Verstopfte Nase oder behinderte Nasenatmung

Eine verstopfte Nase (behinderte Nasenatmung) ist das Symptom von Schleimansammlung in der Nasenhöhle.

Häufig treten noch andere Symptome auf, wie:

  • Schwierigkeit beim Atmen,
  • verstopfte Ohren,
  • Hörverlust,
  • leichte Gesichtsschmerzen,
  • Kopfweh,
  • Schnarchen,
  • Schlaflosigkeit,
  • Veränderungen der Stimme.

 

Was sind die Ursachen für eine verstopfte Nase?

Allergische Reaktionen
Allergische Reaktionen führen zu:

  • vermehrter Durchblutung,
  • Schleimhautschwellung,
  • behinderter Nasenatmung,
  • Juckreiz.

Anatomie der Lungen,Bronchien,Luftröhre

Klimaveränderungen sind eine der Hauptursachen für diese Nasenbeschwerden, besonders der Übergang von kalt zu warm (Frühling).
In diesem Fall kann eine verstopfte Nase länger als einen Monat dauern und oftmals besteht dies den ganzen Tag über.

Nichtallergische Rhinitis
Diese Erkrankung ist eine Entzündung der Schleimhaut in den Nasengängen ohne Allergie und sonstige erkennbare Ursachen.
Symptome sind:

  • behinderte Nasenatmung,
  • laufende Nase,
  • Juckreiz,
  • Niesen.

Wie die allergische Rhinitis kann auch diese Erkrankung rezidivierend werden (stets wiederkehren), aber ohne Behandlung bessern sich die Symptome im Laufe der Zeit nicht.


Erkältung und Influenza
Jedes Mal, wenn sich eine Erkältung oder Influenza bemerkbar macht, können auftreten:

  • Halsschmerzen,
  • verstopfte Nase.

Ursache ist eine Virusinfektion der oberen Atemwege.
Wie bei einer Allergie antwortet das Immunsystem auf die Infektion mit einer Freisetzung von Histaminen ins Blut.
Die Folge sind:

  • Erweiterung der Blutgefäße,
  • Infektion der Nasenschleimhäute.

 

Verstopfte Nase ohne Erkältung

Viele Menschen wachsen morgens mit verstopfter Nase auf, auch wenn sie keine Erkältung haben.
In manchen Fällen bleibt die Nase den ganzen Vormittag oder sogar den ganzen Tag über verschlossen.
Mögliche Ursachen dafür sind:

  • Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis),
  • Nasenscheidewandverkrümmung (Septumdeviation),
  • Ernährung.

Akute und chronische Sinusitis
Eine bakterielle Infektion der Nasennebenhöhlen ist eine Ursache für eine nächtlich verstopfte Nase.
Gewöhnlich ist die akute Sinusitis von Schnupfen begleitet.
Symptome sind:

  • Kopfschmerzen – vor allem im Stirnbereich,
  • Druckgefühl,
  • Schleimbildung.

Diese Symptome können sich verschlimmern nach:

  • schnellen Kopfbewegungen,
  • Aktivitäten wie Schwimmtraining.

Septumdeviation
Eine ständig verschlossene Nase ist oftmals durch eine Strukturanomalie verursacht. Eine behinderte Nasenatmung, die durch das Nasenseptum hervorgerufen wird, kann nur ein Nasenloch oder beide betreffen.
Andere strukturelle Probleme, die eine chronisch behinderte Nasenatmung verursachen können, sind:

  • vergrößerte Rachenmandeln,
  • Hypertrophie der mittleren Nasenmuscheln.

Ernährung und Diät
Viele Menschen wissen nicht, welchen Einfluss die Ernährung auf unseren Körper hat und denken, dass sie nur die Darmtätigkeiten beeinflusst.
Laut verschiedener Theorien der Naturmedizin stellt die Ernährung die Ursache des Problems dar.
Ist die Nase morgens verstopft, sollte man überlegen, welche Nahrungsmittel man am Abend zuvor verzehrt hat.
Nach Ansicht der Hygieniker Shelton und Ehret wird der übermäßige Schleim durch eine Ernährung verursacht, die reich ist an:

  • Fleisch und tierischem Eiweiß,
  • Milch und Milchprodukten,
  • verarbeiteten Lebensmitteln (Süßspeisen, Saucen usw.),
  • anregenden Getränke (Tee und Kaffee).

Nach dieser Theorie wird die Nase wieder frei, wenn die Ernährung basiert auf:

  • Kartoffeln,
  • Obst,
  • Gemüse,
  • Nüssen und Mandeln.

Nach der Blutgruppendiät können einige Lebensmittel bei Menschen einer bestimmten Blutgruppe Symptome hervorrufen, für andere dagegen harmlos sein.
Unabhängig von der Blutgruppe kann die Nase grundsätzlich verstopfen beim Verzehr von:

  • glutenhaltigem Getreide (Brot, Nudeln, Pizza, Kekse usw.),
  • Milch und Milchprodukten,
  • Schweinefleisch.

