Die richtige Ernährung bei Gicht

Gicht, eine Diagnose, die natürlich keinen begeistert.

Dies liegt aber nicht zuletzt an der Ernährung. Denn wer oft üppig isst und sehr gerne Alkohol trinkt, ist eher betroffen, wie Menschen die gesund leben und nur ab und zu ein Gläschen trinken.

Schuld an Gicht sind purinreiche Lebensmittel, die über den Stoffwechsel den Harnsäurespiegel im Blut erhöhen. Alkohol hingegen hemmt wiederum die Harnsäureausscheidung über die Nieren.

Die richtige Ernährung bei Gicht

Somit ist zu viel Harnsäure im Blut, die dann Kristalle bildet und sich in den Gelenken ablagert.
Diese lösen dann die sehr schmerzhaften Gichtanfälle aus. Daher sollte eine strenge Diät eingehalten werden, um diesen Symptomen vorzubeugen.

 

Die Diät-Empfehlung kommt in Bewegung

So wurde es schon seit vielen Jahren praktiziert.
Wer Gicht hat, muss auf Alkohol, Kaffee, Fleisch und Obst verzichten und eine sehr strenge Diät halten.
Neueste Studien haben aber jetzt diese strenge Diät ein wenig über den Haufen geworfen.
Denn Mediziner empfehlen nun zwar weiterhin eine Diät, aber nicht mehr so streng, wie dies noch vor Jahren der Fall war.

Ausgewogen und gesund ernähren

Bei der Behandlung ist vor allem wichtig, dass sich der Patient ausgewogen und gesund ernährt.
Dabei darf auch gerne mal ein wenig purinreiche Kost, wie Innereien, Fleisch oder auch Meeresfrüchte dabei sein.
Denn in kleinen Mengen sind diese durchaus vertretbar.
Es muss also nicht mehr eine ganz strenge Diät eingehalten werden, sondern wichtig ist insbesondere die ausgewogene und gesunde Ernährung des Patienten.

Bei dem vorher so strengen Diätplan ist es sogar jetzt erlaubt, Gemüse zu essen.
Forscher aus den USA haben nämlich jetzt nachgewiesen, dass bei einer ausgewogenen Ernährung der Harnsäurespiegel nicht negativ beeinflusst wird.
Somit gibt es also keinen Grund, auf Spinat, Spargel oder auf Hülsenfrüchte zu verzichten.
Diese haben sogar einen durchaus positiven Einfluss auf den Harnsäurewert.

Sogar auf Alkohol müssen die Patienten nicht mehr verzichten. Ab und zu ein Gläschen Wein soll nicht schlimm sein.
Lediglich auf Bier, darunter fällt auch alkoholfreies Bier, und Spirituosen sollte der Gicht-Patient verzichten.
Denn selbst das alkoholfreie Bier enthält jede Menge Purine, die gerade bei Gicht gemieden werden sollten.
Mehr über die purinarme Kost und wie man Gicht vorbeugt, hält die Plattform gichtsymptome.net bereit.

 

Dies bleibt weiterhin verboten

Fruktose sollte weiterhin gemieden werden. Ebenfalls sollte dies nicht verzehrt werden:

  • Süßigkeiten
  • Softdrinks
  • Multivitaminsäfte
  • Fruchtjoghurt
  • Eise
  • Müsliriegel

Ab und zu ein wenig Obst ist nicht schlimm.
Allerdings sollten nicht mehr als zwei Portionen pro Tag verzehrt werden.
Denn den positiven Effekt von Obst kann der Patient durchaus nutzen.
Natürlich darf auch ab und zu mal gesündigt werden, allerdings sollte dies mehr die Ausnahme bleiben.


Wichtig, und das gilt nach wie vor, sollte allerdings Übergewicht abgebaut werden.
Denn überflüssige Pfunde haben einen sehr negativen Effekt auf die Harnsäure.
Daher ist es besonders wichtig, abzunehmen, um das Idealgewicht annähernd zu erreichen.


Denn besonders übergewichtige Personen haben in der Regel einen erhöhten Harnsäurespiegel, der wiederum zu Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Nierenfunktionsstörungen wie auch Bluthochdruck und sogar Demenz führen können.
Wer also einen erhöhten Harnsäurespiegel hat, sollte ganz bewusst auf seine Ernährung achten, um vor Folgeerkrankungen vorzubeugen.

 

Gicht und Kaffee

Auch hier wurden bereits Studien durchgeführt. Sie sind zwar noch nicht ausreichend belegt, dennoch zeichnet sich ab, dass Gicht-Patienten der Kaffee nicht mehr verboten werden muss.
Allerdings sollte auch dieser in Maßen und nicht in Massen getrunken werden.