Verstopfte Nase oder behinderte Nasenatmung

Eine verstopfte Nase (behinderte Nasenatmung) führt zur Schwierigkeit beim Atmen, zu verstopften Ohren, Hörverlust, leichten Gesichtsschmerzen, Kopfweh, Schnarchen, Schlaflosigkeit und Veränderungen der Stimme.

 

Was sind die Ursachen für eine verstopfte Nase?

Allergische Reaktionen
Allergische Reaktionen führen zu vermehrter Durchblutung, Schleimhautschwellung und behinderter Nasenatmung.

Anatomie der Lungen,Bronchien,Luftröhre

Klimaveränderungen sind eine der Hauptursachen für diese Nasenbeschwerden, besonders der Übergang von warm zu kalt.
In diesem Fall kann eine verstopfte Nase länger als einen Monat dauern und oftmals besteht dies den ganzen Tag über.

Nichtallergische Rhinitis
Diese Erkrankung ist eine Entzündung der Schleimhaut in den Nasengängen ohne Allergie und sonstige erkennbare Ursachen.
Symptome sind behinderte Nasenatmung, laufende Nase, Juckreiz und Niesen.
Im Gegensatz zur allergischen Rhinitis ist diese Erkrankung stets wiederkehrend (rezidivierend) und die Symptome bessern sich im Laufe der Zeit nicht.


Erkältung und Influenza
Jedes Mal, wenn sich eine Erkältung oder Influenza bemerkbar macht, können Halsschmerzen und eine verstopfte Nase auftreten.
Ursache ist eine Virusinfektion der oberen Atemwege.
Wie bei einer Allergie antwortet das Immunsystem auf die Infektion mit einer Freisetzung von Histaminen ins Blut.
Die Folge ist eine Erweiterung der Blutgefäße und eine Infektion der Nasenschleimhäute.

Akute und chronische Sinusitis
Eine bakterielle Infektion der Nasennebenhöhlen ist ein Grund für eine nächtlich verstopfte Nase.
Gewöhnlich ist die akute Sinusitis von Schnupfen begleitet.
Symptome sind Kopfschmerzen, Druckgefühl und Schleimbildung.
Diese Symptome können sich nach Aufenthalt in einem Schwimmbecken verschlimmern.

Septumdeviation
Eine ständig verschlossene Nase ist oftmals durch eine Strukturanomalie verursacht. Eine behinderte Nasenatmung, die durch das Nasenseptum hervorgerufen wird, kann nur ein Nasenloch oder beide betreffen.
Andere strukturelle Probleme, die eine chronisch behinderte Nasenatmung verursachen können, sind vergrößerte Rachenmandeln und eine Hypertrophie der mittleren Nasenmuscheln.


Arzneimittelnebenwirkung
Diese Ursache trifft vor allem bei Erwachsenen zu.
Manche Arzneimittel können die Blutzirkulation verändern und den Blutfluss in den Gefäßen erhöhen.
Dies verursacht Entzündungen der Nasenschleimhaut, vermehrte Schleimbildung und eine Verstopfung der Nasenwege.

Psychosomatische Bedeutung
Psychologen sagen, dass eine verstopfte Nase und ein Schnupfen auf die Notwendigkeit des Weinens hinweisen.

 

Behinderte Nasenatmung bei Kindern

Eine verstopfte Nase bei Kindern kann folgende Ursachen haben:

  • Erkältung,
  • Influenza,
  • allergische Rhinitis (Heuschnupfen),
  • verengte Nasengänge,
  • Sinusitis,
  • Exposition von Reizstoffen,
  • vasomotorische Rhinitis,
  • übermäßige Nutzung mancher Nasensprays und Nasentropfen.

Säuglinge haben ein noch nicht entwickeltes Immunsystem. Deshalb sind sie anfälliger für Erkältungen.
Im ersten Lebensjahr haben Kinder 4- bis 10-mal Schnupfenepisoden.

 

Ist eine verstopfte Nase gefährlich?

In den ersten Lebensmonaten eines Kindes nimmt eine verstopfte Nase Einfluss auf:

  1. Ernährung,
  2. Ruhezeit (das Kind schnarcht),
  3. Gehör,
  4. Sprachentwicklung.

Eine verstopfte Nase bei Säuglingen darf nicht unterschätzt werden, denn sie kann zu ernsten Atemstörungen führen.
Gewöhnlich stellt sie kein ernstes Problem dar, doch eine behinderte Nasenatmung kann Influenza, Ohreninfektion (Otitis) oder Lungenentzündung verursachen.

Leidet das Kind unter einer laufenden Nase und einem Schnupfen, sollte kontrolliert werden, ob andere Symptome bestehen, die eine sofortige Behandlung erforderlich machen.

Das Kind in folgenden Fällen zum Arzt bringen:

  1. Fieber über 39°,
  2. bei roten und geschwollenen Augen,
  3. wenn Schwindelanfälle auftreten,
  4. bei trockenem oder produktivem Husten seit über einer Woche,
  5. bei Blutbeimengungen im Schleim.

Nase immer morgens verschlossen

Experten meinen, dass eine morgens verstopfte Nase durch eine unbehandelte Sinusitis verursacht wird.

Der menschliche Schädel hat kleine luftgefüllte Kammern, Nebenhöhlen genannt, die sich an folgenden Stellen befinden:

  1. hinter der Stirn,
  2. über dem Oberkiefer,
  3. um Augen, Nase und Wangen.

In den Nebenhöhlen sind kleine Härchen (Zilien genannt), die für den Abfluss des weißen Schleims sorgen und der Luftzirkulation dienen.
Eine Sinusitis wird durch Bakterien hervorgerufen, die in der Luft leben und Katarrh und Lungenentzündung hervorrufen können.
Diese Bakterien reproduzieren sich in den Zilien der Nasennebenhöhlen und vermindern die Zirkulation des Schleims in den Nasengängen.
Das Stocken des Schleims führt zu einer verstopften Nase.
Die Sinusitis persistiert über den ganzen Tag und verschlimmert sich während der Nacht, weil sich der Körper in horizontaler Lage befindet.

 

Was tun? Medikamente bei verstopfter Nase

Rezeptfreie Anti-Allergie-Pillen
Auch aufgrund einer Allergie kann man unter einer verstopfter Nase leiden.
Es gibt frei verkäufliche Medikamente gegen Allergien, zum Beispiel Antihistaminika und abschwellende Mittel.
Es gibt Medikamente, die Paracetamol und Chlorphenamin gegen Allergie enthalten, wie Grippostad C.
Diese Kapseln verhindern allergische Reaktionen und ein Verstopfen der Nase.
Man sollte den Kontakt mit dem Allergen vermeiden, um diese Beschwerden nicht zu bekommen.
Auch Mukolytika wie Azetylzystein (Fluimucil) können eingenommen werden.