Therapie bei Golferarm

Technische Untersuchungen und Therapie bei Golferarm

Eine Röntgenaufnahme hilft dem Arzt, andere Schmerzursachen auszuschließen, wie Frakturen und Arthritis.
Die Ultraschalluntersuchung kann notwendig sein, um die Diagnose zu bestätigen.
Eine Magnetresonanz des Ellbogens ist in Ausnahmefällen ratsam, um den Ellbogenschmerz zu beurteilen. Es könnte zusätzlich eine Resonanz am Hals vorgenommen werden, um eine zervikale Radikulopathie auszuschließen, wenn neurologische Symptome vorliegen (wie Verlust von Reflexen, Taubheitsgefühl, Ameisenkribbeln).


Die Elektromyographie (EMG) ist ein Test, der die Nervenimpulse der Muskeln bei der Kontraktion bewertet; sie ist dann zu empfehlen, wenn die Symptome mit einem eingeklemmten Nerv in Verbindung stehen.

Wie erfolgt die Behandlung der Tendinitis?

 

Selbstbehandlung
Wichtig ist zunächst, den Arm zu schonen und sportliche Aktivitäten wie Golfspielen einzustellen.
3-mal täglich für 20 Minuten Eis- bzw. Kältepacks auf den medialen Epikondylus auflegen (Eis nie direkt auf die Haut legen).

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Brace for Sehnenscheidenentzündung am Ellenbogen

Um die Sehnenbelastung zu verringern, empfiehlt sich das Tragen einer Ellbogenbandage 2-3 cm unterhalb des medialen Ellbogenkondylus oder einer Handgelenkschiene.
Diese konservative Behandlung ist hilfreich, damit Entzündung und Schmerzen abklingen können.
Zum Erlernen physiologischer Bewegungsabläufe und zur Korrektur von Fehlstellungen im Alltag und Sport kann außerdem der Besuch beim  Physiotherapeut ratsam sein.

 

Arzneimittel

Es gibt viele Medikamente zur Behandlung des Golferarms, die aber nur eine zeitweilige Erleichterung verschaffen und eine weitere Degeneration verursachen.
Der Arzt kann Schmerzmittel verschreiben, wie Paracetamol, oder nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), wie Ibuprofen (Brufen), aber diese können Nebenwirkungen wie Bauchbeschwerden oder Magengeschwüre verursachen.
Statt der Einnahme von Arzneimitteln können diese auch in Form von entzündungshemmender Creme oder Gel auf den betroffenen Bereich aufgetragen werden.
Es können auch Kortisoninjektionen direkt an die Sehne gespritzt werden, aber nur in begrenzter Form, da diese Behandlung die Sehnen schwächen kann.
Für die Einnahme von Kortison wird ein ärztliches Rezept benötigt.


Physiotherapie

Die Techniken der Physiotherapie wie Laser-Therapie in Kombination mit Ultraschall sind sehr wirksam, um die Symptome zu lindern. Gewöhnlich haben diese Anwendungen eine Langzeitwirkung.
Stoßwellen werden normalerweise nicht bei der Behandlung des Golferarms eingesetzt.
Die manuellen Therapien sind sehr wirkungsvoll bei der Behandlung der Epicondylitis humeri medialis; häufige Anwendung finden Ciriax- und myofasziale Massagen, weil sie Fibrosen und Adhärenzen des Gewebes entfernen.
Wenn Schmerzen und Entzündung nachlassen, kann ein spezielles Übungsprogramm zur Stärkung und Dehnung befolgt werden.

 

Chirurgie

Die chirurgische Behandlung eines Golferarms ist äußerst selten, aber wenn die konservativen Therapieformen nach 12 Monaten keine Wirkung zeigen, kann ein operativer Eingriff in Erwägung gezogen werden.


Es stehen zwei Operationsverfahren zur Verfügung:

1. Sehnenexzision: der Chirurg macht einen kleinen Schnitt und entfernt das beschädigte Gewebe.
2. Freigabe der Sehne: der Chirurg entfernt Narbengewebe und Kalkablagerungen und befestigt die gesunde Sehne wieder am Knochen.

Mögliche Komplikationen sind Infektionen und andauernde Symptome des Ellennervs.

 

Prognose

Circa 95% der Patienten mit Golferellenbogen ist nach ein paar Monaten Schonung wieder gesund. Natürlich kann sich  die Genesungszeit verkürzen, wenn konservative physiotherapeutische Behandlungen vorgenommen werden.
Sportliche Aktivitäten dürfen erst dann wiederaufgenommen werden, wenn die Symptome vollständig abgeklungen sind.

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