Anatomie der Schulter

Anatomie der Schulterknochen

Die Schulter besteht aus 3 Knochen: Schulterblatt, Schlüsselbein und Oberarmknochen, die den Arm mit dem Brustkorb verbinden und Bewegungen in alle Richtungen ermöglichen.
Dieser Knochen ist sehr komplex und dient als Ursprung und Ansatz vieler Muskeln, die die Schulter bewegen und stabilisieren. Das Schulterblatt ist eine dreieckförmige Knochenplatte, die sich an der rückseitigen Oberfläche des Brustkorbs befindet.

 

Schulterblatt

Anatomie der Schulter
Anatomie der Schulter

Es erstreckt sich von der zweiten bis zur siebten Rippe und ist in einem Winkel von 30° nach vorn geneigt. Das Schulterblatt ist von 17 Muskeln umgeben, die für die Kontrolle und Stabilisierung an der Thoraxwand (Brustkorb) sorgen. Diese Gelenkverbindung wird als „Skapulothorakalgelenk“ bezeichnet, obwohl es technisch gesehen kein echtes Gelenk ist.
Das Schulterblatt hat auf einer Seite eine flache Grube, die sogenannte Gelenkpfanne, in der der Oberarmkopf ansetzt, um so das Schultergelenk (Glenohumeralgelenk) zu bilden.


Rückfläche
Die Rückfläche des Schulterblatts zeigt nach außen. Sie ist Ansatzfläche für den größten Teil der Rotatorenmuskeln der Schulter.
Spina (Schultergräte) – der prominenteste Teil des hinteren Schulterblatts. Sie verläuft quer über das Schulterblatt und teilt die Oberfläche in zwei Teile.
Fossa infraspinata – unterhalb der Spina gelegene konvexe Grube. Der Musculus infraspinatus entspringt in dieser Zone.
Fossa supraspinata – sie liegt oberhalb der Spina, ist viel kleiner als die Fossa infraspinata und hat eine konvexere Form.
Ihr entspringt der Musculus supraspinatus.
Acromion (Gräteneck) – ist die Weiterführung der Schultergräte oberhalb des Schultergelenks und gelenkig mit dem Schlüsselbein verbunden.

Facies ventralis (costalis)
Die Vorderseite des Schulterblatts wird als „Facies ventralis bzw. costalis“ definiert, weil sie zum Brustkorb zeigt.
Diese Seite des Schulterblatts ist relativ unbedeutend. Über einen Großteil ihrer Oberfläche hat sie eine konkave Vertiefung, die sich Fossa subscapularis nennt.
Der Musculus subscapularis ist ein Rotatorenmuskel, der an der Bauchseite des Schulterblatts entspringt.
An der oberen Seite und am seitlichen Schulterblatt entspringt der Processus coracoideus.
Er ist ein hakenförmiger Knochenfortsatz (Rabenschnabelfortsatz), der sich direkt unterhalb des Schlüsselbeins befindet.

 

Schlüsselbein

Schlüsselbein,Tuberositas,Facette,Acromion,Brustbein
@ reigen- fotolia.com

Das Schlüsselbein ist ein S-förmiger Knochen und die Hauptverbindung zwischen Arm und dem restlichen axialen Skelett, vor allem mit dem Brustbein. Das Schlüsselbein ist auch eine Zone wichtiger Muskelansätze.
Das Schlüsselbein trifft auf das Schulterblatt im oberen Schulterbereich, wo es sich mit dem Processus acromiale verbindet, mit dem es dann das „Akromioklavikulargelenk“ bildet.

 

Oberarmknochen (Humerus)

Humerus,Schulter,Arm,Tuberculum,Hals,Kopf
@ reigen- fotolia.com

Der Humerus ist der Knochen des Oberarms. Der Humeruskopf hat die Form einer Kugel, sitzt in der Gelenkpfanne des Schulterblatts und bildet mit ihm das Schultergelenk.
Die proximale (nahe am Brustkorb) Extremität wird aus dem Kopf, dem anatomischen Hals und den Knochenvorsprüngen Tuberculum majus und minus gebildet. Die Tuberculi sind durch eine Vertiefung, den Sulcus intertubercularis, voneinander getrennt.
Der Kopf ist fast halbkugelförmig.
Der anatomische Hals (Collum anatomicum) entspringt aus dem unteren Teil des Kopfes, das Tuberculum majus befindet sich seitlich und jenseits des Acromions.
Das Tuberculum majus ist vom Deltamuskel verdeckt, der der Schulter die Rundung verleiht.
Das Tuberculum minus befindet sich im vorderen Bereich.
Die Fossa zwischen den beiden Tuberculi (majus und minus) enthält die lange Bizepssehne.

