäulnis der Proteine,
  • Fermentation des Zuckers.

Die Folge ist die Ansammlung von Toxinen.

Beispiele für unkorrekte Lebensmittelkombinationen:

  • Kein Obst am Ende der Mahlzeit, es sollte allein verzehrt werden, eine halbe Stunde vor den anderen Nahrungsmitteln.
  • Proteinreiche Nahrungsmittel dürfen nicht zusammen mit kohlenhydrathaltigen Nahrungsmitteln verzehrt werden. Die zur Verdauung von Proteinen benötigte Magensäure ist sehr säurehaltig, während zur Verdauung von Kohlenhydraten ein geringer Säuregehalt notwendig ist.
  • Säurehaltige Lebensmittel (wie Zitrone) dürfen nicht zusammen mit Proteinen verzehrt werden, weil sie die Produktion von Salzsäure im Magen hemmen (die für proteinhaltige Nahrungsmittel benötigt wird).
  • Kein Wasser während oder nach den Mahlzeiten trinken.

Nahrungsergänzungsmittel bei Dickdarmentzündung

Man sollte die Verwendung natürlicher Ergänzungsmittel in Erwägung ziehen, die die Darmfunktion begünstigen und Symptome einer Dickdarmentzündung verringern.
Das University of Maryland Medical Center empfiehlt die folgenden Ergänzungsmittel, die hilfreich sein können:

  1. Zink (25 mg pro Tag)
  2. Folsäure (1 mg pro Tag)
  3. Vitamin B12 (1 mg pro Tag)
  4. Fischöl (3 g pro Tag) kann die Entzündung verringern.
  5. Probiotika mit der Hefe Saccharomyces boulardii (250-500 mg, viermal pro Tag) können Durchfall verringern.
  6. Glutamin (400 mg, viermal pro Tag) begünstigt die allgemeine Darmgesundheut.

 


Naturheilmittel bei Dickdarmentzündung

Milchsäurebakterien (ohne Laktose). Da Darmbakterien Colitis ulcerosa beeinflussen können, nehmen Forscher an, dass die Zuführung von nützlichen Bakterien (Probiotika) dem Darm helfen können, die Krankheit zu bekämpfen.

Aloe vera. Aloe-vera-Saft ist ein natürlicher Entzündungshemmer, der bei Menschen mit Colitis ulcerosa in Betracht gezogen wird. Doch es gibt keinerlei Beweis, der diese Behauptung stützt.
Außerdem beobachten einige Menschen, die Aloe-vera-Saft einnehmen, eine abführende Wirkung.

Akupunktur. Viele Studien zeigen, dass für Menschen mit Colitis ulcerosa Akupunktur von Vorteil sein kann.
Das Verfahren sieht das Einbringen feiner Nadeln in die Haut vor.
Auf diese Weise werden natürliche körpereigene, schmerzlindernde Substanzen freigesetzt.

Curcumin. Diese Verbindung wird aus einem Gewürz, dem sog. Kurkuma, gewonnen und ist in Drogerien erhältlich.
Die Kombination von Curcumin mit der Standardtherapie der Colitis ulcerosa (Kortikosteroide und Sulfasalazin) hat dazu beigetragen:

  • die Symptome zu verbessern,
  • die Dosis der eingenommenen Arzneimittel zu verringern.

Der Beweis dafür stammt jedoch nur aus zwei kleinen wissenschaftlichen Studien.
Ehe diese Therapie empfohlen werden kann, sind weitere Forschungen erforderlich.

Prognose und Dauer der Dickdarmentzündung

Die Prognose der Dickdarmentzündung ist generell gut.
Die Kolitis hat keine langfristigen Folgen, außer bei schwereren Fällen.
Tritt irgendeines der oben genannten Symptome auf, sollte man sich nicht einschüchtern lassen, sondern den Arzt aufsuchen.

Bei Infektion, Darmverschluss oder ischämischer Kolitis vermindert sich die Entzündung und vergeht in wenigen Tagen vollständig, sobald die Ursache behandelt wird.
Ist das entzündete Kolon die Folge einer Autoimmunerkrankung wie Colitis ulcerosa, ist die Dauer unbestimmt, weil es noch keine definitive medizinische Behandlung gibt.