Symptome der Laryngitis und Heilmittel

Eine Laryngitis ist eine Erkrankung, die durch eine Entzündung des Kehlkopfs gekennzeichnet ist.

Die Stimmbänder befinden sich im Innern des Kehlkopfs: der Klang der Stimme ist bei Menschen mit dieser Erkrankung verändert, sie leiden unter Heiserkeit.

Die Erkrankung kann akut oder chronisch auftreten.

Die akute Form entsteht plötzlich und ist ernster; die chronische Form entwickelt sich langsamer, dauert aber länger.
Der Ton der Stimme wird so schwach, dass es beim Sprechen Probleme bereiten kann. Eine Laryngitis tritt gemeinsam mit Halsschmerzen und trockenem Husten auf. Kinder können Beschwerden beim Atmen haben.
Nach den Theorien der Psychosomatischen Medizin sind Gründe für diese Erkrankung der Wunsch, das Sprechen mit Autoritätspersonen zu vermeiden und Introvertiertheit.

 

Klassifikation

Es gibt zwei Arten von Laryngitis:

1. Akut, wenn sie weniger als drei Wochen dauert.
Die akute Laryngitis hypoglottica ist eine Erkrankung, die Säuglinge und Kinder unter 4 Jahren betrifft. Dabei handelt es sich um eine schwerwiegende Form, die zu Luftnot oder Kurzatmigkeit und trockenem Husten führt, der in der Folge produktiv wird und Auswurf hervorruft.

2. Chronisch, wenn die Dauer 3 Wochen übersteigt.
Die chronische katarrhalische Laryngitis ist gekennzeichnet durch einen Rötung des Kehlkopfs, Veränderungen der Stimme, Mundtrockenheit, Brennen im Hals und leichten Husten mit Auswurf;


Die Laryngitis diphtheriae (auch Krupp genannt) tritt nach einer Diphtherie auf und verursacht Heiserkeit, Fieber und Herzrasen.

Die Laryngitis durch mechanische Reize tritt nach längerem Schreien oder Singen auf. In diesem Fall wird die Schleimhaut der Stimmbänder geschädigt und der Kehlkopf entzündet sich.

Der Laryngospasmus (oder spastische Laryngitis) ist eine Erkrankung, die Kinder zwischen ein und drei Jahren betrifft.
Er ist gekennzeichnet durch nächtliches Erwachen mit Dyspnoe, hartnäckigem Husten, Einatmungsgeräusch und Heiserkeit oder tiefer Stimme.

Die abszedierende Laryngitis ist durch die Bildung von Abszessen gekennzeichnet, die in der Regel durch eine vernachlässigte Kehlkopfentzündung entstehen.
Die Patienten haben die klassischen Symptome einer Laryngitis, leiden aber auch unter Ohrenschmerzen und Kurzatmigkeit.

Eine Laryngitis kann zusammen mit anderen Entzündungen der oberen Atemwege auftreten, wie:

  1. Pharyngitis oder Halsschmerzen
  2. Tracheitis
  3. Sinusitis

 

Ursachen der Laryngitis

Einige Ursachen dieser Erkrankung sind:

  1. Virale Infektionen (Erkältung und Influenza)
  2. Gastroösophagealer Reflux
  3. Sinusitis
  4. Stimmbelastung
  5. Allergie
  6. Einatmen chemischer Dämpfe
  7. Inhalation von Reizstoffen
  8. Alkoholabusus
  9. Rauchen
  10. Infektionen durch Bakterien, Pilze oder Parasiten
  11. Halskrebs
  12. Nervenschäden
  13. Polypen oder Geschwüre auf den Stimmbändern
  14. Stimmbandkrümmung (im Alter)

 


Symptome der Laryngitis

  • Halstrockenheit
  • Heisere Stimme, in schwerwiegenden Fällen ist nur ein Flüstern zu vernehmen
  • Gefühl von Halsschwellung
  • Schleimsekretion im hinteren Nasen-Rachen-Raum
  • Fieber
  • Lymphknotenvergrößerung (bei Infektionen)
  • Akute Schmerzen beim Schlucken oder Sprechen
  • Atemschwierigkeit

Die Symptome ähneln denen anderer Erkrankungen, wie Erkältung, Influenza, Halsschmerzen, Infektionen der Atemwege und gastroösophagealer Reflux.

 

Diagnose der Laryngitis

Um eine Laryngitis zu diagnostizieren, genügt eine ärztliche Untersuchung.
Der Patient muss dem Arzt die Symptome erklären.
Der Säugling kann zwar noch nicht reden, doch sein Weinen klingt anders, da seine Stimmbänder entzündet sind.
Untersucht der Arzt den Rachen, sieht er eine gerötete Zone.
Manchmal sind weiße Plaques zu sehen.

 

Behandlung der Laryngitis

Das Immunsystem kann bei einer viralen Infektion die Laryngitis heilen. Um diesen Prozess am besten zu unterstützen, wird empfohlen, die Stimme nur wenig zu benutzen und den Hals nicht anzustrengen. Die Heilung dürfte weniger als eine Woche dauern. In schweren Fällen kann die Erkrankung einige Wochen oder auch bis zu einem Monat anhalten.

Welches Antibiotikum nehmen?
Ist die Ursache der Laryngitis eine mikrobielle Infektion, verschreibt der Arzt Antibiotika, insbesondere Clarithromycin (Klacid, Clarithromycin STADA).
Die Medikamente helfen, die Infektion zu bekämpfen und die Entzündung zu verringern.