 

Schultergelenke

Die Schulter ist ein Gelenk mit einem großen Bewegungsradius, das verschiedene Aktivitäten im täglichen Leben ermöglicht.
Es gibt drei Hauptgelenke des Schultergürtels, und zwar:
– Schultergelenk (Glenohumeralgelenk)
– Schultereckgelenk (Akromioklavikulargelenk)
– Brustbein-Schlüsselbein-Gelenk (Sternoklavikulargelenk)
Ein weiteres, sehr wichtiges Gelenk bei der Bewegung der Schulter ist das Schulterblatt-Thorax-Gelenk (Skapulothorakalgelenk).

Glenohumeralgelenk
Das Schultergelenk ist ein Kugelgelenk, das die meisten Bewegungen des Schultergürtels ermöglicht.
Der Oberarmknochenkopf bildet mit der Gelenkpfanne des Schulterblatts eine Gelenkverbindung. Der Oberarmkopf ist größer als die Gelenkpfanne, die ganz an der Oberfläche des Humerus anhaftet. Die Schulterpfanne erhöht ihre Auflagefläche mit dem Oberarmknochenkopf dank der Pfannenlippe, einer Umrahmung aus Faserknorpel.
Beide Gelenkflächen sind von Knorpel überzogen, der den Knochen schützt.

Akromioklavikulargelenk
Das Schultereck- oder Akromioklavikulargelenk wird von dem seitlichen Ende des Schlüsselbeins und dem vorderen medialen Schulterdach gebildet.
Dieses Gelenk spielt bei der Übertragung der Kräfte von der oberen Extremität auf das Axialskelett eine wichtige Rolle. Die Mobilität des Akromioklavikulargelenks ist aufgrund der unterstützenden Bänder minimal.
Das akromioklavikulare Band wird von starken oberen und unteren Bändern sowie schwachen vorderen und hinteren Bändern gebildet und begrenzt die Bewegung von Schlüsselbein und Acromion.
Das Ligamentum coracoclaviculare besteht aus den Faserzügen Ligamentum trapezoideum und Ligamentum conoideum.
Es bildet ein starkes Band, um die vertikale Bewegung zu verhindern.

Sternoklavikulargelenk
Das Brustbein-Schlüsselbein- oder Sternoklavikulargelenk wird aus dem zur Körpermitte gerichteteten Ende des Schlüsselbeins (Extremitas sternalis), dem Knorpel der ersten Rippe und dem oberen und seitlichen Teil des „Handgriffs“ des Brustbeins (Manubrium sterni) gebildet.
Dieses Gelenk ist das einzige, das das obere Ende des Axialskeletts mit der oberen Extremität über das Schlüsselbein verbindet.
Die Gelenkfunktion schließt alle Bewegungen der oberen Gliedmaße ein.

Skapulothorakalgelenk
Diese Gelenkverbindung ist hauptsächlich eine Insertionszone der umgebenden Muskeln. Die Hauptmuskeln, die das Brustbein-Schlüsselbein-Gelenk kontrollieren, sind:
– Der vordere Sägemuskel, der den oberen Schulterblattwinkel gegen die Thoraxwand hält.
– Der Trapezius, der das Schulterblatt dreht und anhebt, wobei er den Arm hebt.

 

Rotatorenmanschette

Die Rotatorenmanschette ist eine komplexe Gruppe von Muskeln und Sehnen, die das Schultergelenk umgeben. Der Muskel kontrahiert, um die Knochen zu bewegen und die Sehne ist das Verbindungsstück zwischen Muskel und Knochen. Die 4 Muskeln der Rotatorenmanschette sind für die Rotationsbewegungen der Schulter wichtig.
Ihre wichtigste Funktion ist die der Stabilisierung des Schultergelenks, um eine Schulterluxation zu verhindern.
Die Rotatorenmanschette ist für viele Routinetätigkeiten wichtig. Ist sie verletzt, kann das starke Schmerzen verursachen.
Ist die Rotatorenmanschette entzündet oder gereizt, spricht man von einer Bursitis oder anderen entzündlichen Erkrankungen. Reißen die Sehnen der Rotatorenmanschette, spricht man von einer Läsion oder einer Ruptur (am häufigsten ist die Supraspinatusläsion).
Bei den meisten Patienten, die sich wegen Schulterschmerzen beim Arzt vorstellen, ist die Ursache eine Sehnenentzündung oder Verletzung der Rotatorenmanschette.