 

Weitere Ursachen für eine verstopfte Nase

Arzneimittelnebenwirkung
Diese Ursache trifft vor allem bei Erwachsenen zu.
Manche Arzneimittel können:

  • die Blutzirkulation verändern,
  • den Blutfluss in den Gefäßen erhöhen.

Dies verursacht Entzündungen der Nasenschleimhaut, vermehrte Schleimbildung und eine Verstopfung der Nasenwege.

Psychosomatische Bedeutung
Psychologen sagen, dass eine verstopfte Nase und ein Schnupfen auf die Notwendigkeit des Weinens hinweisen.

 

Verstopfte Nase bei Kindern

Eine verstopfte Nase bei Kindern kann folgende Ursachen haben:

  • Erkältung,
  • Influenza,
  • allergische Rhinitis (Heuschnupfen),
  • verengte Nasengänge,
  • Sinusitis,
  • Exposition von Reizstoffen,
  • vasomotorische Rhinitis,
  • übermäßige Nutzung mancher Nasensprays und Nasentropfen.

Säuglinge haben ein noch nicht entwickeltes Immunsystem. Deshalb sind sie anfälliger für Erkältungen.
Im ersten Lebensjahr haben Kinder 4- bis 10-mal Schnupfenepisoden.

 

Ist eine verstopfte Nase gefährlich?

In den ersten Lebensmonaten eines Kindes nimmt eine verstopfte Nase Einfluss auf:

  1. Ernährung,
  2. Ruhezeit (das Kind schnarcht),
  3. Gehör,
  4. Sprachentwicklung.

Eine verstopfte Nase bei Säuglingen darf nicht unterschätzt werden, denn sie kann zu ernsten Atemstörungen führen.
Gewöhnlich stellt sie kein ernstes Problem dar, doch eine behinderte Nasenatmung kann eine Ohreninfektion (Otitis) oder Lungenentzündung verursachen.

Leidet das Kind unter einer laufenden Nase und einem Schnupfen, sollte kontrolliert werden, ob andere Symptome bestehen, die eine sofortige Behandlung erforderlich machen.

Das Kind in folgenden Fällen zum Arzt bringen:

  1. Fieber über 39°,
  2. bei roten und geschwollenen Augen,
  3. wenn Schwindelanfälle auftreten,
  4. bei trockenem oder produktivem Husten seit über einer Woche,
  5. bei Blutbeimengungen im Schleim.

 

Nase immer morgens verschlossen

Experten meinen, dass eine morgens verstopfte Nase durch eine unbehandelte Sinusitis verursacht werde.

Der menschliche Schädel hat kleine luftgefüllte Kammern, Nasennebenhöhlen genannt, die sich an folgenden Stellen befinden:

  1. hinter der Stirn,
  2. über dem Oberkiefer,
  3. um Augen, Nase und Wangen.

In den Nebenhöhlen sind kleine Härchen (Zilien genannt), die:

  • für den Abfluss des Schleims sorgen,
  • der Luftzirkulation dienen.

Eine Sinusitis wird durch Bakterien hervorgerufen, die in der Luft oder im Wasser leben und hervorrufen können:

  • Katarrh,
  • Lungenentzündung.

Diese Bakterien reproduzieren sich in den Zilien der Nasennebenhöhlen und vermindern die Zirkulation des Schleims in den Nasengängen.
Das Stocken des Schleims führt zu:

  • verstopfter Nase,
  • Infektion der Nasennebenhöhlen (Sinusitis).

Die Sinusitis persistiert über den ganzen Tag und verschlimmert sich während der Nacht, weil sich der Körper in horizontaler Lage befindet.

 

Was tun? Medikamente bei verstopfter Nase

Rezeptfreie Anti-Allergie-Pillen
Auch aufgrund einer Allergie kann man unter einer verstopfter Nase leiden.
Es gibt frei verkäufliche Medikamente gegen Allergien, zum Beispiel:

  • Antihistaminika,
  • abschwellende Mittel.

Es gibt Medikamente, die Paracetamol und Chlorphenamin gegen Allergie enthalten, wie Grippostad C.
Diese Kapseln verhindern allergische Reaktionen und ein Verstopfen der Nase.
Man sollte den Kontakt mit dem Allergen vermeiden, um diese Beschwerden nicht zu bekommen.

Mukolytika
Der Arzt kann Mukolytika verschreiben, wie Azetylzystein als Nasenspray (Rhinofluimucil).
Diese Medikamente helfen, den in den Nasenhöhlen sitzenden Schleim zu lösen.

Abschwellende Mittel
Es gibt Arzneimittel, die die verstopfte Nase kurzzeitig öffnen, wie Naphazolin (Rhinex).
Bei längerer Verwendung kann die Nasenverstopfung verschlimmern.