Entzündungshemmer: Gegen die Entzündung des Kehlkopfs können nicht-steroidale Entzündungshemmer genommen werden. Ibuprofen (Nurofen) zum Beispiel kann auch von Kindern eingenommen werden. Die Ärzte verschreiben aber auch Ketoprofen (Gabrilen).

Kortison: Kortikosteroide, wie zum Beispiel Betamethason (Celestamine), verringern die Entzündung und sind wirksam bei der Schmerzlinderung. Diese Behandlung ist nur in seltenen Fällen angezeigt, wie bei eiligem Behandlungsbedarf zur Wiederherstellung der Stimme vor Konzerten oder Auftritten. Sänger leiden unter diesem Problem, wenn sie ihre Stimme überstrapazieren. Das entzündet die Stimmbänder und macht sie anfälliger für Infektionen.
Medikamente auf Kortisonbasis können als Aerosol verwendet werden. In diesem Falle ist die am häufigsten verwendete Medizin Beclometason (Ventolair).

Antazida-Behandlung: Nur verwenden, wenn die Ursache der Erkrankung ein saurer Reflux ist. Empfohlen ist die Einnahme säurebindender Medikamente wie Zantic oder Antra für etwa einen Monat.

Keine abschwellenden Medikamente nehmen: Diese Medikamente sind bei Auftreten einer Kehlkopfentzündung nicht empfohlen, da sie die Kehle austrocknen und folglich die Entzündung fördern.

 

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Stimme schonen: Stress für die Stimmbänder vermeiden. Nicht öffentlich sprechen und die Stimmbänder ruhen lassen.

Dampfinhalation: Die Dampfinhalation hilft, Schwellung und Schmerzen im Hals zu lindern. Sie führt jedoch nicht zu einer vollständigen Heilung.

 

Hausmittel bei Laryngitis – sicher auch während der Schwangerschaft

Nicht schreien: Das wirksamste Hausmittel ist eine angemessene Ruhigstellung der Stimmbänder. Man sollte nicht laut oder über längere Zeit sprechen. Solche Aktivitäten könnten die Entzündung verschlimmern.

Nicht flüstern: Flüstern löst die Entzündung im Kehlkopf aus. Auch wenn beim Flüstern mit leiser Stimme gesprochen wird, entsteht dabei eine größere Spannung auf die Stimmbänder, als bei normalem Sprechen.

Durch die Nase atmen: Eine gute Angewohnheit ist das Atmen durch die Nase. Diese Vorsichtsmaßnahme schützt den Rachen vor kalter Luft.

Dampfinhalation: Das Badezimmer schließen und den Raum durch den Gebrauch von heißem Wasser mit Dampf füllen. 10-15 Minuten in dem geschlossenen Raum bleiben. In diesem Falle ist es wichtig, durch den Mund zu atmen.

Raumbefeuchter benutzen: Ein Raumbefeuchter hält die Luftfeuchtigkeit im Zimmer konstant. Diesen Apparat im Schlafzimmer zu benutzen ist eine der besten Möglichkeiten, eine rezidivierende Laryngitis zu behandeln.

Viel Wasser trinken: Den Hals feucht zu halten kürzt die Dauer der Symptome ab. Die Trinkmenge sollte hoch sein, mindestens 8-10 Gläser am Tag.

Rachenraum feucht halten: Durch einen trockenen Hals verschlimmert sich die Entzündung. Man sollte den Hals befeuchten und mit Salzwasser gurgeln sowie Kaugummi kauen, um ein Rezidiv zu verhindern.

Zitronensaft und Honig mischen: Beides kann man dem Tee zufügen. 250 ml Wasser zum Kochen bringen und den Saft einer Zitrone und 2 Teelöffel Honig hinzugeben. Abkühlen lassen und trinken.
Einen sehr wirksamen Cocktail erhält man, wenn man auf dem Herd auf kleinem Feuer ein Stück Ingwerwurzel zusammen mit einigen Knoblauchzehen auskocht.
Warten, bis das Getränk abgekühlt ist, dann trinken.

Nicht rauchen: Rauch reizt und verschlimmert den Zustand des Kehlkopfs und verlängert die Heilungszeit. Es ist daher empfehlenswert, mit dem Rauchen aufzuhören.

 

Ist die Laryngitis ansteckend?

Ja, die Laryngitis ist ansteckend, wenn der Krankheitserreger ein Bakterium oder ein Pilz ist. Die Ansteckung erfolgt ähnlich wie bei anderen Atemwegsinfektionen. Bei einer Viruslaryngitis gehen die Meinungen auseinander. Ein Teil der Experten meint, dass sie nicht ansteckend wäre, andere Wissenschaftler sagen, dass Erkältung und Influenza (die sekundär zu einer Kehlkopfentzündung führen) ansteckend sind.

Deformation der Stimmbänder: Ist die Laryngitis durch Überanstrengung der Stimmbänder verursacht, ist sie nicht ansteckend.

Husten: Schwellungen des Larynx verursachen ständigen Husten. Auch in diesem Fall ist eine Ansteckung nur bei Anwesenheit von Mikroben möglich. Es ist besser, eine Kehlkopfentzündung als ansteckend einzustufen, wenn Husten dabei auftritt.

 

Wie lange dauert eine Laryngitis? Wann kommt die Stimme zurück?

Ist die Ursache eine Infektion, ist die betreffende Person eine Woche lang ansteckend.
Die Heilungszeit beträgt wenige Tage. Sobald die Stimme zurückkehrt, bedeutet das, dass bei dem Patienten keine Entzündung mehr besteht.
Mit einer Laryngitis kann man zwar aus dem Haus gehen, doch wenn das Wetter kalt ist, sollte man einen Schal tragen.