 

Schultergelenkkapsel

Die Kapsel, die das Schultergelenk umgibt, hat die Form einer Kugel und enthält Gelenkflüssigkeit.
Die Bänder sind Teile der Gelenkkapsel und dienen dazu, das Schultergelenk in der korrekten Position zu halten.
Wenn eine Schulterluxation eintritt, können die Bänder reißen. Die Kapsel hat eine sehr wichtige eigene intraartikuläre Spannung zur Aufrechterhaltung einer guten Funktionalität.
Verringert sich diese Spannung der Kapsel, kommt es zur einer Situation, die auch „instabile Schulter“ genannt wird. Ist die Schulter blockiert, kann eine „adhäsive Kapsulitis“ vorliegen.

 

Bänder der Schulter

Glenohumerale Bänder:
Die Gelenkkapsel ist eine wasserdichte Hülse, die das Gelenk umgibt.
An der Schulter wird die Gelenkkapsel auch von einer Gruppe von Bändern gebildet, die den Oberarmknochen mit der Gelenkpfanne des Schulterblatts verbinden.
Diese Bänder sind die Hauptquelle für die Stabilität der Schulter.
Es handelt sich um die glenohumeralen Bänder (oberes, mittleres und unteres Ligament), die aus der Gelenkpfanne entspringen und an der Vorderseite des Humerus ansetzen.
Sie dienen dazu, die Schulter in ihrer Position zu halten und eine Luxation zu verhindern.

Korakoakromiales Band:
Dieses Band verbindet den Processus coracoideus mit dem Schulterdach. Das korakoakromiale Band kann verdicken und das Impingementsyndrom verursachen.

Korakoklavikulare Bänder:
Diese zwei Bänder (Ligamentum trapezoideum und Ligamentum conoideum) fixieren den Processus coracoideus des Schulterblatts am Schlüsselbein. Diese kleinen Bänder spielen eine wichtige Rolle bei dem Zusammenhalten von Schlüsselbein und Schulterblatt.
Sie können eine enorme Last tragen und sind ausgesprochen kräftig.

Querband des Oberarmknochens:
Es hält die Sehne des Caput longum des Bizeps in der Rinne zwischen den beiden Höckern des Oberarmknochens (Tuberculum majus und minus).

 

Pfannenlippe des Schultergelenks

Schulter,Bursa,Bizeps,Deltamuskel,Schulterblatt
Alila/bisstockphoto.com

Die Pfannenlippe oder der Limbus ist ein Knorpelring, der die Gelenkpfanne des Schultergelenks umgibt. Die Lippe ermöglicht eine zusätzliche Vertiefung der Pfanne zur besseren Stabilisierung der Schulter. Darüber hinaus ist die Lippe der Ansatzpunkt der langen Bizepssehne.

Verletzungen der Pfannenlippe sind nach ihrer Position klassifiziert. Sie verursachen Schmerzen und eine Instabilität des Gelenks.
Die häufigsten Verletzungen stehen in Zusammenhang mit einer Schulterluxation (Bankart-Läsion genannt) sowie mit Problemen der langen Bizepssehne.

 

Subakromialer oder subdeltoidealer Schleimbeutel

Der subakromiale Schleimbeutel befindet sich an der oberen Fläche der Supraspinatussehne.
Der Schleimbeutel dient der Dämpfung und verringert die Reibung bei der Bewegung zwischen dem Knochen, der über dem Schulterdach liegt und den darunterliegenden Muskeln der Rotatorenmanschette.
Oftmals erstreckt sich der Schleimbeutel seitlich und vereint sich mit dem subdeltoidealen Schleimbeutel.

 

Nerven der Schulter

Der Plexus brachialis ist ein Nervengeflecht, das aus der Wirbelsäule entspringt und den gesamten Arm innerviert. Er durchläuft Schulter und Achselhöhle.

Diese Nerven leiten die Signale vom Gehirn zu den Muskeln und ermöglichen die Armbewegungen. Außerdem leiten sie Sensibilitätssignale, wie Berührung, Schmerz und Temperatur, zum Gehirn.
Der Plexus brachialis wird von einer großen Anzahl von Nerven gebildet, die dem Arm die Sensibilität geben und die Motorik ermöglichen.
Nervenbeschwerden um den Schulterbereich sind selten, am meisten betroffen sind:

– Nervus axillaris, der den Deltamuskel innerviert und bei einer Schulterluxation gezerrt wird.
– Langer Brustnerv, der den vorderen Sägemuskel innerviert und bei Verletzungen die „Scapula alata“ verursacht.
– Nervus suprascapularis, er innerviert den Musculus supraspinatus und infraspinatus.
– Nervus musculocutaneus, er innerviert den Musculus biceps brachii.

Die neuralgische Schulteramyotrophie (auch bekannt als Parsonage-Turner-Syndrom) ist eine seltene Erkrankung, bei der eine Entzündung des Plexus brachialis mit Muskelatrophie und Schulterschwäche vorliegt.

 

Tiefe Schultermuskulatur

Vordere Muskeln der Schulter

– Der Musculus pectoralis minor (kleiner Brustmuskel) ist ein kleiner dreieckiger Muskel, der unter dem großen Brustmuskel liegt, aus der 3., 4. und 5. Rippe entspringt und am Processus coracoideus des Schulterblatts inseriert. Der Musculus pectoralis minor zieht das Schulterblatt nach vorne und nach unten und hebt die Rippen bei forcierter Inspiration an.

– Der Musculus subclavius (Unterschlüsselbeinmuskel) ist ein kleiner Muskel, der sich unter dem großen Brustmuskel befindet. Er entspringt an der ersten Rippe und inseriert am unteren Rand des Schlüsselbeins. Der Musculus subclavius zieht das Schlüsselbein abwärts und bringt die Schulter nach vorn und nach unten. Außerdem stabilisiert er das Schlüsselbein bei Bewegungen des Schultergürtels.

 

Hintere Muskeln der Schulter

– Der Schulterblattheber entspringt den Querfortsätzen der Halswirbel und inseriert am medialen Schulterblattwinkel. Dieser Muskel hebt das Schulterblatt.
– Der kleine und der große Rhomboidmuskel entspringen der Wirbelsäule. Beide inserieren am medialen Rand des Schulterblatts. Diese zwei Muskeln arbeiten zusammen, heben das Schulterblatt und drehen es nach innen.
– Der große Rundmuskel entspringt an der Rückfläche des unteren Winkels des Schulterblatts und inseriert an der medialen Lippe der Knochenleiste des Humerus. Dieser Muskel dehnt und dreht den Oberarm nach innen.

 

Seitliche Muskeln der Schulter

– Der vordere Sägezahn-Muskel entspringt an der Vorderseite der ersten 10 Rippen und bildet ein abgeflachtes „Blatt“, das über die Brustwand zieht und vorn am medialen Rand des Schulterblatts inseriert. Der Serratusmuskel zieht das Schulterblatt an die Brustwand heran und von ihr weg und dreht es nach außen.

Die vier Muskeln der Rotatorenmanschette sind beim seitlichen Heben des Arms und der Schulterdrehung in alle Richtungen beteiligt. Diese Muskeln erhöhen die Stabilität der Schulter, indem sie den Humeruskopf in der Gelenkpfanne fixieren.

  1. Der Musculus supraspinatus (Obergrätenmuskel) entspringt an der Fossa supraspinata des Schulterblatts. Der Muskel verläuft mit einer Sehne unter dem Schulterdach, wird durch Knochengewebe von der Bursa subacromialis getrennt, verläuft über das Schultergelenk und inseriert an der oberen Facette des Tuberculum major. Seine Funktion ist es, den Deltamuskel beim Abspreizen des Arms zu unterstützen, den Humeruskopf in der Gelenkpfanne zu halten und zu verhindern, dass der Deltoideus den Humeruskopf gegen das Acromion drückt.
  2. Der Musculus infraspinatus (Untergrätenmuskel) entspringt an der Fossa infraspinata des Schulterblatts. Die Sehne dieses Muskels verläuft hinter dem Schultergelenk und inseriert am Tuberculum majus des Oberarmknochens. Der Infraspinatus hält den Oberarmknochen in der Gelenkpfanne und ist für die Außenrotation des Armes verantwortlich.
  3. Der Musculus teres minor (kleiner runder Muskel) entspringt dem seitlichen Rand des Schulterblatts und inseriert an der unteren Facette des Tuberculum majus des Oberarmknochens. Dieser Muskel bewirkt die Außenrotation des Arms und unterstützt den Zusammenhalt der Schultergelenkköpfe.
  4. Der Musculus subscapularis (Unterschulterblattmuskel) entspringt der Fossa subscapularis an der Vorderseite des Schulterblatts und inseriert am Tuberculum minus des Oberarmknochens. Dieser Muskel ist wichtig für die Innenrotation des Armes und stabilisiert das Schultergelenk.

 

Oberflächliche Schultermuskulatur

Vordere Schultermuskeln

– Der große Brustmuskel bewegt und stabilisiert die vordere Schulter. Der Muskel besteht aus drei Teilen, dem Pars clavicularis, der der medialen Hälfte des Schlüsselbeins entspringt, dem Pars sternocostalis, dessen Ursprung am Brustbein liegt, und dem Pars abdominalis, der am vorderen Blatt der Sehnenplatte des geraden Bauchmuskels entspringt. Diese drei Muskelteile haben zwar einen unterschiedlichen Ursprung, doch sie vereinen sich und inserieren an der seitlichen Lippe des Sulcus intertubercularis des Oberarmknochens. Die koordinierte Arbeit der drei Teile ermöglicht dem Muskel die Beugung, Adduktion und Innenrotation des Armes im Schultergelenk.

 

Hintere Schultermuskeln

– Der Trapezmuskel hat einen breit gespannten Ursprung, der die meisten Wirbel der Wirbelsäule und die Rückseite des Schädels einbezieht. Der Trapezius inseriert in Höhe des Schlüsselbeins, am medialen Rand des Schulterdachs und der Spina scapulae. Seine Funktion ist das Heben, die Adduktion, die Außenrotation und das Absenken des Schulterblatts.

– Der große Rückenmuskel mit seinem ausgedehnten Muskelbauch entspringt den Dornfortsätzen der untersten 6 Brustwirbel, der Fascia thoracolumbalis, der Crista iliaca und den untersten 4 Rippen. Dieser Muskel inseriert in Höhe des hinteren Rands des Sulcus intertubercularis (oder Bizepsrinne) des Humerus. Der große Rückenmuskel umfasst die Adduktion und Innenrotation des Armes.

Außerdem drückt er die Schulter nach unten und hält den unteren Teil des Schulterblatts gegen die Thoraxwand.

 

Seitliche Schultermuskeln

– Der Deltoideus hat drei Ursprungsflächen, eine vordere, zentrale und hintere. Der vordere Teil entspringt der Vorderkante und Oberseite des Schlüsselbeins. Der zentrale Abschnitt entspringt dem Akromion und der hintere Teil entspringt der Unterkante der Knochenleiste des Schulterblatts. Diese drei Teile laufen zusammen und inserieren an der Tuberositas deltoidea. Diese drei Faszien üben eine unterschiedliche Aktion auf den Körper aus.
Die vordere Faszie beugt und dreht den Arm nach innen, die zentrale Faszie abduziert den Arm, während der hintere Teil den Arm streckt und nach außen dreht.

 

Muskeln von Schulter und Arm

Muskeln,Schulter,Bizeps,Deltoideus,Trizeps
mikiradic-Fotolia.com

– Der zweiköpfige Oberarmmuskel hat zwei Ursprünge, einen in Höhe des Processus coracoideus des Schulterblatts (Caput breve), während der andere Ursprung sich in Höhe des Tuberculum supraglenoidale (Caput longum) befindet. Die zwei Faszien vereinigen sich und inserieren in Höhe der Tuberositas der Speiche. Der zweiköpfige Oberarmmuskel ist der stärkste Beugemuskel des Unterarms und ist auch in der Lage, den Unterarm zu supinieren und den Arm in Schulterhöhe zu beugen.

– Der Musculus coracobrachialis hat seinen Ursprung am Processus coracoideus des Schulterblatts und inseriert im mittleren Drittel der medialen Fläche des Oberarmknochens. Dieser Muskel adduziert schwach den Arm und unterstützt die Stabilisierung des Oberarmknochens.

-Der Musculus Triceps brachii ist ein dreiköpfiger Muskel. Das Caput longum entspringt dem Tuberculum infraglenoidale des Schulterblatts.
Das Caput laterale hat seinen Ursprung in der oberen Hälfte der hinteren Seite des Oberarmknochenschaftes.
Das Caput mediale entspringt der Rückfläche der unteren Hälfte des Oberarmknochens. Alle diese Faszien verlaufen vertikal den Arm hinunter, um in Höhe des Olecranon am Ende der Ulna (Elle) zu inserieren. Der Trizeps ist der Hauptstrecker des Unterarms. Darüber hinaus kann das Caput longum den Oberarmknochen strecken und heranführen, weil es das Schultergelenk überquert.